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Archivbild: Frederik Strünker (GC Hubbelrath) geht am zweiten Turniertag in Führung und schafft die besten Voraussetzungen für seine Titelverteidigung. | © DGV/ Tiess

Titelverteidiger auf Meisterkurs

Rund um den GC Hubbelrath, zwischen Düsseldorf und den Ausläufern des Bergischen Landes, herrschten am Samstag beste Sommerbedingungen. Warme Temperaturen, viel Sonne und nur leichter Wind sorgten dafür, dass der Ostplatz schnell und fest spielte, die Fairways ein paar Extrameter hergaben und die Grüns zügig blieben. Es war ein Tag, an dem man angreifen konnte – aber eben auch einer, an dem jeder Fehler sofort teuer wurde. Perfekte Kulisse für einen echten Moving Day.
 

Frauen: Anetseder vorne, de Heuvel im Vollangriff

Im Frauenfeld behauptet Maria Anetseder (GC Starnberg) ihre Führung, muss dafür aber hart arbeiten. Auf ihre 72 (Even Par) vom Freitag folgt eine 79 (+7), insgesamt steht sie bei 151 Schlägen (+7). Die Titelverteidigerin bleibt an der Spitze, hat jedoch nur zwei Schläge Puffer. Gegen die starke Konkurrenz ist also trotz all der harten Vorarbeit noch lange nichts sicher.
 

Zur Spielerin des Tages wird Rachel de Heuvel (GC Olching). Nach ihrer 78 (+6) zum Auftakt bringt sie eine 75 (+3) ins Clubhaus und rückt mit gesamt 153 Schlägen (+9) bis auf zwei Zähler an Anetseder heran. Entscheidend ist dabei ihre Back Nine: von Tee 10 gestartet, zündet sie auf den Bahnen 3, 4 und 5 eine Birdie-Strecke und schreibt drei Schlaggewinne in Serie. Dieser Lauf dreht ihre Runde und macht aus einem respektvollen Abstand plötzlich einen ernsthaften Titelangriff.
 

Julia Gerlach (GC Starnberg) bleibt mit zwei 77ern (154, +10) stabil in der Spitzengruppe, Isabel Axhausen (GC München Eichenried) folgt mit zweimal 78 (156, +12) auf Rang vier. Vanessa Girke (GC Lohersand) nähert sich mit 81 und 76 (157, +13) ebenfalls der Spitze an. Die Kehrseite des Moving Day erlebt Katharina Rzepucha-Hlubek (GC Hubbelrath): Nach ihrer 73 am Freitag war sie erste Verfolgerin der Titelverteidigerin, doch findet sie auf ihrer Front Nine am Samstag nur zwei Bahnen ohne Schlagverlust. Die 86er-Runde (gesamt 159, +15) lässt sie aus der Spitzengruppe herausfallen. Der Ostplatz zeigt, dass er auch Heimspielerinnen keine Schonfrist gewährt.

Männer: Strünker dreht das Heimspiel, Westermann verliert die Spitze

Bei den Männern nutzt Frederik Strünker (GC Hubbelrath) seinen Heimvorteil konsequent. Nach der 70 am Freitag legt er eine 73 nach, kommt damit auf insgesamt 143 Schläge (-1) und übernimmt die alleinige Führung. Der Titelverteidiger, der sich im Vorfeld „sehr darüber gefreut“ hatte, dass die Meisterschaft wieder „auf meinem Heimatplatz“ stattfindet, liefert genau das ab, was er angekündigt hat: wieder weit vorne mitspielen – diesmal als Führender in den Finaltag.
 

Philipp Westermann (Hamburger GC), der mit seiner 69 (-3) nach Runde eins noch das Feld angeführt hatte, kommt am Samstag mit einer 76 (+4) zurück. Insgesamt 145 Schläge (+1) bedeuten weiterhin eine starke Ausgangsposition, aber die Rollen haben sich verschoben: Aus dem Solospitzenreiter ist ein Verfolger geworden, der am Sonntag vom geteilten zweiten Rang aus angreifen muss. Gleichauf mit ihm liegt Stefan Wiedergrün (Frankfurter GC), der mit 75 und 70 ebenfalls 145 Schläge (+1) notiert und sich am zweiten Tag trotz Doppelbogey-Start eindrucksvoll nach vorne gearbeitet hat und dabei die tiefste Runde des Tages abgeliefert hat.
 

Dahinter lauert Anton Steinbeck (GC Feldafing) mit einer 75er und 71er Runde (146, +2), während Robert Richter (Frankfurter GC) und Maximilian Behnke (Burgdorfer GC) mit jeweils 147 Schlägen (+3) in Schlagdistanz bleiben. Tobias Hense (GC Peine-Edemissen) steht mit 149 Schlägen (+7) auf Platz sieben. Heimspieler Niklas Durchner (GC Hubbelrath) hält den Gastgeberclub mit 76 und 74 Schlägen (150, +6) im vorderen Tableau präsent. 
 

Cut gezogen, Finale scharf gestellt

Der Cut ist gezogen: Bei den Frauen gehen die besten 21 Spielerinnen in die Schlussrunde - aufgrund des kleinen Feldes fallen nur zwei Athletinnen aus dem Startraster. Bei den Männern gehen die besten 39 auf die Finalrunde. Die Ausgangslage vor dem Finale ist klar konturiert: Maria Anetseder führt, doch Rachel de Heuvel sitzt ihr nach ihrem Birdie-Feuerwerk dicht im Nacken; Julia Gerlach und ein kleiner Kreis weiterer Verfolgerinnen lauern dahinter. 
 

Bei den Männern geht Heimspieler und Titelverteidiger Frederik Strünker mit einem schmalen Vorsprung vor einem starken Verfolgertrio um Westermann, Wiedergrün und Steinbeck auf seinen Ostplatz. Hubbelrath hat das Feld sortiert – jetzt ist alles angerichtet für die entscheidende Runde. Danach wird feststehen, welche Namen als Deutsche Meisterin und Deutscher Meister AK 30 auf die Pokale graviert werden.

 

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