GB&I dominieren
Madrid – Großbritannien und Irland sicherten sich einen beeindruckenden Sieg bei der St. Andrews Trophy in Spanien. Mit 16,5:8,5 fiel der Erfolg des Teams von den Inseln gegen den europäischen Kontinent deutlich aus.
Im Real Club de la Puerta de Hierro holte sich GB&I damit den Pokal zurück, den der europäische Kontinent im vergangenen Jahr im Royal Porthcawl entführt hatte.
Der Engländer Luke Poulter, Sohn des großen Ian, holte für GB&I mit einem Sieg über Gunnlaugur Arni Sveinsson aus Island den letzten noch nötigen Punkt. Der 21-jährige Poulter beendete das Match im Stile eines Großen, als er seinen Bunkerschlag zum Eagle auf Loch 18 versenkte und damit cool konterte, als Sveinsson selbst einen Eagle aus fast 40 Metern Entfernung erzielt hatte.
Alle vier Sessions der beiden Spieltage gingen an GB&I. Cameron Adam gewann alle vier seiner Matches und hatte damit die beste Bilanz aller Athleten. Mit dem Sieg hat das Team von den Inseln seine Stärke erneut unter Beweis gestellt, nachdem schon der Curtis Cup und die Vagliano Trophy an die vom R&A organisierte Mannschaft gegangen waren.
GB&I war mit einem Vorsprung von 8:4 in den zweiten Tag gestartet und benötigte nur noch fünf Punkte, um die Trophy zurückzugewinnen. Das Momentum lag an beiden Tagen klar auf Seiten des Teams von GB&I.
Tim Wiedemeyer vom Junior Team Germany holte auch am zweiten Tag einen Punkt für den Kontinent. Im Einzel setzte sich der Bayer gegen Connor Graham mit 4&3 deutlich durch. Wiedemeyer ließ dem Schotten kaum eine Chance, auch wenn das Match nach acht Löchern nur 1 auf für den Wahl-Kurpfälzer stand. In Rückstand geriet Wiedemeyer nie, und mit einem Zwischenspurt auf den Löchern neun bis zwölf wurde eine klare Führung erarbeitet, die mit einem geteilten Loch 15, auf dem beide Kontrahenten ein Eagle notierten, in einen 4&3-Sieg mündete.
Im Vierer war der Deutsche am einzigen (Teil-)Erfolg des Kontinents beteiligt. Drei Vierer hatte sich GB&I gesichert, aber Wiedemeyer lieferte an der Seite von Richard Teder eine starke Leistung gegen Luke Poulter und Charlie Forster. Nach einem ständigen Hin und Her der Führung lag der Kontinent nach 17 Löchern mit 1 auf in Führung, musste auf der 18 aber akzeptieren, dass mit einem Birdie noch der Ausgleich erzielt wurde.
„Alles, was man von seinen Spielern verlangen kann, ist, dass sie es weiter versuchen. Das haben sie bis zur letzten Einzelrunde getan. GB&I hat an beiden Tagen spektakulär gespielt und es geschafft, die letzten paar Löcher in den Matches besser zu absolvieren als wir. Darauf kommt es oft an. GB&I war beeindruckend. Sie haben viele wichtige Putts versenkt und sind als sehr starkes Team aufgetreten“, zollte Carlos de Corral, Kapitän des Teams der EGA, dem Gegner großen Respekt.







