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Das nächste Comeback: Nach langer Verletzungspause spielte Tiger Woods im Finale der TGL. | © James Gilbert/TGL/TGL Golf via Getty Images

„Ich versuche es“: Woods macht Hoffnung auf Comeback beim Masters

Es waren nur neun Schläge – und doch sorgten sie für maximale Aufmerksamkeit. Der kurze Auftritt von Tiger Woods im Finale der TGL hat die Diskussion um ein mögliches Comeback beim Masters (9. – 12. April 2026) neu entfacht. Beim Duell seines Teams Jupiter Links gegen den Los Angeles Golf Club kassierte der US-Superstar sportlich am Ende eine klare Niederlage. Woods sprach davon, dass sein Team „richtig vermöbelt“ worden sei und „überrollt“ wurde. Doch das Ergebnis rückte schnell in den Hintergrund. Viel wichtiger: Woods stand überhaupt wieder auf dem Platz – und jeder seiner Schläge wurde genau beobachtet.

Positives Signal Richtung Augusta

Mit Blick auf das Masters, das erste Major-Turnier des Jahres, das in zwei Wochen beginnt, bekam jede Bewegung zusätzliche Bedeutung. Vor allem Ballgeschwindigkeit und Länge lieferten Hinweise auf seinen aktuellen Zustand. Auf die Frage, ob sein Einsatz Rückschlüsse auf Augusta zulasse, blieb Woods vorsichtig. Sein Kommentar: „Wie ich gesagt habe: Ich versuche es.“ Gleichzeitig machte er deutlich, warum ein Comeback alles andere als selbstverständlich ist: „Dieser Körper erholt sich einfach nicht mehr so wie mit 24 oder 25.“

Zwischen Fortschritt und Realität

Woods arbeitet seit Monaten an seiner Rückkehr, nachdem er zuletzt mehrere schwere Verletzungen verkraften musste – darunter eine Achillessehnenruptur und eine Bandscheibenoperation im Oktober. Seitdem verläuft sein Weg zum Comeback mit Rückschlägen und Fortschritten. Seine Motivation ist dennoch ungebrochen: „Ich versuche es weiter. Ich will spielen. Ich liebe dieses Turnier.“ Diese Worte sind es, die aktuell für neue Hoffnung sorgen – in der gesamten Golfwelt. Lange schien ein Woods-Start beim Masters nahezu unmöglich, auch wegen der körperlichen Anforderungen des Platzes im Augusta National Golf Club.

Kurzer Auftritt, große Wirkung

Sein Einsatz in der TGL kam überraschend kurzfristig zustande. Erst wenige Stunden vor dem Match gab Woods bekannt, dass er spielen würde. Bereits sein erster Drive über knapp 250 Meter sorgte für Euphorie bei seinen Teamkollegen. Auch spielerisch konnte Woods immer mal wieder begeistern, etwa mit einem langen Putt, der ein Lochgewinn vorbereitete. Doch nicht alles gelang. Ein kurzer Putt verfehlte sein Ziel und leitete den klaren Sieg des Gegners ein. Am Ende setzte sich das Team um Justin Rose, Tommy Fleetwood und Sahith Theegala deutlich durch. Dennoch gehörte der Abend vor allem einem: Tiger Woods.

„Ein ganz anderer Rhythmus“

Physisch fühlt sich der 15-malige Major-Champion, so berichtete er es anschließend, grundsätzlich stabil, doch die Konstanz fehlt noch. Der ungewohnte Ablauf – in der TGL wird nur ein Schlag pro Loch gespielt – machte ihm zusätzlich zu schaffen. „Wenn man eine normale Golfrunde spielt ist das einfach ein ganz anderer Rhythmus“, sagt er. Trotzdem zieht er ein positives Fazit seines kurzen Comebacks. Der Spaß am Wettkampf ist zurück – und die Motivation sowieso. Sie war schließlich nie weg. 

Reicht es für Augusta?

Jetzt richtet sich der Blick nach Augusta. Woods steht – wie alle ehemaligen Sieger – weiterhin auf der offiziellen Teilnehmerliste. Ob er tatsächlich abschlagen wird, bleibt offen. Doch nach diesem kurzen, viel beachteten Auftritt scheint zumindest eines klar: Die Chancen auf seinen Start sind größer als noch vor ein paar Wochen. 

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