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Esther Henseleit fühlt sich bei typisch schottischem Wetter wohl. | © LET

Henseleit startet stark in Schottland

Esther Henseleit ist mit einer 70 (−2) erfolgreich in die ISPS Handa Womens Scottish Open gestartet. Die 27-Jährige spielte sich auf dem windanfälligen Dundonald Links in Ayrshire mit einer fehlerarmen Runde und einigen Glanzmomenten auf den geteilten fünften Platz. Die Führung nach dem ersten Tag teilen sich die Südkoreanerin Jenny Shin und die Titelverteidigerin Lauren Coughlin aus den USA mit jeweils 66 Schlägen (sechs unter Par).

 

Henseleit erwischte einen soliden Start mit zwei Pars, ehe sie auf dem Par 5 der dritten Bahn für das erste Highlight sorgte. Nach einem Drive und einem Eisen 5 lochte sie ihren rund sechs Meter langen Eagle-Putt und spielte sich erstmals unter Par. Ein Birdie an der siebten Bahn brachte sie auf drei unter Par, ein Bogey an der achten Bahn bedeutete den Zwischenstand von 34 Schlägen zur Halbzeit.

 

Auf den Back Nine blieb die Olympiasilbermedaillengewinnerin zunächst fehlerfrei, ehe sie an Bahn 13 mit einem eingelochten Chip zum Birdie erneut auf drei unter Par kam. Erst ein Bogey auf dem abschließenden Par 5 verhinderte eine noch bessere Ausgangsposition „Insgesamt war es ein ziemlich guter Tag“, sagte Henseleit nach ihrer Runde. „Es ist wirklich schwer, Fairways und Grüns zu treffen. Ich habe sehr solide gespielt und hatte mit dem Eagle an der Drei und dem Chip-in an der 13 ein paar echte Highlights.“

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Echte Links-Bedingungen

Die Deutsche zeigte sich besonders zufrieden mit den Bedingungen auf dem traditionsreichen Linksplatz. Im Vergleich zu den regenreichen Vorjahren präsentierte sich Dundonald Links in diesem Jahr schnell und hart. „Dieses Jahr fühlt es sich wie echtes Links-Golf an“, erklärte Henseleit. „Der Platz ist schnell und fest, dazu weht genau der richtige Wind. Man kann seine Schläge noch planen, muss aber bei jedem Schlag gut nachdenken.“

 

Dass sich die Spielerin des Elite Team Germany auf solchen Plätzen wohlfühlt, überrascht kaum. Bereits 2023 wurde sie bei der Scottish Open Zweite und knüpfte nun an diese guten Erinnerungen an. „Ich bin mit viel Wind aufgewachsen, daher ist Ballkontrolle eine meiner größten Stärken“, sagte sie. „Beim Links-Golf kommt es genau darauf an. Außerdem mag ich es, rund ums Grün kreativ zu sein. Als Europäerin spielt man einfach häufiger auf solchen Plätzen.“

 

Zur Vorbereitung war Henseleit einige Tage früher nach Schottland gereist und hatte unter anderem auf den berühmten Plätzen von Royal Troon und Turnberry gespielt. Am Freitag geht das Turnier mit der zweiten Runde weiter. Nach 36 Löchern schaffen die besten 65 Spielerinnen einschließlich Schlaggleicher den Cut. Mit ihrem gelungenen Auftakt hat sich Henseleit dafür eine vielversprechende Ausgangsposition erarbeitet.

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