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Wertvolle Pubkte für die EAOM gewonnen: Lauri Diener vom Hamburger GC kommt in Österreich auf Platz 7 | © DGV/STEBL

Diener und Brohl im GC Fontana in der Top Ten

Oberwaltersdorf/Österreich – Die Internationale Österreichische Amateurmeisterschaft der Männer hatte schon vor dem ersten Abschlag alles, was ein großes Amateurturnier braucht: ein starkes internationales Feld, einen anspruchsvollen Championship Course, Weltranglistenpunkte, Bedeutung für den European Amateur Order of Merit und als zusätzlichen sportlichen Leckerbissen eine Wildcard für die Austrian Alpine Open 2026 auf der DP World Tour.

156 Spieler aus 20 Nationen waren im GC Fontana an den Start gegangen. Der Kurs in Oberwaltersdorf präsentierte sich dabei so, wie man es von einer Bühne für Spitzengolf erwarten darf: bestens präpariert, lang, strategisch fordernd und mit Grüns, die mit annähernd zwölf Fuß auf dem Stimpmeter höchste Präzision verlangten. Schon in den Proberunden hatten kräftige Böen von bis zu 50 km/h deutlich gemacht, dass in dieser Woche nicht nur gutes Golf, sondern auch Geduld, Kontrolle und Anpassungsfähigkeit gefragt sein würden.

Nach zwei Runden überstanden die besten 66 und Schlaggleichen den Cut, darunter neun Deutsche.

Ganz vorne entwickelte sich ein Titelrennen, das erst nach 54 Löchern noch lange nicht entschieden war. Tom de Herrypon hatte mit zwei 69er-Runden einen sehr starken Grundstein gelegt und blieb auch in der Finalrunde mit 71 Schlägen stabil genug, um bei gesamt sieben unter Par an der Spitze zu stehen. Dort war der Franzose allerdings nicht allein. Mads Heller aus Dänemark, die aktuelle Nummer acht des European Amateur Order of Merit, spielte sich nach einer 72 zum Auftakt mit einer starken 67 in das Titelrennen zurück und brachte am Finaltag eine 70 ins Clubhaus. Damit lag auch der Däne bei -7.

So musste die Entscheidung fiel am zweiten Extraloch des Stechens. Mit diesem Sieg sicherte sich der Franzose nicht nur den Titel, sondern auch die begehrte Wildcard für die Austrian Alpine Open 2026.

Positive Akzente

Auch die deutschen Spieler setzten in Fontana positive Akzente. Lauri Diener vom Hamburger GC belegte nach Runden mit 74, 72 und 71 Schlägen den geteilten siebten Platz und war damit bester Deutscher. Der Youngster zeigte sich nach dem Turnier, bei dem er elf Birdies und einen Eagle gespielt hatte, sehr zufrieden mit seiner Leistung und vor allem mit der Art, wie er durch die Woche gekommen war. „Das Turnier war in der Spitze gut besetzt. 30 bis 40 wirkliche Top-Spieler waren dabei, die alle das Turnier hätten gewinnen können“, ordnete Diener die Qualität des Feldes ein.
 

Sein eigenes Abschneiden bewertete der Hamburger entsprechend positiv: „Ich bin sehr zufrieden und sehr glücklich mit dem Ergebnis. Natürlich war mehr drin, aber ich glaube, es ist immer mehr drin.“ Besonders glücklich war Diener, dass ein Teil seines Spiels wieder deutlich besser funktionierte: „Für mich war das Wichtigste in dieser Woche, dass der Putter seit langer Zeit mal wieder ordentlich lief und ich mir selbst treu geblieben bin.“

Auch die äußeren Bedingungen und der Zustand des Platzes bekamen vom Hamburger ein großes Lob. „Die Conditions waren sehr gut. Das hat wirklich Freude bereitet, einen Platz in so gutem Zustand zu spielen“, so Diener.


Tim Brohl vom GC Rhein-Sieg spielte sich ebenfalls in die Top Ten und beendete die Meisterschaft auf dem geteilten zehnten Platz. Nach Runden mit 73,72 und 74 Schlägen lobte der Rheinländer die Anlage in Fontana ausdrücklich: „Der Platz ist sehr, sehr schön. Es gibt kein langweiliges Loch.“ Brohl war mit seinem langen Spiel über weite Strecken zufrieden. Seine Eisen und Drives seien solide gewesen, bei den Chips habe dagegen nicht alles so funktioniert, wie er es sich gewünscht hatte.

Der lange Fontana Course stellte den Spieler des GC Rhein-Sieg zusätzlich vor eine besondere Aufgabe. „Der Platz war sehr lang, was für mich nicht so einfach war“, erklärte Brohl. Auffällig sei für ihn außerdem gewesen, dass seine Back Nine häufiger nicht so gut gelaufen waren. Offenbar ist der Youngster des Junior Team Germany nach einer Erkrankung vor einigen Wochen körperlich noch nicht wieder ganz bei 100 Prozent gewesen.


Mit Colin Bärmann auf dem geteilten 13. Platz kam ein weiterer Bundesadler sehr solide durch die Woche. Der Hubbelrather hatte Scorekarten mit 71, 72 und 77 Schlägen ins Recording gebracht.
Platz 13 teilte sich Bärmann mit Korbinian Walter vom GC Am Habsberg, der 74, 72 und 74 Schläge gebraucht hatte.


Bundestrainer Pascal Proske zog aus Sicht des Junior Team Germany ein positives Fazit. Die Austrian Amateur seien „ein sehr gut gewähltes Turnier“ gewesen. Der Platz in Fontana habe sich in optimalem Zustand präsentiert, mit schnellen Grüns, anspruchsvollen Ondulationen und fordernden Fahnenpositionen. Zusammen mit dem starken Teilnehmerfeld habe sich für die deutschen Spieler eine sehr gute Bühne ergeben, um die erarbeiteten Leistungen der vergangenen Monate abzurufen und gleichzeitig zu erkennen, an welchen Elementen im Spiel weiter gearbeitet werden müsse.

Mit dem Abschneiden seiner Athleten konnte Proske gut leben: „Mit drei von fünf Spielern aus unserem Junior Team Germany im Cut und zwei von ihnen unter den Top Ten können wir mit dem Ergebnis bei den Austrian durchaus zufrieden sein.“
 

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