Linksliebe & Formstärke: Diese Spielerinnen könnten überraschen
Favoritinnen für eine Open zu benennen, ist schwieriger als bei jedem anderen Turnier. Denn auf Linksplätzen wie in Royal Porthcawl, gelegen an der rauen walisischen Küste, kann das Wetter je nach Startzeit eine entscheidende Rolle spielen. Auch deshalb zählt die Womens Open zu den anspruchsvollsten und prestigeträchtigsten Turnieren im Damengolf.
Neben den großen Namen wie Jeeno Thitikul, Nelly Korda, Minjee Lee, Lydia Ko oder Englands Supertalent Lottie Woad lohnt sich ein Blick auf Spielerinnen, die vielleicht nicht ganz oben auf der Liste der Favoritinnen stehen – aber dennoch das Potenzial haben, für eine Überraschung zu sorgen. Diese fünf Golferinnen könnten in Wales groß aufspielen:
Lauren Coughlin (USA)
Die Amerikanerin hat 2024 mit ihrem Sieg in Schottland bewiesen, dass sie Linksgolf beherrscht. Ihre starke Saison, inklusive überzeugendem Solheim-Cup-Debüt, setzte sie 2025 mit vier Top-10-Ergebnissen fort. Zuletzt beendete sie ihre Titelverteidigung bei der Womens Scottish Open mit einer beeindruckenden 67 auf Rang zehn. Ihre Form stimmt – und das Timing ebenfalls.
CME Race to the Globe: Platz 22
Rolex World Ranking: Platz 14
Esther Henseleit (GER)
Die Hamburgerin aus dem Elite Team Germany fühlt sich auf Linksplätzen traditionell wohl. Bei der Open im Vorjahr in St. Andrews war sie nur eine starke Finalrunde von einer Top-Platzierung entfernt. Bereits zuvor überzeugte sie mit Rang zwei bei der Generalprobe in Schottland. Seit März hat Henseleit keinen Cut mehr verpasst – ihre Konstanz, Erfahrung mit dem britischen Wind und Stabilität machen sie zur ernstzunehmenden Kandidatin.
CME Race to the Globe: Platz 28
Rolex World Ranking: Platz 22
Hye-Jin Choi (KOR)
Ein Blick auf ihre Ergebnisse zeigt: Der geteilte 14. Platz bei der Evian Championship war zuletzt eher die Ausnahme. In negativer Hinsicht. Denn seit Mai sammelt die 25-Jährige konstant Top-Platzierungen. Mit bereits 26 Top-10-Finishes in ihrer Karriere fehlt ihr nur noch ein Sieg – vielleicht gelingt ihr der große Wurf ausgerechnet bei der AIG Womens Open.
CME Race to the Globe: Platz 9
Rolex World Ranking: Platz 21
Ariya Jutanugarn (THA)
Mit zwölf Tour-Siegen und zwei Majors gehört die Thailänderin zu den routiniertesten Spielerinnen im Feld. 2016 gewann sie bereits die Womens Open – wenn auch nicht auf einem Küstenplatz. Aktuell präsentiert sich Jutanugarn in starker Form: Sechs Top-10-Platzierungen in den letzten acht Starts, zuletzt zwei in Serie in Frankreich und Schottland, sprechen eine klare Sprache.
CME Race to the Globe: Platz 14
Rolex World Ranking: Platz 18
Georgia Hall (ENG)
Ihre Saison war bislang durchwachsen – ein geteilter neunter Platz in Thailand im Februar bleibt ihr bisher bestes Ergebnis. Doch Hall bringt viel Erfahrung auf Linksplätzen mit: Die Siegerin der Open 2018 hat darüber hinaus zwei weitere Podiumsplätze bei diesem Turnier gesammelt und seit acht Jahren keinen Cut verpasst. Trotz Formschwankungen bleibt sie gefährlich – nicht zuletzt mit neuem Schwung dank privatem Glück nach der Verlobung mit Golfprofi Paul Dunne.
CME Race to the Globe: Platz 114
Rolex World Ranking: Platz 117









