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Jon Rahm war zuletzt beim Ryder Cup 2025 in New York dabei. | © golfsupport.nl/Rich Graessle/ism

Rahms Zukunft bleibt ungewiss

Die Zukunft von Jon Rahm im europäischen Ryder-Cup-Team bleibt ungewiss. Während mehrere LIV-Golf-Profis ihren Streit mit der DP World Tour beigelegt haben, setzt der Spanier seinen juristischen Kampf gegen verhängte Geldstrafen fort. Dies könnte sich negativ auf seine Startberechtigung für das Jahr 2027 auswirken.

Hatton einigt sich – Rahm bleibt hart

Die acht Spieler Tyrrell Hatton, Laurie Canter, Thomas Detry, Tom McKibbin, Adrian Meronk, Victor Perez, David Puig und Elvis Smylie haben eine Vereinbarung mit der Tour getroffen. Sie erhalten für die Saison 2026 eine bedingte Freigabe für Starts bei LIV Golf, ohne dass weitere Sanktionen verhängt werden.

 

Die Bedingungen sind die vollständige Zahlung aller ausstehenden Geldstrafen, zusätzliche Starts bei Turnieren der DP World Tour inklusive medialer Verpflichtungen sowie der Rückzug aller anhängigen Berufungen. Im Gegenzug bleiben sie Tour-Mitglieder und müssen für ihre LIV-Teilnahmen im Jahr 2026 keine weiteren Disziplinarmaßnahmen fürchten. Diese Regelung gilt ausdrücklich nur für die kommende Saison und hat keinen Präzedenzcharakter.

 

Jon Rahm hätte dasselbe Angebot annehmen können, entschied sich jedoch dagegen. Der frühere US-Open-Sieger hat wiederholt betont, „keine Absicht” zu haben, die Geldstrafen zu begleichen. Seine Berufung soll in den kommenden Monaten verhandelt werden.

Ryder Cup in Gefahr?

Sollte Rahm sich weiterhin außerhalb der Regularien der DP World Tour bewegen, könnte ihm die Spielberechtigung für den Ryder Cup 2027 verwehrt werden. Das nächste Duell zwischen Europa und den USA findet im irischen Adare Manor statt, doch Rahms Teilnahme steht auf wackligen Beinen.

 

Beim vergangenen Ryder Cup im September in Bethpage waren sowohl Rahm als auch Hatton Teil des siegreichen europäischen Teams. Das Turnier wurde im Bethpage Black Course im US-Bundesstaat New York ausgetragen. Dass ihre Berufungsverfahren damals noch liefen, sorgte bei Beobachtern für Diskussionen.

Keine Lösung für andere LIV-Stars

Von der aktuellen Einigung profitieren prominente LIV-Akteure wie Sergio García, Lee Westwood, Ian Poulter, Graeme McDowell und Martin Kaymer nicht. Da sie keine Mitglieder der DP World Tour mehr sind, erhielten sie kein entsprechendes Angebot.

 

Diese Entwicklung passt in eine zuletzt etwas entspanntere Großwetterlage im Profigolf: So hatte auch die PGA Tour jüngst ihre Regularien angepasst und damit unter anderem Brooks Koepka eine Rückkehr ermöglicht. Patrick Reed hingegen verlängerte seinen LIV-Vertrag nicht und spielt bis zum Ablauf seiner Sperre in den USA auf der DP World Tour.

 

Für Jon Rahm bleibt die Situation indes heikel. Entscheidet das Gremium gegen ihn – oder bleibt er bei seiner Haltung –, könnte Europa bei der Titelverteidigung 2027 auf einen seiner prägenden Spieler verzichten müssen.

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