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Tim Wiedemeyer zeigte bei seiner zweiten St. Andrews Trophy am ersten Tag eine starke Leistung | © EGA/Miguel Ángel Caderot Alonso

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Madrid – Tim Wiedemeyer gehört seit vielen Jahren quasi zum festen Inventar der internationalen Matches der EGA. Dreimal kam der Bayer in der Jacques Leglise Trophy zum Einsatz. Dazu einmal die Bonallack Trophy und nun zum zweiten Mal schon bei der St. Andrews Trophy.


Der erste Wettkampftag war für den Spieler des Junior Team Germany teils erfolgreich. Den Vierer des Vormittags an der Seite von Richard Teder (Estland) musste der Kontinent an GB&I abgeben, obwohl das Duell hochklassig und auf Augenhöhe geführt wurde. Vier Lochgewinne von Wiedemeyer/Teder reichten nicht, um den Punkt zu holen. Ein Loch wurde sogar Eagle gegen Eagle geteilt.
Am Ende hatten Dominic Clemons und Cameron Adam das Glück des Tüchtigen und holten mit einem Birdie auf dem 18. Grün den Sieg für das Team von den Inseln. „Wir haben im Vierer echt richtig gut gespielt und nur wenige Fehler gemacht“, war Wiedemeyer trotz der Niederlage nicht unzufrieden.


Glatter Sieger
Im Einzel am Nachmittag traf der College-Student, der seine sportliche Heimat inzwischen beim GC St. Leon-Rot hat, auf Stuart Grehan. Vom Start weg ging Wiedemeyer in Führung und lag schon nach drei Löchern 2 auf. Weiter enteilen ließ Grehan den Deutschen zunächst nicht, und so entwickelte sich ein Duell, bei dem es entweder 1 auf oder 2 auf für den Kontinent stand.
Mit Birdie und Eagle auf den Löchern 14 und 15 sorgte Tim Wiedemeyer für die Entscheidung, denn nun konnte Grehan nicht mehr kontern. Mit 3&2 war der Sieg frühzeitig für den Kontinent in den Büchern.
„Im Einzel habe ich richtig gut gespielt und dann auch gewonnen. Morgen müssen wir auf jeden Fall nochmal angreifen, aber es ist sehr geil hier. Die Grüns sind sehr, sehr schnell. Der Platz ist richtig gut“, freute der Bayer sich nach seinem Sieg schon auf den zweiten Wettkampftag, auch wenn GB&I mit einer komfortablen 8:4-Führung in den Finaltag starten wird.
Im Vierer des zweiten Wettkampftages wird Tim Wiedemeyer erneut an der Seite von Richard Teder ab 8.40 Uhr in Madrid auf Luke Poulter und Charlie Forster treffen.


Geschichte
Der Real Club de la Puerta de Hierro bei Madrid ist am 24. und 25. Juli 2025 Gastgeber der St. Andrews Trophy zwischen den besten männlichen Amateurspielern des europäischen Kontinents einerseits sowie Großbritanniens und Irlands andererseits.
Die St. Andrews Trophy wird in dem Club mit den von Harry S. Colt und Robert Trent Jones Sr. entworfenen Plätzen zum insgesamt 35. Mal ausgetragen.
Der gastgebende Club gilt als einer der renommiertesten und traditionsreichsten in Spanien und war bereits Gastgeber der Spanish Open, der Madrid Open, der European Amateur Team Championship, der Eisenhower Trophy und der Vagliano Trophies.
Bei seiner Einführung im Jahr 1956 wurde der Wettbewerb lange Zeit von GB&I dominiert, ehe der Kontinent aufholen und zuletzt dreimal in Folge gewinnen konnte.
Alle zwei Jahre treten die beiden Teams mit je neun Spielern an zwei Wettkampftagen gegeneinander an. Am Vormittag werden jeweils vier Vierer und am Nachmittag acht Einzel im Matchplay ausgetragen. Die EGA wählt das Team des europäischen Kontinents aus, während der R&A das Team von GB&I stellt.
Im Laufe der Jahre haben einige der größten europäischen Golfstars an diesem Turnier teilgenommen, darunter Rory McIlroy, Shane Lowry, Luke Donald, Henrik Stenson, Sergio Garcia, Colin Montgomerie und viele andere große Namen.
Das Turnier ist erstmals seit 1990 wieder in Spanien zu Gast. Nicht nur die Liste der Athleten, die später erfolgreich auf den Touren wurden, ist beeindruckend. Auch die Liste der Austragungsorte zeugt von der Wertschätzung der Verbände für dieses Duell. Der Real Club de la Puerta de Hierro folgt auf Gastgeber wie Kingsbarns, Chantilly, Royal St. George’s, Muirfield, Wentworth, Rosendaelsche, St. Andrews und andere große Namen mehr.


Der Platz
Der „campo de abajo“, auf dem dieses Turnier ausgetragen wird, ist das Aushängeschild des RC de la Puerta de Hierro und hat eine lange Geschichte hinter sich. 1914 lieferte Harry S. Colt hier ein Paradebeispiel seiner Kunst ab. Inzwischen sind etliche Bahnen aber umgestaltet und kommen aus der Feder von Trent Jones Jr. und seinem Assistenten Kyle Phillips, die 1998 den gesamten Platz renovierten und auf den Stand der Technik brachten.
Die hundertjährigen Steineichen bilden einen beeindruckenden Rahmen und sorgen bei vielen Schlägen für Nervenkitzel. Die Berge der „Sierra de Guadarrama“ sorgen im Hintergrund für ein beeindruckendes Panorama.

 

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