Schmid startet stark am Ponte Vedra Beach
Manchmal ist es nur eine Bahn. Nur ein Loch, das dir einen sehr guten Score verhagelt. Passiert bei Matti Schmid in Runde eins der Players Championship im TPC Sawgrass. Der 28-jährige Nationalspieler aus dem Elite Team Germany lag in Ponte Vedra Beach (Florida) nach 13 Löchern hervorragend im Rennen und in der Spitzengruppe. Dann kam das Par 4 der 14. Bahn. Schmid verzog seinen Drive nach rechts ins Rough, traf dann zuerst den Bunker und landete aus diesem wieder im Rough. Dazu noch drei Putts und auf der Scorekarte stand die „7“ - Triple-Bogey. Trotzdem fühlt sich Schmid wohl auf dieser Anlage: „Dieser Ort bedeutet mir viel. Nach meiner College-Zeit in Louisville war Jacksonville der erste Spot in den USA, der sich wirklich wie zu Hause anfühlte. Die Menschen, die ich im Laufe der Jahre kennen gelernt habe, machen die Rückkehr hierher jedes Jahr zu etwas ganz Besonderem.“
Beeindruckend auch, dass er im Finish mit zwei Birdies noch etwas Boden gutmachen konnte und nach den ersten 18 Löchern des fünften Majors im Jahr mit gesamt -2 (70) auf T17 steht. Alles im grünen Bereich. Schmid kann das positive Gefühl aus seinem Finish mit in den zweiten Durchgang nehmen bei diesem hochkarätig besetzten Event der PGA Tour. Ebenfalls ein Triple-Bogey schlucken musste beim Auftakt der zweite Deutsche im Feld: Stephan Jäger kassierte die „7“ auf Bahn vier und teilt nach seiner 75 (+3) auf dem Stadium Course Rang 82 unter anderen mit Rasmus Hojgaard. Wie schwierig es diesmal war, bei teils stürmischem Wind den Ball unter Kontrolle zu halten, bekam auch US-Ex-Ryder-Cup-Captain Keegan Bradley zu spüren, der auf Bahn elf eine 9 kassierte.
Auch die Favortiten hatten so ihre Probleme bei der 52. Ausgabe der Players Championship. Titelverteidiger Rory McIlroy ist mit Rückenschmerzen unterwegs und kam mit einer 74 (+2) ins Ziel, der Weltranglisten-Erste Scottie Scheffler musste sich mit einer 72er-Par-Runde zufrieden geben. Apropos Rückenprobleme: Collin Morikawa (USA) musste aufgeben, ehe es richtig begann. Er verletzte sich bei einem Probeschlag am zweiten Loch. So ist die Tür offen für andere, die ihre Chance bei schlechtem Wetter nutzten.
In der fünfköpfigen Spitzengruppe steht neben den vier US-Amerikanern Maverick McNealy, Lee Hodges, Austin Smotherman und Sahith Theegala auch noch Sepp Straka. Der Österreicher kam mit den schwierigen Bedingungen in Florida mit am besten zurecht und schrieb sich wie die anderen vier Topspieler von Tag eins eine 67 (-5) auf die Karte. „In Führung zu sein, ändert erst mal nicht viel für mich. Vom Tee habe ich heute nicht gut gespielt. Meine Eisen waren gut und mein Putter hat mich heute gerettet. Ich liebe diesen Golfplatz, aber ich werde morgen mehr Fairways treffen müssen, um vorne dabei zu bleiben“, so Straka, der mit einem Chip-in zum Eagle auf Bahn 16 über den Schlag des Tages jubeln durfte.







