Schmid, Kaymer und Co. in München
DP World Tour: BMW International Open
Golfclub München Eichenried, Deutschland, 2. bis 5. Juli
Mit der BMW International Open endet diese Woche der European Swing der DP World Tour. Im Golfclub München Eichenried geht es dabei nicht nur um den Turniersieg, sondern auch um wichtige Startplätze, Bonuszahlungen und die Entscheidung im Swing-Ranking.
An der Spitze dieser Sonderwertung liegt derzeit der Spanier Eugenio Chacarra, der zuletzt in den Niederlanden und Italien zwei Turniere in Folge gewinnen konnte. Der Sieger des European Swing erhält einen Bonus in Höhe von 200.000 US-Dollar und einen Startplatz für alle Turniere der „Back 9“-Serie ab August. Auch im Kampf um weitere prestigeträchtige Startplätze fällt in München die Entscheidung. Der bestplatzierte, noch nicht qualifizierte Spieler der DP World Tour erhält ein Ticket für die Genesis Scottish Open.
Als Titelverteidiger kehrt Dan Brown nach München zurück. Der Engländer gewann im vergangenen Jahr mit einer fehlerfreien Schlussrunde und könnte nun Geschichte schreiben. Noch nie konnte ein Spieler seinen Titel bei der BMW International Open erfolgreich verteidigen. Das Teilnehmerfeld kann sich auch in diesem Jahr sehen lassen. Race-to-Dubai-Spitzenreiter Patrick Reed führt das internationale Aufgebot an. Mit Sergio Garcia, Danny Willett und Martin Kaymer sind zudem gleich vier Major-Sieger am Start. Insgesamt schlagen Spieler aus 31 Nationen ab, darunter elf Saisonsieger der DP World Tour.
Aus deutscher Sicht ruhen die Hoffnungen unter anderem auf Freddy Schott, der gemeinsam mit zwölf weiteren deutschen Profis vor heimischem Publikum antritt. Besondere Aufmerksamkeit erhält auch Martin Kaymer: Der einzige deutsche Sieger der Turniergeschichte gewann die BMW International Open 2008 und zählt weiterhin zu den bekanntesten Gesichtern des deutschen Golfsports. Die weiteren deutschen Starter sind Nicolai von Dellingshausen, Marcel Siem, Thomas Schmidt, Finn Kölle, Jannik de Bruyn, Thomas Rosenmüller, Matti Schmid, Dominic Foos, Marcel Schneider, Yannik Paul und Maximilian Kieffer.
Schmid zählt dabei zu den Top-Favoriten auf den Sieg in München. Der Spieler des Elite Teams Germany aus dem GC Herzogenaurach sorgte Mitte Mai mit einem geteilten vierten Rang bei der PGA Championship für ein sportliches Ausrufezeichen und wurde im vergangenen Jahr geteilter Siebter bei der BMW International Open. Die Nummer 80 der Welt darf sich also berechtigte Hoffnungen auf eine weitere erfolgreiche Woche vor heimischem Publikum machen.
Seit ihrer Premiere im Jahr 1989 gehört die BMW International Open fest zum Kalender der DP World Tour. Bis auf das Corona-Jahr 2020 wurde das Turnier jährlich ausgetragen und ist bis heute die einzige Veranstaltung der Tour, die seit ihrer Gründung ununterbrochen denselben Titelsponsor besitzt. Rekordsieger sind Paul Azinger, Thomas Bjørn, Pablo Larrazábal und Henrik Stenson mit jeweils zwei Erfolgen.
Auch abseits des sportlichen Geschehens setzt das Turnier ein Zeichen. Im Rahmen der Initiative „Eagles for Education“ unterstützt BMW erneut die Philipp Lahm Stiftung für Sport und Bildung. Für jedes während des Turniers erzielte Eagle spendet der Automobilhersteller 1.000 Euro an die Stiftung. Im vergangenen Jahr kamen auf diese Weise 73.000 Euro zusammen, wozu auch ein Eagle des späteren Siegers Dan Brown beitrug.
