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Im Fokus: Matt Wallace, Kapalua und Charlie Woods
Im Fokus: Matt Wallace, Kapalua und Charlie Woods | © golfsupport.nl

Sorgen auf Hawaii, Ryder-Cup-Tränen und ein Woods-Ass

Thriston Lawrence hat mit einer spektakulären Aufholjagd seinen zweiten Titel beim European Masters in Crans-Montana gefeiert. Nach einem katastrophalen Start mit drei Bogeys zu Beginn der Finalrunde kämpfte sich der Südafrikaner mit einem Eagle an der 6 und fünf weiteren Birdies eindrucksvoll zurück an die Spitze. Trotz einer Schrecksekunde an der 15 hielt Lawrence dem Druck stand und brachte seinen Vorsprung sicher ins Clubhaus. Mit insgesamt 22 unter Par siegte er zwei Schläge vor Matt Wallace, Rasmus Højgaard und Sami Välimäki und krönte sich zum fünffachen DP-World-Tour-Sieger.

 

Wallace verpasste hingegen die Titelverteidigung und das Zeichen, das er mit einem Sieg auch in Richtung Luke Donald hätte senden können. Der Engländer ist die Nummer 12 der europäischen Rangliste, hat aber wohl nur sehr geringe Hoffnungen auf eine Nominierung zum Ryder Cup. Im Interview nach der Finalrunde kamen beim Engländer, der 2018 schon einmal vergeblich auf eine Einladung zum Team wartete, die Tränen, als er auf den anstehenden Vergleich in New York angesprochen wurde. Anscheinend wusste er bereits, dass ihn Donald nicht nominieren wird. “Ich werde den Ryder Cup niemals aufgeben”, sagte er mit schluchzender Stimme. Donald wird seine sechs Auserwählten am Montagnachmittag verkünden.

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Emotionen erlebte auch Mike Lorenzo-Vera bei seinem Auftritt in der Schweiz. Der Grund: Der französische Routinier schlug zum letzten Mal auf der DP World Tour ab. Sein Abschied in Crans-Montana war kein stilles Verschwinden, sondern ein bewusstes Finale. „Ich fühle mich großartig. Ich habe meine Familie hier – meine Kinder, meine Mutter, auch Freunde. Ich habe großartige Unterstützung, wir sind einfach hier, um es zu genießen.“ Worte, die zeigen, dass der 40-jährige mit sich und seiner Karriere im Reinen ist. Ein Typ, den der Golfsport vermissen wird – und den Marcel Siem, der ihn in der Spielgruppe auf den letzten Tour-Metern begleitete, beim Abschied zurecht als „besonderen Charakter“ bezeichnete.

 

Auf der LPGA Tour bewies ein Rookie im Duell mit der aktuell Besten ihres Fachs eine imposante Kaltschnäuzigkeit. Miranda Wang hat sich nahe Boston ihren ersten LPGA-Titel gesichert. Bei der FM Championship im TPC Boston setzte sich die 26-jährige Chinesin mit einer finalen 70 (-2) und insgesamt 20 unter Par knapp vor Jeeno Thitikul durch, die nach starken ersten Neun zunächst die Führung übernommen hatte. Es war bereits der elfte Premierensieg auf der LPGA Tour 2025 und Wang die siebte Rookie-Siegerin des Jahres. 

Albers im Formhoch, Gimmy Zweite in Irland

Kurios: 67, 67, 67 und 67 Schläge standen am Ende der Dormy Open (HotelPlanner Tour) in der Bilanz von Anton Albers. Dem 26-Jährigen vom Hamburger GC gelang in Upsala mit Rang zwölf ein weiteres starkes Ergebnis. Zuletzt hatte er in Finnland (T14) und den Niederlanden (T9) bereits gute Turnierwochen erlebt. Der National-Team-Germany-Spieler klettert auf den 62. Rang der Saisonwertung.

 

Über ein Top-Ergebnis konnte sich auch Verena Gimmy freuen. Die National-Team-Germany-Spielerin kam beim Stopp der LET Access Series in Irland als Zweite ins Ziel. Am Ende hatte die Düsseldorferin vier Schläge Rückstand auf Turniersiegerin Anne-Charlotte Mora aus Frankreich.

Woods-Ass und Sorgen auf Hawaii

Tiger Woods konnte die Players Championship zwei Mal gewinnen. Was dem Superstar allerdings auf dem Stadium Course des TPC Sawgrass nie gelang, war ein Ass. Anders sein Sohn: Charlie Woods, der in der vergangenen Woche bei der AJGA Junior Players Championship aktiv war (am Ende T31), lochte am Sonntag auf dem legendären Design von Pete Dye auf Loch 3 aus 162 Metern zum Ass.

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Ein Drama spielt sich derzeit auf einem der bekanntesten Plätze der PGA Tour ab: Die beiden Plätze des Kapalua Resorts auf Maui – Austragungsort des PGA-Tour-Auftakts „The Sentry“ – werden ab dem 2. September für mindestens 60 Tage geschlossen. Grund ist ein schwerwiegender Wassermangel, der die Anlage stark beschädigt hat. Die Ursache für die Misere liegt in einem Rechtsstreit zwischen den Eigentümern des Resorts und Maui Land & Pineapple, dem Unternehmen, das für die Instandhaltung des Wasserkanalsystems verantwortlich ist. Die PGA Tour äußerte sich bislang nur knapp, beobachtet aber die Situation genau – immerhin steht die Austragung des mit 20 Millionen Dollar dotierten Januar-Turniers auf dem Spiel.

 

Während die DP World Tour noch ein paar Turnier im Kalender hat, bevor in Dubai das Saisonfinale stattfinden wird, ist für die Spieler der LIV Golf League die Spielzeit beendet. Für 2026 kündigt die von Saudi-Arabiens Staatsfonds PIF unterstützte Serie ihr bislang „globalstes Programm“ an. Vom 20. bis 22. März gastiert die Serie erstmals in Afrika, in Steyn City bei Johannesburg. Damit wird auf fünf der sechs bevölkerungsreichsten Kontinente gespielt – lediglich Südamerika bleibt bislang außen vor. Bislang hat LIV zehn Austragungsorte veröffentlicht.

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