McIlroy spricht – doch die Kälte bleibt
Rory McIlroy hat am Samstag in Oakmont erstmals seit dem Triumph beim Masters öffentlich nach einer Major-Runde Stellung genommen – doch wer ein versöhnliches Signal erwartete, wurde enttäuscht. Der Nordire, der sich in den vergangenen Monaten zunehmend aus der medialen Öffentlichkeit zurückgezogen hatte, ließ in seinen Aussagen keinen Zweifel daran, dass sein Verhältnis zur Presse weiterhin angespannt ist.
„Es ist eher Frust über euch“, sagte McIlroy nach seiner 74 (+4), die ihn auf den 49. Platz zurückwarf. „Ich war in den letzten Jahren durchgehend verfügbar – vielleicht nicht unbedingt für euch persönlich, aber allgemein.“ Auf Nachfrage bestätigte McIlroy, dass sein Schweigen unter anderem auf Berichterstattungen rund um die PGA Championship zurückgeht. Speziell ging es über das Thema mit dem Driver, der bei einer Kontrolle als regelwidrig eingestuft worden war.
„… und dann raus hier.“
Zwar hatte er in der Woche beim RBC Canadian Open noch Interviews gegeben, doch bei den Majors schwieg er bislang konsequent nach seinen Runden. Beim Masters, das er erstmals gewann und damit den Karriere-Grand-Slam komplettierte, hatte er die Medien nach Runde eins gemieden. Auch bei der PGA Championship und in Oakmont tat er dies bis einschließlich Freitag.
„Ich habe das früher schon gemacht, jetzt mache ich es eben etwas häufiger“, erklärte er. „Ich denke, ich habe mir das Recht erarbeitet zu tun, was ich tun will.“
Sportlich konnte McIlroy mit dem Geschehen in Oakmont wenig anfangen. Nach einem langen Kampf schaffte er am Freitag mit einem starken Finish gerade noch den Cut, zeigte sich jedoch auch in Runde drei fehleranfällig. Am Sonntag will er das Turnier zügig beenden: „Hoffentlich eine Runde unter viereinhalb Stunden – und dann raus hier.“