Major: US Senior Open Championship
Scioto Country Club, Ohio, 2. bis 5. Juli
Mit der US Senior Open steht diese Woche das dritte Major der Saison auf der PGA Tour Champions an. Der traditionsreiche Scioto Country Club in Columbus, Ohio, ist der Austragungsort, an dem sich ein hochklassiges Feld aus 156 Spielern um die Francis D. Ouimet Memorial Trophy misst.
Als Titelverteidiger reist Padraig Harrington an. Der Ire gewann die US Senior Open bereits 2022 und zuletzt 2025 und könnte nun seinen dritten Titel holen. Die Aufgabe wird allerdings alles andere als einfach. Mit Stewart Cink, Ernie Els, Steve Stricker, Vijay Singh, Miguel Ángel Jiménez, Ian Poulter, Henrik Stenson und weiteren ehemaligen Weltklassespielern wartet starke Konkurrenz.
Besonders Stewart Cink zählt zu den Topfavoriten. Der US-Amerikaner unterlag Harrington im vergangenen Jahr nur um einen Schlag und gewann in dieser Saison bereits die ersten beiden Senior-Majors, die Senior PGA Championship und die Regions Tradition. Auch bei den Buchmachern gilt Cink als Favorit auf den Titel.
Der Scioto Country Club zählt zu den geschichtsträchtigsten Austragungsorten im amerikanischen Golfsport. Der von Donald Ross entworfene Platz wurde 1916 eröffnet und war unter anderem Schauplatz der US Open 1926, des Ryder Cups 1931 sowie bereits zweier US Senior Opens. 1986 triumphierte Dale Douglass, 2016 setzte sich Gene Sauers durch. Zudem lernte Golflegende Jack Nicklaus auf diesem Platz das Golfspielen.
Die US Senior Open wurde 1980 erstmals ausgetragen und zählt heute zu den fünf Major-Turnieren der PGA Tour Champions. Zu den mehrfachen Siegern gehören Arnold Palmer, Gary Player, Jack Nicklaus, Hale Irwin und Bernhard Langer. Mit seinem Erfolg im Jahr 2023 wurde Langer im Alter von 65 Jahren zum ältesten Sieger der Turniergeschichte. In diesem Jahr ist der Rekordsieger der PGA Tour Champions jedoch nicht am Start. Dafür haben sich Alex Cejka und Thomas Gögele qualifiziert.
Ladies European Tour: Hulencourt Womens Open
Hulencourt, Belgien, 2. bis 5. Juli
In dieser Woche macht die Ladies European Tour Station in Belgien. Im Hulencourt Golf Club südlich von Brüssel findet die zweite Ausgabe der Hulencourt Womens Open statt. Nach ihrem emotionalen Premierensieg auf der LET bei der Tipsport Czech Ladies Open reist Noora Komulainen mit viel Selbstvertrauen nach Belgien. Die Finnin hatte sich ihren ersten Tour-Erfolg erst im Stechen gesichert.
Als Titelverteidigerin geht Darcey Harry an den Start. Die Waliserin feierte im vergangenen Jahr in Hulencourt ihren ersten Sieg auf der Ladies European Tour und gewann mit drei Schlägen Vorsprung. Nun möchte die 23-Jährige ihren Erfolg auf dem Par-72-Kurs „Le Vallon” wiederholen.
Zum Teilnehmerfeld gehören zudem drei ehemalige Gewinnerinnen der Order of Merit: Georgia Hall, Trichat Cheenglab und Shannon Tan. Hall setzt nach der Geburt ihres Sohnes Anfang des Jahres ihre Rückkehr auf die Tour fort, während Tan zuletzt bei der KPMG Womens PGA Championship den Cut schaffte.
Mit Aditi Ashok kehrt eine weitere prominente Spielerin auf die LET zurück. Die Inderin, die bereits fünf Turniersiege auf der Tour gefeiert hat, nutzt das Turnier als Vorbereitung auf die kommende Amundi Evian Championship, das vierte Major des Jahres.
