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Leidet seit seiner Gehirnoperation 2023 unter posttraumatischen Belastungssymptomen: Gary Woodland. | © golfsupport.nl/Leslie Plaza Johnson/ism

Angst vor Bedrohung: Woodlands Kämpfe im Kopf

Noch vor wenigen Monaten war an einen normalen Turnieralltag für Gary Woodland kaum zu denken. Heute wirkt der Amerikaner auf der PGA Tour deutlich stabiler – sportlich und mental. Doch der Weg zurück zur alten Verfassung ist alles andere als selbstverständlich, wie das Masters in Augusta kürzlich gezeigt hat. Woodland kämpft noch immer mit den Folgen seiner Gehirnoperation aus dem Jahr 2023. Damals hatten Ärzte einen Tumor in jenem Bereich entfernt, der für Angst- und Stressreaktionen zuständig ist. Seitdem leidet der 41-Jährige unter posttraumatischen Belastungssymptomen, insbesondere unter ständiger Alarmbereitschaft.

Mentale Herausforderungen beim Masters

Die besondere Atmosphäre beim Masters – enge Zuschauerbereiche, große Menschenmengen – stellte ihn vor enorme Herausforderungen. „Ich musste lernen, auszusprechen, was ich fühle und was ich brauche“, erklärt Woodland im Vorfeld der Cadillac Championship. Das habe ihm die Woche in Augusta abverlangt – eine hilfreiche Erfahrung, betont er.

Sprung im Ranking: Von Platz 125 auf Rang 45

Sportlich zeigte sich dieser Fortschritt ebenfalls: Mit einer 66er-Schlussrunde arbeitete er sich noch auf Rang 33 vor – seine beste Masters-Runde überhaupt. Nur eine Woche später folgte ein geteilter achter Platz bei der RBC Heritage, nachdem er bereits im März das Turnier in Houston gewonnen hatte. Diese Ergebnisse spiegeln sich auch in der Weltrangliste wider: Woodland verbesserte sich von Platz 125 (Jahresende 2025) auf aktuell Rang 45.

Enge Zusammenarbeit mit Sicherheitsabteilung der PGA Tour

Doch hinter den ermutigenden Zahlen stehen nach wie vor intensive innere Kämpfe, die Woodland austrägt. Beim Sieg in Houston spielte er die letzten neun Löcher nach eigener Aussage mit dem Gefühl, bedroht zu werden. Auch deshalb kooperiert er eng mit der Sicherheitsabteilung der PGA Tour. Nach dem Masters analysierte Woodland gemeinsam mit den Verantwortlichen, welche Situationen für ihn schwierig waren – und welche Maßnahmen künftig helfen können. In Augusta wurden daraufhin Sicherheitskräfte gezielt näher an ihn positioniert, insbesondere an den Abschlägen.

Abgrenzungen von den Fans

Auch bei den folgenden Turnieren setzt Woodland auf diese Unterstützung. Regelmäßige Gespräche mit der Tour-Security gehören inzwischen zu seiner Routine. Besonders wichtig ist für ihn, sich auf dem Platz sicher zu fühlen – durch Abgrenzungen von den Zuschauern oder sichtbare Orientierungspunkte hinter dem Abschlag. Beim aktuellen Turnier in Doral rechnet Woodland mit einer deutlich entspannteren Woche. „Hier ist es für mich definitiv einfacher als beim Masters“, sagt er. Die Rahmenbedingungen geben ihm Sicherheit und ermöglichen es ihm, sich wieder stärker auf das Spiel zu konzentrieren. Auf seinem Weg zurück dürfte das ein wichtiger Schritt sein. 

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