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Wie früher auf dem Tenniscourt: Andy Murray feiert einen grandiosen Schlag – allerdings mit dem Golfschläger. | © Callaway Golf

Von Wimbledon nach St. Andrews: Murrays Traum von der Open

Als Tennisprofi hat Andy Murray fast alles erreicht, wovon ein Sportler träumt. Er hat zweimal Wimbledon gewonnen, dazu die US Open, Olympiagold und 43 weitere ATP-Titel. 41 Wochen lang führte er als Nummer eins die Weltrangliste an – in einer Zeit, in der seine größten Kontrahenten Novak Djokovic, Rafael Nadal und Roger Federer hießen. Jetzt hat Murray ein neues Ziel: Er will Golfprofi werden, Handicap null erreichen und es in die Vorqualifikation für die Open Championship schaffen. „Ein paar meiner Freunde haben das gemacht. Keiner hat es bisher in die Qualifikation geschafft. In ein paar Jahren will ich es versuchen“, erzählt Murray in einem Video (s.u.).

Putt zum Eagle

Kürzlich spielte Murray zum ersten Mal die Bahnen 16, 17 und 18 auf dem Old Course von St. Andrews – als Vorbereitung auf die Alfred Dunhill Links Championship (2. – 5. Oktober 2025) am kommenden Wochenende, wo er im Pro-Am-Format an den Start gehen wird. Die Generalprobe verlief durchaus vielversprechend: Auf der letzten Bahn lochte er einen Putt aus langer Distanz zum Eagle.
 

Murray hat seine Begeisterung für das Golfspiel nach dem Ende seiner Karriere als Tennisprofi zunehmend intensiviert. „Unter der Woche spiele ich viel, am Wochenende bin ich wegen der Kinder zuhause“, erzählt er. Das Training liebt er besonders: „Ich könnte drei oder vier Stunden auf der Driving Range verbringen.“ Seit rund einem Jahr nimmt er Unterricht, was viel verändert. „Es macht einen riesigen Unterschied. Ich wünschte, ich hätte schon früher angefangen“, sagt er. 
 

Vier- bis fünfmal pro Woche Training

Golf ist für Murray auch deshalb so wichtig geworden, weil er nach vielen Operationen und mit einer künstlichen Hüfte auf dem Tenniscourt nicht mehr das leisten kann, was lange möglich war. „Golf ist für meinen Körper leichter. Ich kann vier-, fünfmal pro Woche spielen und mich erholen“, sagt er. Die Umstellung fiel ihm einfacher als er zunächst geglaubt hat: „Ich hatte befürchtet, dass es nach dem Tennis schwer wird – bisher ist es das nicht.“ Sein letztes Match als Tennisprofi bestritt Murray im vergangenen Jahr bei den Olympischen Spielen in Paris. 

Was Wimbledon und St. Andrews gemeinsam haben

Auf dem Old Course zeigt Murray einen gesunden Respekt vor dem Links-Golf. „Es fühlt sich total anders an“, sagt er. Seine Vorfreude auf den Start bei der Alfred Dunhill Links Championship ist groß. „Das wird enorm viel Spaß machen. Es ist etwas ganz Besonderes, bei einem richtigen Profiturnier mitspielen zu dürfen – und für einen Schotten wie mich ist es noch einmal außergewöhnlicher, das in Schottland, an einem so einzigartigen Ort, zu erleben.“ Den Old Course von St. Andrews vergleicht er mit dem Centre Court von Wimbledon: „In vielerlei Hinsicht sind sie sich sehr ähnlich. Beide haben dieses historische Flair und diese Atmosphäre, die es in vielen Sportstätten auf der Welt einfach nicht gibt“, sagt Murray.
 

Wenn es am Wochenende auf dem Old Course für ihn ansatzweise so gut läuft wie früher in Wimbledon, könnte es nur der Anfang einer neuen Karriere sein. 
 

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