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Zweiter in Texas: Matti Schmid
Zweiter in Texas: Matti Schmid | © Sam Hodde/Getty Images

Zweiter in Texas: Schmid verpasst Titel nur hauchdünn

Es waren nur wenige Minuten zwischen großer Enttäuschung und ausgelassenem Jubel. Matti Schmid aus dem Elite Team Germany hatte auf dem 72. Loch der Charles Schwab Challenge zwei Schläge Rückstand auf Spielpartner Ben Griffin, der das Feld anführte. Sein Wedge-Schlag vom Fairway war die letzte Möglichkeit, um noch etwas Druck auf seinen Kontrahenten auszuüben. Doch Schmid verzog die Annäherung nach links, und der Ball blieb gerade noch im Hang vor dem Teich auf der linken Seite des Grüns hängen.

 

Griffin, der sich im Finale des Turniers im Colonial Country Club an einem windigen Sonntag etwas konstanter präsentierte, schlug seine Annäherung aus dem Rough kurz vor das Grün. Alles sah danach aus, als würde ein Bogey dem 29-Jährigen reichen, um seinen zweiten Saisonsieg nach der Zurich Classic (im Team mit Andrew Novak) zu erringen.

 

Doch Schmid machte es noch einmal spannend. Nachdem Griffin seinen Chip aus unangenehmer Lage nahe, aber nicht geschenkt an das Loch abgelegt hatte, versenkte der 27-Jährige seinen Pitch spektakulär zum Birdie. Jubel bei Schmid, ungläubiges Lächeln bei Griffin, dessen Ein-Meter-Putt nun deutlich unangenehmer wurde als erwartet. Doch Griffin blieb stabil und kürte sich nach einer 71 (+1) zum Sieger.

 

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Ein zweiter Platz mit positiven Folgen

Für Schmid reichte es nicht ganz zum großen Durchbruch auf der PGA Tour, der neben einer Tour-Karte bis 2027 auch Teilnahmen am Masters und der PGA Championship 2026 bedeutet hätte. Doch auch der zweite Rang nach 72 Schlägen (-11) hat positive Folgen. Schmid klettert auf den 55. Rang des FedExCup und machte einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Der Lohn: 1,035 Millionen US-Dollar – es ist der höchste Scheck seiner bisherigen Laufbahn. In der Weltrangliste geht es auf den 76. Rang nach oben – ebenfalls Karrierebestwert.

 

„Offensichtlich war es kein sehr guter Start, auch wenn ich nicht glaube, dass ich es verdient habe, nach fünf oder sechs Schlägen bei 3 über zu liegen“, kommentierte Schmid, der nach einem Birdie auf der Eins zwei Bogeys (Loch zwei und sechs) sowie ein Doppelbogey auf Loch fünf kassierte. „Ich habe eigentlich eine Menge guter Schläge gemacht. Bahn zwei ist ein sehr dummes Bogey, würde ich sagen. Ich hatte einen anständigen Abschlag. Die Lage war nicht optimal, aber nach dem sechsten Loch habe ich gesagt, dass ich einfach im Spiel bleiben will. Ich will mein eigenes Spiel spielen. Ich wusste, dass, wenn ich so weitermache, ich einige Birdie-Chancen haben werde, und zum Glück habe ich ein paar davon genutzt. Ja, und das letzte Loch ist ein Bonus.“

Startplatz beim Memorial

„Es war der zweite Tag, an dem wir mit wirklich böigem Wind gespielt haben, und wir hatten wieder sehr viel Seitenwind. Es war wirklich schwierig“, so Schmid weiter. „Es ist so schwer, einige dieser Fairways zu treffen. Ich meine, Bahn 15 – ich weiß nicht, wie viele Leute dieses Fairway getroffen haben – es war fast unmöglich, würde ich sagen. Ich hatte ein schönes 3er-Holz und keine Chance. Man musste auf Winkel spielen, ein paar Up-and-Downs spielen, ein paar Schläge vor dem Grün ablegen, und die wenigen Chancen, die man bekommt, nutzen.“

 

Kommende Woche darf der Regensburger beim Memorial abschlagen, wo es um ein Preisgeld von 20 Millionen US-Dollar geht. Es wird sein Debüt bei einem der Signature Events – und die nächste Möglichkeit, gehörig auf sich aufmerksam zu machen.

 

Zwei Schläge hinter Schmid landete Bud Cauley (USA) auf dem dritten Rang. Position vier teilen sich Scottie Scheffler, Nummer eins der Welt, und Ryder-Cup-Star Tommy Fleetwood (England). Jeremy Paul aus dem National Team Germany kam als 59. ins Ziel.

 

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