Kordas nächster Coup
Es war ihr achter Start in dieser Saison. Die Bilanz: vier Siege, drei zweite Plätze und ein achter Platz. Nelly Korda präsentiert sich 2026 in einer Form, die Erinnerungen an die Dominanz eines Tiger Woods in seinen besten Jahren weckt. Auch bei der US Womens Open, die erstmals im traditionsreichen Riviera Country Club ausgetragen wurde, war die Weltranglistenerste nicht zu schlagen.
Unter den gewohnt anspruchsvollen Bedingungen eines Major-Turniers – trockene Fairways, harte Grüns und jede Menge Druck – war es keine spektakuläre Birdie-Show, die Korda zum Titel führte. Stattdessen überzeugte die 27-Jährige mit Nervenstärke, Geduld und bemerkenswerter Widerstandsfähigkeit. Immer wieder rettete sie mit einem herausragenden kurzen Spiel wichtige Pars und hielt sich so in Schlagdistanz zur Spitze.
Mit einer Schlussrunde von 69 Schlägen (-2) sicherte sich die Amerikanerin am Ende den Sieg bei insgesamt acht Schlägen unter Par. Einen Schlag dahinter teilten sich Charley Hull und Gaby Lopez den zweiten Platz. Für Korda war es nicht nur der vierte Major-Titel ihrer Karriere, sondern auch der bislang größte Zahltag des Jahres: 2,5 Millionen US-Dollar Preisgeld.
Für Korda war es der erste US-Open--Titel und bereits der zweite Major-Sieg des Jahres 2026. Nach einer Auftaktrunde von 73 Schlägen hatte sie sich eindrucksvoll mit zwei 67er Runden zurückgekämpft. Entsprechend emotional fiel die Reaktion der Siegerin aus.
„Ich habe das Gefühl, als würde ich träumen“, sagte Korda nach dem entscheidenden Putt auf der 18. Bahn. Besonders wichtig sei für sie gewesen, mit einer lockeren Einstellung zu spielen: „Ich spiele mein bestes Golf, wenn ich glücklich bin und frei aufspiele.“ Nach mehreren Enttäuschungen bei diesem Turnier habe sich damit ein lang gehegter Traum erfüllt.
Hull Zweite, Henseleit im Mittelfeld
Hull lieferte mit Runden von 65 und 67 Schlägen das beste Wochenende des gesamten Feldes ab, musste sich aber erneut mit Rang zwei begnügen. Die Engländerin sprach offen über ihre Enttäuschung: „Es ist frustrierend.“ Gleichzeitig zollte sie der Siegerin Respekt und lobte Kordas Leistung nach zwei Major-Triumphen in Folge. Für Hull war es bereits der fünfte zweite Platz bei einem Major-Turnier.
Esther Henseleit kam beim Major in Kalifornien auf 73, 71, 73 und 74 Schläge und Platz 49. Die Athletin aus dem Elite Team Germany war die einzige Deutsche im Feld. Am Sonntag kam die 27-Jährige auf den schwierigen Bahnen auf vier Bogeys, ein Birdie und 13 Pars.
Zu den weiteren Geschichten des Turniers gehörte die starke Leistung der Amateurin Kiara Romero, die als beste Amateurspielerin auf Rang sechs landete.







