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Sollten LIV-Spieler wieder auf der PGA Tour antreten dürfen? An Rory McIlroy würde es nicht scheitern
Sollten LIV-Spieler wieder auf der PGA Tour antreten dürfen? An Rory McIlroy würde es nicht scheitern | © golfsupport.nl/Rich Graessle/ism

McIlroy offen für LIV-Rückkehrer

Rory McIlroy hat sich offen für eine Rückkehr von Spielern der LIV Golf League auf die PGA Tour gezeigt – und das ohne zusätzliche Strafen. In der Sendung „Stick To Football“ erklärte der vierfache Major-Sieger, dass viele Akteure ihre Konsequenzen für den Wechsel zur Saudi-finanzierten Liga bereits getragen hätten.

 

Spieler wie Bryson DeChambeau hätten zwar finanziell profitiert, zugleich aber auch Reputationsverluste und sportliche Einschränkungen in Kauf nehmen müssen, so McIlroy. Sollte eine Rückkehr einzelner LIV-Profis die PGA Tour insgesamt stärken, hätte er persönlich kein Problem damit. Die Entscheidung liege jedoch nicht bei Einzelpersonen, sondern bei der gesamten Spielerschaft der Tour.

 

Die Aussagen fallen in eine Phase anhaltender Unsicherheit. DeChambeau verhandelt Berichten zufolge noch über seinen nächsten LIV-Vertrag für die Saison 2026. Brooks Koepka, der 2022 zur LIV gewechselt war, kündigte zuletzt an, künftig nicht mehr für die Liga anzutreten. Ein Pfad für eine Rückkehr auf die PGA Tour für den fünfmaligen Major-Champion existiert bislang nicht. Koepka könnte in der kommenden Saison jedoch auf jeder anderen Tour sowie bei den Major-Turnieren antreten. 

Kurzfristige Lösung schwer vorstellbar

McIlroy betonte, dass eine kurzfristige Lösung im Konflikt zwischen den Touren schwer vorstellbar sei. Dennoch zeigte er sich zuversichtlich, dass der Golfsport in den kommenden zwei bis drei Jahren wieder zusammenfinden könnte. Auch hier liege die Verantwortung letztlich bei den Spielern selbst.

 

Zugleich äußerte McIlroy Zweifel an der langfristigen Tragfähigkeit von LIV Golf. Trotz enormer Investitionen sei es der Liga bislang nicht gelungen, eine eigene Identität zu entwickeln oder nachhaltig Begeisterung zu erzeugen. Die Anpassung an bestehende Formate, etwa durch den Wechsel von 54 auf 72 Löcher zur Erlangung von Weltranglistenpunkten, stelle für ihn die Frage nach dem tatsächlichen Mehrwert – abgesehen vom finanziellen Aspekt.

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