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Locker schwingen: Für eine saubere Technik sind zu viele Schwunggedanken oft hinderlich. | © golfsupport.nl/kenmurray

Weniger denken, besser spielen: Warum ein Schwunggedanke reicht

Mal ehrlich, wer kennt es nicht: Man steht am Ball, möchte sich auf den folgenden Schlag konzentrieren – doch das Gedankenkarussell kreist unaufhaltsam. Was sollen die Hände machen? Stehe ich richtig? Worauf gilt es noch beim Ausholen zu achten? Was soll ich vermeiden? Finde ich das richtige Tempo? Wir versuchen krampfhaft alles richtig zu machen und begehen damit möglicherweise den größten Fehler. Das sieht auch PGA Golf Professional Frank Adamowicz so. Statt den Schwung immer weiter zu verkomplizieren, gehe es darum, die eigentliche Ursache für wiederkehrende Fehlschläge zu erkennen, erklärt er im Video (s.u.). 

Auslöser für Fehlschläge

Laut Adamowicz steckt hinter einem typischen Fehlschlag meist ein zentraler Auslöser. Genau dieser müsse identifiziert werden – und daraus entsteht der eine entscheidende Schwunggedanke. „Du hast einen Gedanken – und den ziehst du durch“, sagt der PGA Professional. Das bedeutet nicht, komplett ohne Gedanken zu spielen. Im Gegenteil: Auch Top-Spieler verlassen sich auf klare, einfache mentale Anker. Entscheidend ist, dass es eben nur einer ist – nicht ein Sammelsurium aus Tipps, die man irgendwo aufgeschnappt hat.

Keine Experimente auf der Runde

Ein weiterer Punkt: Konsequenz. Wer auf dem Platz ständig neue Ideen ausprobiert, wird keine Stabilität entwickeln. „Konsequent heißt, immer das Gleiche tun – und nicht dauernd abweichen“, erklärt Adamowicz. Genau das sei ein Unterschied zwischen besseren Spielern und Amateuren mit höheren Handicaps. Experimente haben trotzdem ihre Berechtigung – allerdings nicht auf der Runde, sondern auf der Driving Range. Dort kann getestet werden, was funktioniert und was nicht. Auf dem Platz hingegen zählt Reduktion: Fokus auf das, was im Training als verlässlich erkannt wurde.

Den eigenen Schwung akzeptieren

Ein wichtiger Aspekt ist auch die Akzeptanz. Jeder Golfschwung hat seine Eigenheiten, auch bei Profis. Perfektion sei nicht das Ziel, sondern Kontrolle, erklärt Adamowicz. Wer seine typischen Fehler kennt, kann gezielt daran arbeiten – und muss nicht bei jedem Fehlschlag das „große Ganze“ infrage stellen. Ein Beispiel: Geht der Ball häufig nach rechts, liegt das häufig an einem offenen Schlägerblatt. Die Lösung ist dann nicht, überall gleichzeitig zu korrigieren, sondern gezielt an einem Aspekt zu arbeiten – etwa am Timing der Hände. Die einfache Botschaft von Adamowicz: Weniger ist mehr. Statt sich mit Gedanken zu überladen, sollten Golfer ihren einen Schlüsselgedanken finden – und ihm vertrauen.

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