„Wie die Löwen gekämpft“: Deutschlands Medaillenhoffnung lebt
Es wurde heiß am zweiten Tag der Team-Europameisterschaft der Jungen. Sowohl von den Temperaturen als auch von der Spannung. Vor allem das deutsche Team um Tim Brohl (GC Rhein-Sieg), Lauri Diener (GC St. Leon-Rot), Maximilian Franck (GC Bayreuth), Johann Mons (Hamburger GC), Bjarne Murr (GC St. Leon-Rot) und David Süntzenich (GC Hubbelrath) hatte sich nach einem unzufriedenstellenden Start in das prestigeträchtige Event etwas vorgenommen.
Vor der zweiten Zählspielrunde lag man auf Rang zehn und damit außerhalb der Qualifikationsränge für den wichtigen „Flight A“. Platz acht war das Mindestziel, Bundestrainer Pascal Proske hatte den „Kampfmodus“ ausgerufen. Und das Vorhaben wurde in die Tat umgesetzt.
Brohl und Süntzenich glänzen
Die Top Acht waren das Ziel. Und die Top Acht wurden erreicht. Allen voran dank zwei ganz starken Einzelleistungen von Brohl und Süntzenich. Brohl kam mit einer 67 (-5) und Süntzenich mit einer 68 ins Clubhaus. Damit legten die beiden den Grundstein für die deutliche Verbesserung in der zweiten Runde.
Murr unterschrieb eine 72, Franck und Mons kamen mit zwei 74er Runden in die Wertung, um das Team-Tagesergebnis von -5 zu erreichen, nachdem man am Vortag noch bei +1 gelegen hatte. Die Folge war der Sprung auf Platz acht (-4), was die Qualifikation für den „Flight A“ bedeutete, in dem es im Matchplay-Modus um die Medaillenränge geht. Am Ende hatte Deutschland drei Zähler Vorsprung auf die Dänen auf Rang neun.
Viertelfinale gegen Spanien
Den mit Abstand besten Eindruck aller Nationen hinterließen die Gastgeber an den ersten beiden Tagen. Mit einem überragenden Gesamtergebnis von 33 Schlägen unter Par entschieden sie die Zählspielwertung für sich und hatten am Ende elf Schläge Vorsprung auf die Niederlande auf Rang zwei. Dritter wurde Italien. Außerdem qualifizierten sich Belgien, Tschechien, England und Frankreich für den „Flight A“.
Im Viertelfinale, der ersten Matchplayrunde, bekommt es Deutschland mit den starken Spaniern zu tun. Es werden zwei Foursomes und fünf Einzel gespielt. Vier Punkte reichen also zum Weiterkommen. Die Aufgabe ist groß. Die Motivation nach diesem zweiten Tag ist aber mindestens genauso groß.
Das sagt Bundestrainer Christian Marysko:
„Nach einem unfassbaren Kampf haben die Jungs heute wie die Löwen in dieser Hitze gekämpft und alles gegeben. Wir haben uns auf den achten Platz nach vorne gearbeitet, und das war aller Ehren wert. Die Rückschläge, die wir hinnehmen mussten, haben wir genutzt, um noch stärker zurückzukommen.
Die Bedingungen waren erneut extrem anspruchsvoll – vor allem wegen der großen Hitze und des enormen Drucks, der auf allen Spielern lastete. Besonders hervorheben möchte ich die Runde von Tim Brohl. Er ging am Nachmittag als Erster für uns auf die Runde und hat mit seinem Score die Mannschaft mental am Leben gehalten. Er hat heute den Tag für uns gewonnen und mit seiner herausragenden Leistung die Chance auf eine Medaille aufrechterhalten.“
Team EM Jungen 2026
Startzeit am Donnerstag (erste Lochspielrunde, Viertelfinale):
- ab 07:30 Uhr – gegen Spanien










