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Die wunderschöne Anlage des GC Feldafing - direkt am Starnberger See. | © GC Feldafing/ Hennecke

Harsch und Eich in Co-Führung - Banzhaf vor großem Verfolgerfeld

Es ist der zweite Tag der Deutschen Meisterschaften der AK 50 und der Feldafinger Turnierplatz präsentiert in höchst sommerlicher Idealform. Bei diesen Bedingungen eine Deutsche Meisterschaft auszutragen, sei „fast schon ein Traum“, sagt Clubmanager Florian Kohlhuber. Mehr Glück könne man wettermäßig kaum haben: „Wir bewegen uns zwischen 23 und 29 Grad, ohne Niederschlag.“ Zwar habe es im Vorfeld bis Donnerstagmorgen recht viel Regen gegeben, doch der Platz präsentiere sich aktuell in besten Konditionen. Und all das direkt am Ufer des Starnberger Sees.
 

Wenn eine Deutsche Meisterschaft schon Routine ist

Zur Vergabe der Meisterschaft erklärt Kohlhuber: „Wir hatten in den vergangenen Jahren bereits die Deutschen Meisterschaften der AK 65 und der AK 30 zu Gast. Dazu kamen die Hickory-Meisterschaft sowie die Bayerischen Meisterschaften der Mädchen und Jungen. Für eine nationale Meisterschaft der AK offen sind wir mit unserem Platz sicher nicht ideal, aber die AK 50 war in unserem Portfolio noch offen – die haben wir uns gewünscht und auch bekommen.“
 

Der Platz selbst sei „das Kernstück und zentrale Element für eine Deutsche Meisterschaft“, betont er. „Wir haben ein super Greenkeeping-Team um Florian Eska, unser Head-Greenkeeper, und der Platz hat sich unter seiner Regie in den vergangenen Jahren einfach hervorragend entwickelt.“ Auf eine solche Meisterschaft wird selbstverständlich gezielt hingearbeitet – mit entsprechenden Sandungen, Düngungen und Mäharbeiten. Die Organisation mache wirklich Spaß, auch wenn es eine Herausforderung gebe, die eher abseits des Platzes liege: „Für uns ist tatsächlich vor allem tricky, die Hotelkontingente zu sichern. Aber das klären wir schon vor der Unterschrift für das Turnier.“
 

Was die Platzstrategie angeht, spart Kohlhuber nicht mit klaren Worten: „Feldafing ist ein hoch sportlicher und anspruchsvoller Platz. Wir haben rund 11.000 Bäume und etwa 400 Wäldchen, dazu kleine, sehr anspruchsvolle Grüns.“ Der Abschlag müsse deshalb wohl überlegt sein. „Es werden eher wenige Driver gespielt, dafür viele lange Eisen – und der Rest passiert rund ums Grün. Man sollte strategisch schon vorsichtig spielen.“
 

Kalter Putter - heißer Score

Gesagt, getan. In der Wertung der Männer zeigt sich ein noch spannenderes Bild als nach Tag eins. Felix Banzhaf hat nach nunmehr zwei von drei Runden die beste Ausgangsposition. Der Spieler des Frankfurter Golf Clubs führt das Feld, in dem ursprünglich 77 Männer am Start waren, mit insgesamt 146 Schlägen (+4) an. Mit Runden von 72 (+1) und 74 (+3) Zählern unterstreicht er seine konstant starke Form über zwei Tage. Bemerkenswert dabei sein Eagle auf Bahn 3, einem Par 5. Dennoch war Banzhaf mit seiner Performance unzufrieden: seine 39 Putts waren dem Hessen einfach zu viel - da konnten selbst seine vielen starken Schläge die Stimmung nicht bessern.

Eng dahinter lauert Lokalmatador Maximilian Rehm jun. (GC Feldafing), der sich mit einer 75 (+4) zum Auftakt und einer 73 (+2) am zweiten Tag auf insgesamt 148 Schläge (+6) nach vorne gespielt hat. Dahinter geht es extrem dicht zu: Gleich fünf Akteure liegen mit jeweils 151 Schlägen (+9) auf dem geteilten dritten Rang – darunter Titelverteidiger Marc Mazur (GSV Düsseldorf), der sich mit einer soliden 74 am zweiten Tag deutlich verbessern konnte. 
 

Dabei wäre für Mazur sicher noch mehr drin gewesen, wenn er zum Beginn seiner Back Nine nicht eine Bogey-Bogey-Triplebogey-Strecke hätte einstecken müssen. Ebenfalls bei +9 liegen Stefan Sachs (GC Kassel-Wilhelmshöhe), Thomas Biermann (Frankfurter GC), der Führende des Vortags Dr. Frank Bielert (GC Mülheim a.d. Ruhr) sowie Rodolfo Erico Junge (GC St. Leon-Rot).
 

Mit Thorsten Brümmer (Bochumer GC) auf Platz acht mit 152 Schlägen (+10), Matthias Nath (GC München Valley) auf Rang neun mit 153 Schlägen (+11) und Ekkehart H. Schieffer (Bochumer GC) auf Rang zehn mit 154 Schlägen (+12) bleibt die Spitzengruppe relativ eng beisammen. Vor der Finalrunde ist damit alles angerichtet für einen spannenden Schlusstag, an dem angesichts des dicht gestaffelten Teilnehmerfeldes schon ein einziger Ausreißer die Rangfolge an der Spitze noch einmal kräftig durcheinanderwirbeln kann.

 

Zu den Turnierergebnissen der Männer
 

Eich mit unglücklichem Finish - und trotzdem an der Spitze

An der Spitze der Frauenwertung ist nach zwei von drei Runden ebenfalls alles angerichtet für ein beeindruckendes Finale: Kristina Eich (GC Gut Lärchenhof) und Manon Harsch (Baden Hills G&CC) teilen sich mit jeweils 151 Schlägen (+9) die Führung. Beide spielten an diesen ersten beiden Turniertagen nahezu im Gleichschritt – Eich mit Runden von 76 und 75 Schlägen, Harsch mit 75 und 76 – und gehen damit schlaggleich in die Finalrunde. Das verdeckt allerdings ein Detail: Die an Bahn 10 gestartete Eich lag noch am letzten Abschlag zwei Schläge in Führung, musste allerdings ein Doppelbogey unterschreiben.
 

So oder so, hinter den beiden Führenden klafft eine spürbare Lücke: Auf Rang drei folgt Sibylle Gabler (G&LC Berlin-Wannsee) mit insgesamt 158 Schlägen (+16) nach Runden von 80 und 78. Mit einem weiteren Schlag Rückstand liegen Susanne Engels (Krefelder GC, 82/77) und Petra Fleischmann (GC Eschenried, 78/81) bei insgesamt 159 Schlägen (+17) auf dem geteilten vierten Platz – beide noch in Reichweite für einen Podestplatz, sollten die Führenden am Schlusstag Federn lassen.
 

Auf dem geteilten sechsten Rang folgen Alexandra Kölker (GC Bergisch Land), Petra Himmel (Münchener GC) und Petra Schläger (Krefelder GC) mit jeweils 161 Schlägen (+19). Einen schweren Stand hat bislang Titelverteidigerin Silvia Wilms (Münchener GC): Nach Runden von 79 und 83 Schlägen liegt sie mit insgesamt 162 Schlägen (+20) nur auf Rang neun und benötigt eine starke Finalrunde, um noch in den Kampf um die vorderen Plätze eingreifen zu können. Nadja Semmler (GC Bergisch Land) komplettiert mit 164 Schlägen (+22) die Top Ten.

 

Zu den Turnierergebnissen der Frauen

 

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