Renner gewinnt Bronze in der Schweiz
Losone/Schweiz – Drei Runden, ein wetterbedingt ungewöhnlicher Turnierverlauf und am Ende gleich zwei Schweizerinnen mit fünf Schlägen unter Par: Bei der Swiss Golf International Championship unweit des Lago Maggiore fiel die Entscheidung erst im Stechen. Carlotta Locatelli und Anahie Lohner-Hutzli hatten nach drei Wettkampfrunden jeweils -5 in den Büchern. Am ersten Playoff-Loch setzte sich Locatelli mit einem Birdie durch.
Mit dem Sieg bei dem für die European Amateur Order of Merit der EGA gewerteten Turnier sicherte sich Locatelli gleichzeitig eine Einladung zur Terre Blanche Ladies Open. Das Profiturnier der LET Access Series findet vom 8. bis 10. Oktober in Frankreich statt.
Renner mit 69 zum Abschluss
Beste Deutsche im Feld der 50 Spielerinnen war Sophie Renner vom Stuttgarter GC Solitude. Nach zweimal 73 Schlägen brachte die Stuttgarterin zum Abschluss eine 69 ins Recording und beendete das Turnier mit gesamt -1 auf Rang drei.
Der Weg dorthin war aufgrund des Wetters ungewöhnlich. Am ersten Wettkampftag musste das Spiel zunächst wegen Gewitters unterbrochen und bei einem weiteren Gewitter für den Tag abgebrochen werden. Die erste Runde wurde deshalb erst am folgenden Tag fortgesetzt. Starker Regen sorgte anschließend dafür, dass an einem kompletten Tag gar nicht gespielt werden konnte. Damit standen am Finaltag 36 Löcher auf dem Programm.
Renner kam mit den Bedingungen gut zurecht und erspielte sich über die drei Runden zahlreiche Chancen. Vor allem auf den Grüns lief es für die Spielerin des Stuttgarter GC Solitude: „Ich habe auf jeden Fall sehr ordentlich geputtet über die drei Runden und habe mir auch dazu eben gute Birdie-Chancen erarbeitet. Das hat auf jeden Fall geholfen, um einige Birdies zu machen und auch den einen oder anderen Fehler zu kompensieren.“
Auch mit den Eisen war Renner zufrieden. Auf dem trotz der großen Regenmengen weiterhin gut bespielbaren Platz hielt sie sich mit ihren Birdies im Spitzenfeld und setzte mit der 69 zum Abschluss ihren tiefsten Score der Woche.
Schlick auf T5
Mit Isabelle Schlick vom GC St. Leon-Rot platzierte sich eine zweite Deutsche weit vorne. Nach 73 Schlägen zum Auftakt spielte die SLR-Athletin in Runde zwei eine 70 und ging damit von Platz zwei in die Schlussrunde. Eine 74 bedeutete am Ende gesamt +1 und den geteilten fünften Platz.
Annalena Moser vom GC Wörthsee steigerte sich in der dritten Runde ebenfalls deutlich. Auf zweimal 75 ließ sie eine 70 folgen und belegte mit +4 den geteilten zwölften Rang. Rosalie Stadler vom G&LC Berlin-Wannsee kam mit Runden von 73, 77 und 77 Schlägen auf +5 und Rang 16. Susanna Brenske vom Hamburger GC verbesserte sich nach 75 und 78 Schlägen mit einer abschließenden 72 und beendete das Turnier mit +9 auf dem geteilten 18. Platz.
Johanna Kirch vom Frankfurter GC spielte 76, 75 und 76 Schläge und wurde mit +11 geteilte 21. Lily Hürlimann vom Stuttgarter GC Solitude komplettierte das deutsche Aufgebot nach Runden mit 77, 77 und 74 Schlägen auf Rang 23 bei +12.
Anspruchsvolle Fahnen
Der Platz von Golf Gerre Losone präsentierte sich trotz der Niederschläge in gutem Zustand. Von den Abschlägen verlangten einige enge Bahnen Präzision, hinzu kamen Bäume und kleinere Wasserhindernisse. Andere Löcher boten wiederum deutlich mehr Länge.
Andreas Iken, der erstmals eine Mannschaft des Junior Team Germany vor Ort betreute, sah die sportliche Aufgabe vor allem auf und um die Grüns: „Die Schwierigkeiten wurden insbesondere durch sehr anspruchsvolle Fahnenpositionen geschaffen.“
Auch abseits der Runden nutzte die deutsche Mannschaft die Woche intensiv. Zwischen Training und Wettkampf standen Athletik, regenerative Einheiten und Physiotherapie auf dem Programm. Iken zog zudem ein positives Fazit zum Auftreten der Gruppe und hob das gute Mannschaftsgefühl hervor.








