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Scottie Schefflers letzte Leistungen beim Ryder Cup sind überhaupt nicht typisch für ihn. | © 2025 Getty Images

Scheffler schwächelt – mal wieder

Scottie Scheffler kam als dominanter Spieler des Jahres nach Bethpage Black. Doch am ersten Tag des Ryder Cups fand sich die Nummer eins der Welt gleich zweimal auf der Verliererseite wieder. Am Vormittag unterlag er gemeinsam mit Russell Henley deutlich gegen Ludvig Åberg und Matt Fitzpatrick (5&3). Auch am Nachmittag setzte es mit Partner J. J. Spaun eine Niederlage, diesmal gegen Jon Rahm und Sepp Straka (3&2).

 

Die Folgen sind historisch: Scheffler ist erst der dritte Weltranglistenerste, dem dies am ersten Tag des Ryder Cups passiert – nach Ian Woosnam (1991) sowie Tiger Woods (1999 und 2002). „Scheffler hat den schlechtesten ersten Tag für eine Nummer eins der Welt beim Ryder Cup erwischt“, bilanzierte die Northwest Arkansas Democrat-Gazette.

"Geraten nicht in Panik"

Der Texaner selbst sprach nach den Partien von vergebenen Chancen: „Ich hatte viele Putts, die hätten ins Loch fallen können, aber sie sind einfach nicht gefallen." Dies spiegelte das Hauptproblem wider: Zwar agierte Scheffler vom Tee solide, doch sein Putter ließ ihn im entscheidenden Moment im Stich – ein Muster, das sich in seiner bisherigen Ryder-Cup-Bilanz (nun 2-4-3) fortsetzt. Unvergessen ist Schefflers historische und zugleich tränenreiche Niederlage beim Ryder Cup 2023 an der Seite von Brooks Koepka. Damals unterlagen sie Ludvig Åberg und Viktor Hovland im Foursome mit 9&7.

 

US-Captain Keegan Bradley stellte sich demonstrativ hinter seinen Star. „Scottie wird in Ordnung sein. Wir geraten nicht in Panik“, betonte er gegenüber ESPN. Dennoch blieb die Erkenntnis, dass der vermeintliche Anführer des US-Teams an Tag eins nicht lieferte und Europa diese Schwäche gnadenlos ausnutzte.

Bradley setzt weiter auf Scheffler

Nach dem Zwischenstand von 5,5 : 2,5 zugunsten Europas wächst der Druck auf Scheffler. Der Ryder Cup 2025 zeigt einmal mehr, wie schwer es selbst den besten Spielern der Welt fällt, ihre individuelle Dominanz auf den einzigartigen Teamwettbewerb zu übertragen. Scheffler hat am Samstag in den Foursomes die nächste Chance auf den ersten Punktgewinn – wieder an der Seite von Henley.

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