Woods und seine acht Siege in Bay Hill
Tiger Woods hat im Lauf seiner illustren Karriere zahlreiche Rekorde gebrochen und neu aufgestellt. Der 50-Jährige hat Bestmarken gesetzt, die so schnell keiner mehr erreichen wird. Und während sich in der Golfwelt nun nach der erneuten Nominierung von Luke Donald als Europas Captain beim Ryder Cup 2027 in Irland viele fragen, ob Woods als US-Pendant Paroli bieten wird, ploppt in zahlreichen Medien aufgrund des aktuellen Tour-Schedules die besondere Beziehung von Woods zum Arnold Palmer Invitational auf.
Seit 1966 gehört dieses Event fest in den Kalender der PGA Tour. Es trug immer mal wieder einen neuen Namen, firmierte früher wegen des Austragungsortes in Orlando als Bay Hill und seit 2007 unter dem Namen Arnold Palmer. Von 2000 bis 2003 gewann Woods die Veranstaltung viermal in Folge und machte den Platz, der Arnold Palmer gehörte, zu seinem Wohnzimmer. Dabei waren die Triumphe meistens alles andere als knapp: 2003 hatte er am Ende sogar elf Schläge vor seinen Verfolgern gelegen. Die PGA Tour widmete den acht Woods-Siegen beim Arnold-Palmer-Event ein Video mit seinen besten Schlägen.
Nach einer kurzen Pause aus dem Siegerkreis in Bay Hill kehrte Woods fünf Jahre später wieder zurück, um das Turnier erneut zweimal für sich zu entscheiden. 2008 versenkte Woods einen Acht-Meter-Putt am letzten Loch, um Bart Bryant mit einem Schlag Vorsprung zu besiegen. Und weil das nicht Drama genug war, hatte er ein Jahr später an selber Stelle einen Birdie-Putt zu lochen, um erneut zu siegen. Er tat es und jubelte über Coup Nummer sechs beim Signature Event der PGA Tour.
Wenige Jahre später fühlte es sich wie eine halbe Ewigkeit an, weil Woods lange Zeit nicht mehr gewinnen konnte. Da musste er schon in sein Wohnzimmer zurückkehren und das Palmer Invitational 2012 zum siebten Mal holen – vor dem Nordiren Graeme McDowell. Zwölf Monate später setzte er dann noch Sieg Nummer acht in Orlando drauf – vor dem Engländer Justin Rose. Achtmal. Rekord. Keinem anderen Spieler der Neuzeit ist ein derartiger Streak bei ein und demselben Turnier gelungen. Es gibt noch nicht mal einen Profi, der das Turnier öfter als zweimal gewann. Woods also seinerzeit in Bay Hill vom anderen Stern.
Natürlich gab es zwischen den beiden US-Golfstars ein ganz besonderes Band. Palmer lobte Woods einmal als „größten Golfer aller Zeiten“. Und Woods hob mehrfach hervor, welchen riesigen Impact Palmer auf das Spiel gehabt habe und über welch enormes Charisma die 2016 verstorbene Sportlegende verfügt habe.