In der Jahreswertung ist Kelsey Bennett die am höchsten platzierte Teilnehmerin. Die Australierin liegt nach ihrem Sieg bei der Australian Womens Classic auf Rang drei der Order of Merit. Die beiden Führenden, Casandra Alexander und Agathe Laisné, verzichten hingegen auf einen Start in Belgien.
Mit Patricia Schmidt, Celina Sattelkau, Sophie Witt, Verena Gimmy und Chiara Noja sind fünf deutsche Spielerinnen am Start. Schmidt hat beste Erinnerungen an das Austragungsland. 2023 gewann sie dort ihren bislang einzigen LET-Titel.
PGA Tour: John Deere Classic
TPC Deere Run, Illinois, 2. bis 5. Juli
Mit der John Deere Classic startet die PGA Tour in den Juli – und für eines der größten Talente des Golfsports beginnt gleichzeitig ein neues Kapitel. Jackson Koivun gibt im TPC Deere Run sein Debüt als Profi und steht dabei sofort im Fokus des Turniers in Illinois.
Der 20-Jährige hatte sich bereits im vergangenen Jahr über das PGA Tour University Accelerated Program die Tourkarte gesichert, entschied sich jedoch zunächst, seine College-Karriere an der Auburn University zu beenden. Dort führte er sein Team in diesem Frühjahr zum zweiten NCAA-Titel innerhalb von drei Jahren und sammelte in nur drei College-Saisons insgesamt elf Siege. Auch auf der PGA Tour wusste Koivun als Amateur zu überzeugen – unter anderem mit Rang elf bei der John Deere Classic 2025 sowie Top-Ten-Ergebnissen bei der Isco Championship, der Wyndham Championship und der Procore Championship. Zuletzt sorgte er mit Platz 23 bei der US Open für Aufsehen.
Jordan Spieth bringt dagegen Erfahrung mit. Der dreimalige Major-Sieger feierte 2013 im Alter von nur 19 Jahren bei der John Deere Classic seinen ersten Sieg auf der PGA Tour und gewann das Turnier zwei Jahre später erneut. Nach einer längeren Pause kehrt Spieth nun an einen seiner erfolgreichsten Austragungsorte zurück.
Gespielt wird erneut im TPC Deere Run, einem Par-71-Kurs mit 6.700 Metern, der seit dem Jahr 2000 Gastgeber des Turniers ist. Die Anlage gilt als birdiefreundlich, bietet aber zahlreiche Risk-Reward-Situationen und markante Höhenunterschiede. Für 2026 wurde insbesondere die vierte Bahn deutlich verändert. Nach der Entfernung des berühmten „Hewitt Tree” entstanden neue Fairwaybunker und eine weiter hinten liegende Abschlagbox. Dadurch ist das Par 4 um knapp 35 Meter länger geworden und dürfte künftig deutlich anspruchsvoller zu spielen sein.
Mit Stephan Jäger und Jeremy Paul sind auch zwei Spieler aus dem Elite Team Germany dabei. Jäger spielte zuletzt 2023 hier und erreichte die Top 15. Paul spielt zum zweiten Mal in Folge mit. Formtechnisch hatte Jäger zuletzt durchaus überzeugt. Bei seinen vergangenen drei Starts auf der PGA Tour erreichte er zweimal die Top 20.
Weitere Turniere mit deutscher Beteiligung:
HotelPlanner Tour: Le Vaudreuil Golf Challenge
Golf PGA France du Vaudreuil, Frankreich, 2. bis 5. Juli
Marc Hammer, Anton Albers, Nick Bachem, Hurly Long, Jannik de Bruyn, Alexander Knappe, Jan Schneider, Linus Lang, Christian Bräunig, Michael Hirmer und Philipp Katich
LET Access Series: Swedish Strokeplay
Golf Uppsala Soderby, Schweden, 1. bis 3. Juli
Leonie Wulfers, Hanna Tauber, Chiara Horder, Lisa Marie Schumacher, Kimberley Sommer und Theresa De Bochdanovits







