Siem im Cut, Kenia feiert Kibugu
Die Magical Kenya Open haben erst Halbzeit, aber die Geschichte des Turniers ist bereits geschrieben. Der Mann des Events im Karen Country Club von Nairobi steht nämlich fest: Njoroge Kibugu ist 22 Jahre alt, auf Einladung dabei und die Nummer 1360 der Welt. Dass er in diesem Feld würde vorne mitspielen können, hatte keiner erwartet. Nun ist er ein Held, denn er schaffte es mit gesamt -5 nicht nur in den Cut, sondern lieferte am letzten Loch vor den heimischen Zuschauern eine echte Show ab.
„Es war nicht viel Wind und ich habe den Ball vom Tee so weit geschlagen wie ich konnte. Das Eisen sechs dann für 226 Yards war cool. Ich habe nicht erwartet, dass er so nah am Stock liegt. Ich habe dann den Ball eingelocht und das Lachen im Gesicht meines Vaters gesehen.“ Eine unglaublich schöne Story. Ein Mann aus Kenia beim Heimspiel klettert mit einem Eagle im Finish über die Linie und sichert sich das Ticket fürs Wochenende.
Klar war der Papa stolz wie Oskar, lief Richtung Grün und umarmte seinen Sohn, der Großes vor der jubelnden Menge vollbracht hatte. Kibugu liegt damit schlaggleich mit dem mehrfachen Toursieger Alexander Levy aus Frankreich und einen Schlag vor Tour-Routinier Marcel Siem (70, 66/-4), der es als einziger Deutscher ins Wochenende schaffte. Nicht mehr dabei sind Yannik Paul und Freddy Schott (jeweils -1), Max Kieffer (Even) und Marcel Schneider (+1).
Und Njoroge Kibugu? Für den gibt es an diesem besonderen Freitag in Kenia etwas zu feiern. Die Familie ist da, ebenso Freunde. Mit Scores von 66 und 69 Schlägen stellt der Lokalmatador eindrucksvoll unter Beweis, dass er fähig ist, mit den Besten mitzuspielen. Inklusive Eagle auf der letzten Bahn der zweiten Runde. Die Umarmung mit dem Papa ist bereits jetzt die Szene der Tour-Woche.









