Schiergen holt ersten Profi-Titel
Dass zwei Deutsche den Titel bei der Mono Gelpenberg Open 2026 unter sich ausmachen würden, wurde im Verlauf der Finalrunde immer deutlicher. Philipp Macionga und Laurenz Schiergen konnten sich in der entscheidenden Phase im malerischen Drentse Golfclub De Gelpenberg vom restlichen Feld distanzieren – und lieferten sich ein packendes Duell um den Titel, das bis zum letzten Schlag spannend blieb.
Philipp Macionga aus dem National Team Germany, der in der vorletzten Gruppe unterwegs war, konnte mit einer 67 sein Gesamtergebnis zunächst auf -13 verbessern und hielt für einen Moment die Führung im Clubhaus. Doch Schiergen behielt die Nerven und erkämpfte sich auf der 18 das siegbringende Par. Nach einer finalen 66 mit vier Birdies auf den zweiten Neun kam er bei insgesamt 14 unter Par und mit einem Schlag Vorsprung ins Ziel.
Spannender als erwartet
„Als ich auf dem Fairway der 18. Bahn stand, wusste ich, dass ich den Ball nur aufs Grün bringen muss und zwei Putts dann reichen“, schilderte der 25-Jährige, der für die University of Houston College-Golf spielte, die entscheidenden Momente. „Dann habe ich es etwas spannender gemacht als erhofft.“ Seine Annäherung geriet kürzer als geplant, was den Weg zum ersehnten Par noch einmal erschwerte. Doch Schiergen blieb nervenstark, brachte den Ball mit zwei Putts sicher im Loch unter und freute sich über seine Titelpremiere auf der Pro Golf Tour.
„Es fühlt sich wirklich super an“, freute sich der Turniersieger. „Gerade bin ich noch etwas sprachlos. Man macht sich natürlich Gedanken dahingehend, aber wenn es dann so weit ist, ist es doch noch mal etwas anderes. Vor allem, weil ich mit der bisherigen Saison sehr unzufrieden war. Mein letzter Sieg ist lange her, deshalb versuche ich jetzt umso mehr, das Ganze zu genießen.“
Bereits in der vergangenen Woche deutete sich mit einem geteilten neunten Platz bei der Staan Open an, dass es mit der Form nach zuvor vielen verpassten Cuts in die gewünschte Richtung ging. „Ich glaube, das ganze Jahr habe ich zu viel versucht, darüber nachzudenken, wie ich Golf spielen soll, anstatt einfach rauszugehen und Golf zu spielen“, analysierte der Playing Pro vom GC Hösel. „Nach dem Turnier in der Schweiz habe ich die Pause genutzt, um einfach nur Golf spielen zu gehen. Klar habe ich auf der Range am Schwung gearbeitet, aber sobald ich auf dem Golfplatz war, habe ich einfach nur Golf gespielt. Das scheint sich ausgezahlt zu haben.“
Schmitt und Eisenbeis geteilte Dritte
Zu einem überragenden deutschen Gesamtergebnis trugen auch Max Schmitt und Frederik Eisenbeis bei, die das gastspiel im Norden der Niederlande auf dem geteilten dritten Rang beendeten.
In der Order of Merit geht es für Schiergen auf den 20. Rang nach vorne. In Führung bleibt Dario Antonisse (Niederlande), Philipp Macionga klettert auf Rang zwei. Die Top fünf komplettieren Mauro Gilardi (Schweiz), Kristof Ulenaers (Belgien) und Nicolas Horder (Deutschland).
Kommende Woche steht mit der Stippelberg Open 2026 im Golfbaan Stippelberg (25. bis 27. August) die dritte und letzte Station des Dutch Swing auf dem Programm. Im vierten Jahr in Folge geht es für die Asse der Pro Golf Tour bei den drei Turnieren in den Niederlanden um einen Startplatz bei der KLM Open (DP World Tour) in der kommenden Saison, den sich der Gewinner der Sonderwertung sichert.







