Spielerin des Monats: Zwei Deutsche nominiert
Die LET hat die Kandidatinnen für die Auszeichnung zur „Spielerin des Monats“ im August 2025 bekanntgegeben – und gleich zwei deutsche Namen stehen auf der Shortlist. Leonie Harm und Laura Fünfstück haben mit beeindruckenden Leistungen auf sich aufmerksam gemacht und dürfen nun auf breite Unterstützung hoffen.
Für Leonie Harm ist die Nominierung weit mehr als nur eine sportliche Bestätigung. Noch im vergangenen Jahr hatte die Stuttgarterin den Golfschläger ganz beiseitegelegt – bis eine Begegnung in Saudi-Arabien ihr Comeback einleitete. Auf der Driving Range traf sie Coach Scott Edwards, der mit kleinen, aber entscheidenden Anpassungen an ihrem Schwung dafür sorgte, dass sich ihr Spiel wieder „wie das eigene” anfühlte.
Die Absolventin der University of Houston, die neben ihrer sportlichen Laufbahn bereits in der Impfstoffforschung arbeitete und einen beinahe tödlichen Unfall überstand, meldet sich eindrucksvoll zurück. Bei der Hills Open spielte sie sich bis auf Rang zwei – ein Ergebnis, das ihre Rückkehr auf die große Bühne eindrucksvoll bestätigte. Fachleute sprechen von einem „Drama voller Wendungen“, das mit diesem Comeback ein neues Kapitel bekommen hat.
Auch Laura Fünfstück erlebte im August ein Karriere-Highlight. Die 30-Jährige feierte ihren ersten Sieg auf der Ladies European Tour bei der PIF London Championship – ausgerechnet in ihrer zweiten Heimat, wo sie inzwischen mit ihrer Frau, der LET-Spielerin Rosie Davies, lebt. Vor Familie und Freunden triumphierte Fünfstück nach einer Nervenprobe: Zwar begann die Finalrunde holprig, doch auf den letzten neun Löchern zeigte sie ihr ganzes Können. Mit einer fehlerfreien Back Nine inklusive eines Tap-in-Birdies auf der 18 erkämpfte sie sich schließlich den Sieg.

Ihr Weg zum Titel war von bemerkenswerter Konstanz geprägt. Erst in der Vorwoche hatte sie sich über den Monday Qualifier für die AIG Womens Open qualifiziert und mischte am Ende zwischenzeitlich vorne mit. „Eine Woche später“, so die Experten, „zeigte sie in London all die Lehren, die sie gezogen hatte: Entschlossenheit, Reife und eine Extraportion Nervenstärke.“ Ihr Name auf der Trophäe markiert nicht nur einen sportlichen Meilenstein, sondern auch ein ganz besonderes Jahr – privat wie beruflich.
Neben Harm und Fünfstück stehen die Schwedin Meja Örtengren, ebenfalls Turniersiegerin, sowie die Engländerin Alice Hewson, die zwei Top-Ten-Platzierungen verzeichnete, zur Wahl.
Die Entscheidung liegt nun bei den Fans: Auf der Website der LET kann ab sofort abgestimmt werden. Jede Stimme zählt – und vielleicht wandert die Trophäe für den August 2025 dank Harm oder Fünfstück nach Deutschland.









