40 Meter mehr! Der einfachste Schlüssel zu neuen Bestweiten
Viele Golfer wissen theoretisch, was für lange Schläge entscheidend ist – aber nur wenige können es umsetzen. PGA Professional Joscha Lampe erklärt im Video auf dem Portal Birdietrain, warum der sogenannte Peitscheneffekt zwar der bekannteste Schlüssel zu mehr Länge ist, aber in der Praxis oft scheitert. Und er zeigt einen Weg, der vielen Spielern neu sein dürfte.
Der beste Weg zu mehr Länge
„Der Peitscheneffekt ist Schlüsselfaktor Nummer eins, um den Ball wirklich weit zu schlagen“, sagt Lampe. „Aber das macht nur zehn Prozent der Lösung aus. Die restlichen 90 Prozent bestehen darin, die Bewegung überhaupt in die Umsetzung zu bekommen.“ Genau daran scheitert ein Großteil der Hobbygolfer. Lampe zeigt im Video eine einfache Übung: Der Spieler greift den Schläger nur mit der rechten Hand, hält ihn seitlich vom Körper und führt eine Ausholbewegung aus, „als würdest du mit einer Axt den Boden treffen wollen“. Ziel ist es, die Sohle des Schlägers auf Höhe der Füße – oder leicht dahinter – auf den Boden zu bringen.
Was viele Amateure falsch machen
Diese Bewegung soll deshalb so wirkungsvoll sein, weil sie automatisch die richtige Reihenfolge herstellt: zuerst das Griffende bewegen, dann den Schlägerkopf kommen lassen. „Arm, Handgelenk, Griffende, Schlägerkopf“, erklärt der Experte. „Bei dieser Aufgabe wirst du es intuitiv machen, denn alles andere würde sich falsch anfühlen.“ Genau das sei im echten Schwung oft das Problem: Viele Golfer starten den Abschwung mit dem Schlägerkopf anstatt mit dem Griffende – und verlieren dadurch Länge.
Im nächsten Schritt überträgt Lampe das Gefühl aus der „Axt-Bewegung“ in den Golfschwung. Wieder arbeitet der Spieler zunächst nur mit dem rechten Arm. „Wir wollen das Griffende vorbringen, um dann den Schläger freigeben zu können“, erklärt Lampe. So soll der entscheidende Winkel im Abschwung fast von selbst entstehen. Erst danach kommt die linke Hand hinzu. Klar bleibt: Der rechte Arm steuert, der linke erlaubt die Bewegung.
Vermeiden Sie diese zwei Fehler
Um den Schlägerkopf schließlich explosiv freizugeben, braucht es einen Gegenimpuls aus dem Körper, nicht aus den Händen. Lampe rät Folgendes: Die linke Schulter soll sich nach oben und hinten bewegen, um den Schläger „mühelos rauszukatapultieren“. Diese Gegenkraft sei der eigentliche Motor der Beschleunigung – und zugleich hoch effizient. „Der Schläger fliegt dann von ganz alleine raus“, sagt der Experte. „Und du schaffst damit auch Platz für die Arme, die lang werden können.“ Natürlich demonstriert er die gesamte Bewegung im Video (s.o.). 40 Meter mehr Länge könnten so möglich werden.
Zwei typische Fehler sollten Sie vermeiden. Erstens: Eine verdrehte rechte Schulter im Setup. Und zweitens: Eine zu offene Schlagfläche im Abschwung. Das Fazit: Lange Schläge entstehen nicht durch Kraft, sondern durch den Peitscheneffekt und das optimale Timing.









