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Wichtige Tipps zum Start: Damit bereits die ersten Bälle sauber fliegen, sind einige Grundlagen wichtig. | © Canva

Training für Anfänger: Fünf Technik-Tipps für die ersten Schläge

Wer neu mit Golf beginnt, scheitert selten am guten Willen – sondern meistens an den Grundlagen. Ein sauberer Griff, eine stabile Haltung und der richtige Treffmoment entscheiden darüber, ob der Ball fliegt oder hoppelt. Die folgenden fünf Tipps der PGA Professionals Andy Proudman und Piers Ward führen Schritt für Schritt durch die wichtigsten Basics. Das Video dazu sehen Sie weiter unten. 

1. Der richtige Griff – die Verbindung zum Schläger

Bauen Sie den Griff in der Luft auf, nicht mit dem Schläger auf dem Boden. Drehen Sie die Schlagkante (Leading Edge) senkrecht nach oben, greifen Sie den Schaft mit der rechten Hand und legen Sie den Schläger in die Finger der linken Hand – vom mittleren Zeigefinger bis zur Basis des kleinen Fingers. Dann die linke Hand um den Griff rotieren: Vier Knöchel dürfen sichtbar sein, der linke Daumen liegt leicht rechts von der Griffmitte. Die rechte Hand kommt „wie beim Händeschütteln“ dazu, die Handfläche zeigt zum Ziel. Rechter Daumen auf den linken, das V zwischen Daumen und Zeigefinger zeigt zur rechten Schulter. Für Anfänger reicht der sogenannte Baseball-Griff (ohne Ineinanderhaken der Finger). Kontrollblick vor dem Schlag: Auf der linken Hand sind etwa zwei Knöchel zu sehen. Tabu: den Griff aufbauen, während der Schläger am Boden liegt – dann rutscht er zu tief in die Handflächen und alles wird krampfig.

2. Haltung und Balance – die ideale Gewichtsverteilung

Stellen Sie die Füße schulterbreit auf. Halten Sie den Schläger vor sich, der Schaft parallel zum Boden, die Arme locker am Oberkörper. Lassen Sie den Schlägerkopf entspannt absinken. Mit gestreckten Beinen aus den Hüften nach vorn kippen, bis der Schläger den Boden berührt, dann die Knie nur leicht beugen. Das Gewicht ruht mittig auf den Füßen – weder auf den Zehen noch auf den Fersen. Typischer Anfängerfehler: zu starke Kniebeuge ohne Hüftknick.

3. Treffpunkt – erst Ball, dann Boden

Viele Anfänger glauben, sie müssten den Boden am Ball oder gar vor dem Ball treffen. Korrekt ist das Gegenteil: Der tiefste Punkt des Schwungs wird nach dem Treffmoment erreicht. Tipp: Üben Sie Probeschwünge, bei denen Sie den Rasen hinter dem Ball leicht bürsten. So trifft die Schlagfläche erst die Kugel, dann die Erde. Kennzeichen eines guten Eisenschlags: Das Divot beginnt nach dem Ball. Ergebnis: mehr Länge, geradere Flugbahn.

4. Schwingen auf einer Bahn – nicht geradeaus

Der Ball liegt seitlich zum Körper, deshalb bewegt sich der Schläger auf einer Bogenbahn um den Körper – nicht in einer Linie. Anfänger verwechseln das manchmal. Die Zielrichtung bleibt zwar gerade, der Schlägerkopf aber arbeitet rund um den Körper. Wer versucht, „gerade“ zu schwingen, verbiegt seinen Bewegungsablauf und produziert Streuung. 

5. Schlagflächenarbeit – drehen statt festhalten

Ein verbreiteter Irrtum: Die Schlagfläche durch den Treffmoment „zum Ziel zeigen lassen“. Hält man sie fest, öffnet sie sich, der Ball startet rechts und kurvt. Besser die Schlagfläche durch den Ball arbeiten und weiterdrehen lassen. Übung: Linke Hand normal greifen, rechte nur locker seitlich anlegen und die Schlagfläche mit der rechten Hand in kleinen Schwüngen aktiv drehen, bis die Handfläche nach dem Treffmoment vom Körper weg zeigt – nicht zum Himmel. Spielen Sie einige Bälle mit verkürztem Durchschwung und kontrollieren Sie, wohin die Schlagfläche zeigt.

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