Bradleys emotionaler Heimsieg, Drama um Fleetwood
Keegan Bradley hat bei der Travelers Championship für ein Finale mit großen Emotionen gesorgt – und sich zum zweiten Mal in drei Jahren den Titel gesichert. Der US-Amerikaner lochte am 18. Grün nervenstark einen kurzen Birdie-Putt zum Sieg ein und beendete das Signature Event bei 15 unter Par. Tommy Fleetwood, der auf dem Fairway der 18. Bahn (Par 4) noch einen Schlag Vorsprung hatte, um seinen ersten PGA-Tour-Titel zu gewinnen, unterlief auf ein Bogey – er fiel auf -14 zurück und musste zusehen, wie Bradley triumphierte.
Der Kapitän des US-Ryder-Cup-Teams genoss den Moment. „Ich konnte es kaum glauben. So habe ich mir das als Kind immer vorgestellt“, sagte Bradley nach seinem siebten Sieg auf der PGA Tour vor heimischem Publikum und begleitet von „U-S-A!“-Rufen. Stichwort Ryder Cup: Durch den Sieg klettert Bradley in der Weltrangliste auf Position sieben – und hat beste Chancen sich als Spieler für sein eigenes Team zu qualifizieren.
Fleetwoods Serie hält an
Fleetwood bleibt damit der Titel auf US-Boden weiterhin verwehrt. In Führung liegend ging der Engländer auf die letzten drei Löcher, war nach 15 Bahnen zwei Schläge vorne – und verpasste am Ende nicht nur den Sieg, sondern auch das Stechen. Ein verzogener Annäherungsschlag und ein verfehltes Up-and-down vom Grünrand sorgten für das Ende des Traums von der Titelpremiere. Es war Fleetwoods 42. Top-10-Ergebnis auf der PGA Tour – ohne Sieg.
„Ich war schon lange nicht mehr in so einer Situation“, kommentierte Fleetwood. „Das ist wahrscheinlich die bitterste Art, das Turnier zu beenden. Mit zwei Schlägen Vorsprung auf die letzten drei Löcher gehen. Mit einem Schlag Vorsprung auf die 18 – und dann nicht einmal ins Stechen kommen. Schlimmer kann es kaum laufen.“
Russell Henley komplettierte das Spitzentrio. Mit einer 69, gekrönt von einem spektakulären Chip-in-Birdie an der 18, zog er mit Fleetwood auf Position zwei gleich.
Scheffler und McIlroy mit Endspurt
Auch im restlichen Feld gab es starke Auftritte: Scottie Scheffler und Rory McIlroy beendeten das Turnier mit Runden von 65 Schlägen und teilten Platz sechs bei -12. Harris English und Jason Day (beide -13) reihten sich auf Rang vier ein.
Die Bedingungen waren trotz Hitze und Startverzögerungen durch Gewitter ideal für tiefe Ergebnisse: weiche Grüns, kaum Wind, viele Chancen. Stephan Jäger aus dem Elite Team Germany beendete das mit 20 Millionen Dollar dotierte Turnier auf dem 34. Rang der 72 Starter. Matti Schmid musste am Sonntag krankheitsbedingt aufgeben.








