Zwischen Teamgeist und Vaterfreuden: Stimmen zum Ryder Cup
Wenn sich Europa und die USA in New York zum Ryder Cup duellieren, ist die Bühne bereitet für eines der größten Sportereignisse der Welt. Bereits im Vorfeld geben die Protagonisten einen Einblick in ihre Gedankenwelt – von nüchternen Analysen bis zu sehr persönlichen Momenten. Die spannendsten Zitate kurz vor dem Kontinentalvergleich.
Luke Donald über den Platz: „Es ist nichts wirklich Außergewöhnliches, eher das, was wir erwartet haben. Schaut man auf frühere Austragungen in den USA: nicht besonders viel Rough, die Grüns haben eine gute Geschwindigkeit. Bethpage ist ein schwieriger Platz, aber er ist definitiv nicht so präpariert wie für eine US Open.“
Keegan Bradley über das Kapitänsamt: „Manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich den Jungs auf dem Fairway nachschaue und mir denke, wie sehr ich selbst dort sein möchte, wie gerne ich in der Gruppe mit Scottie Scheffler wäre, ihn spielen sehen und sein Teamkollege sein würde. Aber ich habe das Gefühl, dass ich hier für eine größere Aufgabe berufen bin – nämlich unseren Jungs zu helfen, sich vorzubereiten und ihr bestes Golf zu spielen. Im Hinterkopf denke ich trotzdem immer: ‚Ich hätte da draußen sein können.‘ Aber letztlich kann ich nicht in Worte fassen, wie sehr ich es genieße, Kapitän zu sein – nicht darüber nachdenken zu müssen, wie ich genug Schlaf bekomme, wann ich trainiere, meinen Coach treffe oder die Jungs. Das hat vieles für mich einfacher gemacht.“
Thomas freut sich auf die Nervosität
Justin Thomas über Anspannung: „Nervös zu sein ist etwas Gutes. Wenn einer von uns auf dem ersten Abschlag steht oder einen Putt hat, um ein Match oder den Ryder Cup zu gewinnen, und dabei nicht nervös wäre – das wäre extrem besorgniserregend für unseren Beruf. Wir müssten uns ernsthaft fragen, ob uns das Ganze überhaupt noch etwas bedeutet. Diese Nervosität zeigt doch nur, dass wir genau für solche Momente trainieren und dass sie wichtig sind.“
Scottie Scheffler über seine Vorbereitung: „Mein Fokus liegt bei Turnieren immer auf meiner Vorbereitung. Ich habe mich vorbereitet, ich bin bereit, rauszugehen und zu spielen. Am Freitag kann ich mir am Abschlag sagen, dass ich wirklich alles getan habe, um mein bestes Golf zu zeigen. Ich freue mich darauf, vor heimischem Publikum aufzutreten – das macht es noch besonderer.“
Xander Schauffele über Familienglück: „Ich bin gerade Vater geworden. Am 29. August kam mein kleiner Sohn Victor zur Welt – das ist übrigens schon lange mein zweiter Vorname, er ist also nicht nach Viktor Hovland benannt. Es ist großartig, ich fühle mich sehr glücklich mit meiner Frau, die jetzt zu Hause bei ihm ist. Ich vermisse ihn sehr, musste beim Abschied schnell gehen, bevor ich nicht mehr losgekommen wäre. Es ist etwas ganz Besonderes, das Vatersein kennenzulernen – und ich freue mich auf alles, was noch kommt.“
Rose lobt Donald
Justin Rose über seinen Captain: „Eine klare Führung durch den Kapitän setzt den Ton und ermöglicht es uns Spielern, uns ganz auf das Wesentliche zu konzentrieren – nämlich das Golfen ab Freitagmorgen. Luke musste wahrscheinlich unzählige Entscheidungen treffen, damit wir keine treffen müssen. Genau das macht einen Kapitän aus, und dafür gebührt ihm große Anerkennung.“
Tommy Fleetwood über Energie von den Rängen: „Diese Energie, diese Leidenschaft und die Heimspiel-Atmosphäre sind ein ganz entscheidender Teil des Ryder Cups. Man muss das annehmen, genießen und sich darauf freuen – auch wenn man selbst das Auswärtsteam ist.“
Collin Morikawa über den speziellen Druck: „Diese Woche geht es darum, Verantwortung zu übernehmen. Man enttäuscht nicht nur das Team, sondern im Grunde auch das ganze Land, das einen unterstützt.“
Rory McIlroy über Team Europe: „Ich finde es großartig, dass elf der zwölf Spieler die gleichen sind wie in Rom – und der zwölfte passt perfekt zur DNA des Teams. Wir haben schon gewonnen, wir sind seit drei Jahren eine sehr geschlossene Gruppe. Jeder kennt seine Rolle. Das gibt uns das Gefühl, sehr gut vorbereitet zu sein.“
Robert MacIntyre über den Besuch von Donald Trump: „Ich spiele einfach Golf. Politik und so etwas ist nicht mein Thema – ich bin ehrlich gesagt nicht clever genug, um mir darüber Gedanken zu machen. Meine Aufmerksamkeit gilt nur dem, was diese Woche auf dem Platz passiert.“









