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Matti Schmid freut sich auf Augusta, Wyndham Clark siegt in Texas (Archiv)
Matti Schmid freut sich auf Augusta, Wyndham Clark siegt in Texas (Archiv) | © golfsupport.nl

Clark siegt, LIV wankt und Schmid debütiert

Er war Major-Sieger, Ryder-Cup-Star und wollte noch viel mehr. Doch Wyndham Clark hat in der jüngeren Vergangenheit vor allem abseits des Platzes eher unschöne Schlagzeilen produziert. Besonders in Erinnerung blieb sein Ausraster bei der US Open 2025 in Oakmont, als er nach dem verpassten Cut mehrere historische Spinde im Clubhaus beschädigte und daraufhin vom traditionsreichen Club verbannt wurde. Zudem hatte Clark bei der PGA Championship im vergangenen Jahr im Frust einen Schläger geworfen, der beinahe einen Volunteer traf. Auch sportlich lief es zuletzt nicht rund: In der Weltrangliste war der Amerikaner bis auf Rang 75 zurückgefallen.

 

Umso emotionaler fiel seine Reaktion nach dem Triumph beim CJ Cup Byron Nelson in Texas aus. Nach seiner spektakulären Schlussrunde von 60 Schlägen erklärte der 32-Jährige: „Das Beste an einem solchen Absturz ist das Comeback.“ Mit dem Erfolg sicherte sich Clark nicht nur 1,854 Millionen Dollar Preisgeld und Starts bei den verbleibenden Signature Events, sondern kehrte auch wieder in die Top 50 der Weltrangliste zurück.

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Schmid nach Augusta, Chacarra bricht Stechen ab

Während Stephan Jäger in Texas erneut zu überzeugen wusste, verpasste Matti Schmid nach seiner Gala bei der PGA Championship den Cut. Dennoch dürfte die Stimmung beim Spieler aus dem Elite Team Germany weiterhin hervorragend sein – vor allem, nachdem Schmid erfahren hatte, dass sein starkes Ergebnis beim Major in Pennsylvania eine Einladung zum Masters zur Folge hat. „Mir fehlen wirklich die Worte“, schrieb er auf Instagram. Für den 27-Jährigen steht damit im April kommenden Jahres die Premiere in Augusta National an.

 

Aktuell laufen die Qualifikationsturniere für die anstehenden US Open in Shinnecock Hills. Für Eugenio Chacarra endete das Qualifying in Dallas mit einer ungewöhnlichen Entscheidung. Der ehemalige LIV-Golf-Spieler hatte sich zunächst in ein Stechen um den letzten verfügbaren Startplatz gespielt, verzichtete anschließend jedoch freiwillig auf die Chance für einen Start in Shinnecock Hills. Stattdessen verließ der Spanier die Anlage vorzeitig, um rechtzeitig seinen Flug nach Belgien zum Soudal Open auf der DP World Tour zu erreichen.

 

Chacarra erklärte später, die langfristige Perspektive habe für ihn Vorrang gehabt. Der 26-Jährige kämpft aktuell um eine PGA-Tour-Karte über die Race-to-Dubai-Wertung und wollte optimal vorbereitet in die wichtige Turnierwoche starten. In Belgien teilte er beim Sieg des Südafrikaners Richard Sterne schließlich Rang 22.

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LIV Golf steht auf der Kippe

Chacarras ehemaliger Arbeitgeber, die LIV Golf League, kämpft derweil weiter um ihre Zukunft. Laut US-Medien prüft die Liga inzwischen sogar mögliche Insolvenz-Szenarien und sucht gleichzeitig nach frischem Kapital in Höhe von rund 250 Millionen Dollar. Hintergrund ist unter anderem der angekündigte Rückzug des saudischen Staatsfonds PIF nach der Saison 2026. Während LIV laut Bloomberg bereits über eine mögliche Verlagerung des Firmensitzes in die USA nachdenkt, um von günstigeren Restrukturierungsregeln zu profitieren, sollen sich Berater mehrerer Spieler laut Golf Digest bereits nach Rückkehrmöglichkeiten zur PGA Tour erkundigt haben. Trotz der wirtschaftlichen Unsicherheit läuft der Spielbetrieb zunächst regulär weiter.

 

Die PGA Tour steht hingegen offenbar vor dem größten Umbau seit Jahren. Wie das „Sports Business Journal“ berichtet, plant die Tour ab 2027 eine neue Struktur mit zwei unterschiedlichen Ebenen. Im Mittelpunkt soll ein Premium-Kalender mit insgesamt 23 Top-Events stehen – darunter 16 hochklassige PGA-Tour-Turniere, die drei FedExCup-Playoffs sowie die vier Majors. Anders als bei den bisherigen Signature Events sollen die Teilnehmerfelder künftig wieder deutlich größer ausfallen. Parallel dazu prüft die Tour neue Austragungsorte in wirtschaftlich attraktiven Großstädten wie Boston, Seattle oder San Francisco.

Tauber-Sieg und Cejka mit Top-Ergebnis

Auch in dieser Woche darf sich Golf-Deutschland über einen deutschen Titel freuen: Hanna Tauber hat bei der Allegria Stegersbach Ladies Open in Österreich ihren ersten Sieg auf der LET Access Series gefeiert. Die 21-Jährige aus dem GC Hubbelrath setzte sich nach drei konstanten 69er-Runden mit insgesamt drei unter Par durch und durfte trotz zweier später Bogeys auf den Schlusslöchern jubeln. „Ich bin überwältigt und habe es noch gar nicht realisiert“, erklärte Tauber nach ihrem Premierenerfolg. Lisa Marie Schumacher komplettierte das starke deutsche Ergebnis mit einem geteilten dritten Rang.

 

Alex Cejka hat bei der Trophy Hassan II auf der PGA Tour Champions erneut seine starke Form unter Beweis gestellt. Der 55-Jährige spielte sich im Royal Golf Dar Es Salam mit einem Gesamtergebnis von acht unter Par auf den geteilten vierten Rang und behauptete damit auch im Schwab Cup einen Platz in der Spitzengruppe. Der Sieg in Marokko ging an den Australier Scott Hend.

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