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Anwärter auf das Grüne Jackett 2026: Rory McIlroy, Cameron Young und Sam Burns | © Augusta National

Wieder alles offen nach hitzigem Moving Day

Sengende Sonne und Temperaturen um die 30-Grad-Marke sorgten am Moving Day des 90. Masters Tournaments im Augusta National GC für beste Stimmung, aber auch brutale Bedingungen für die 54 Spieler, die den Cut überstanden hatten. Titelverteidiger Rory McIlroy musste über weite Strecken Federn lassen und sah seinen Rekordvorsprung von sechs Zählern bei zwölf unter Par geradezu dahinschmelzen. Zwischenzeitlich fiel der Nordire bis auf zehn unter Par zurück, während Cameron Young – bei vier unter Par gestartet – sukzessive aufholte und mit insgesamt acht Birdies bei nur einem Schlagverlust sogar für kurze Zeit an ihm vorbeizog.

 

"Wenn sich die Türe öffnet, muss man sofort zuschlagen – und das ist mir auch gelungen", sagte Young nach seiner starken 65er Runde, die ihn auf insgesamt elf unter Par brachte.

 

"Ich gebe mir jetzt noch eine kurze Zeit für das Zurückliegende und gehe dann zu meiner Routine über und schaue nach vorne." Physio, Range und Familie stehen bei Young nun auf dem Programm. "Ich war schon mal in so einer Situation, habe daraus gelernt und werde hinnehmen, was ich hieraus bekommen kann", so der 28-jährige US-Amerikaner bescheiden weiter.

 

"Beispielsweise habe ich an der 13 einen schlechten Schlag ins Grün gemacht und ging dann mit einem Chip-in mit einem Birdie vom Grün. Aber wenn du den Ball gut triffst, ist natürlich alles leichter." Auf die Frage, dass er das legendäre Grüne Jackett mit einer guten Finalrunde gewinnen könnte, meinte Young begeistert: "Ich bin sehr gespannt, was morgen drin ist und werde das Bestmögliche geben."

Geteilte Führung – McIlroy macht es spannend

Nicht nur Young rückte dem Titelverteidiger an einem anspruchsvollen und hochspannenden dritten Turniertag auf die Pelle. Sam Burns, der konstant unter dem Radar abliefern konnte, ging mit einer 68er Runde bis auf zehn unter Par. Shane Lowry gelang eine 68er Runde mit einem fabulösen Ass am sechsten Loch zu insgesamt neun unter Par – auch noch "in the Mix". Und Justin Rose ließ auf 70 und 69 Schläge eine fehlerfreie 69 folgen zu insgesamt acht unter. Ebenfalls auf -8 teilt Jason Day die fünfte Position nach einer souveränen 68 vom Moving Day. Scottie Scheffler durchbrach den Bann und schob sich vor mit einer fehlerfreien 65 zu Rang sieben bei insgesamt -7.

 

Um seinen Vorsprung auf die Verfolger zu verteidigen, hatte McIlroy am Freitagabend noch gemeint, er wolle den Kopf unten behalten und sich nicht aus dem Konzept bringen lassen. Das sollte dem fünfmaligen Major-Sieger bei seiner 18. Masters-Teilnahme in Runde drei nicht so recht gelingen. Ein Bogey zum Auftakt bremste ihn direkt einmal aus und nach einem Birdie von Bahn 3 und einem weiteren von der 10, sorgte ein Doppel-Bogey an der 11, gefolgt von einem Bogey für Schockmomente im Amen Corner. Wo doch der große Jack Nicklaus ihm noch mit auf den Weg gegeben hatte, Doppel-Bogeys unbedingt zu vermeiden. Nach Birdies von den Löchern 14 und 15 brachte ihn ein Bogey von Loch 17 wieder zurück zu den gemeinsamen elf unter Par. Am Ende eines langen Golftags “nur noch” die geteilte Führung. Die sechs Schläge Vorsprung waren dahin. Die 73er Runde hatte jedoch noch nichts kaputt gemacht – auf dem Weg zur Titelverteidigung. Was bislang nur drei Spielern in Augusta geschafft hatten.

 

An den ersten beiden Tagen hatte McIlroy die Par-5-Löcher mit -7 abschließen können, am dritten Tag mit drei Pars und einem Birdie. Unterm Strich nur -1. Nur. Insgesamt hatten ihn deutlich mehr gestreute lange Schläge ständig in die Bredouille gebracht, aus der er sich eins ums andere Mal nicht ganz so gut retten konnte. Äußern wollte er sich diesmal nicht in einer Pressekonferenz gegenüber der Medien – ungewöhnlich für einen (geteilten) Führenden. In der Mixed-Zone nahm er zumindest kurz – wenn auch sichtlich bedient: “Ich hätte mir gewünscht, ein paar Schläge Vorsprung in den Finaltag zu tragen. Aber es ist, wie es ist.” Er müsse auf den entscheidenden 18 Löchern am Sonntag versuchen, seinen Unterkörper besser zu drehen, das habe ihm heute Probleme gemacht. “Ich weiß, dass ich besser spielen muss, aber habe immer noch eine gute Chance.” Wenige Minuten später fand man ihn auf der Range wieder – bei der Arbeit.

 

Die rund 40.000 Patrons dürfen sich am Finaltag des 90. Masters also auf höchste Spannung bei erneut zu erwartenden heißen Temperaturen und schweren Bedingungen freuen. 

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