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Verhandelt für die PGA Tour: Adam Scott. | © golfsupport.nl/Scott Winters/ism

PGA vs. LIV: Scott gibt Update zu Verhandlungen

Es ist das Dauerthema in der Golfwelt – und es scheint auch noch länger eines zu bleiben: die Bemühungen um eine Wiedervereinigung im Herrengolf, also eine Kooperation der PGA Tour und LIV Golf. Gesprochen wurde viel darüber in den vergangenen Monaten, Fortschritte gibt es kaum. Das hat nun auch Adam Scott bestätigt, der als Mitglied des Policy Boards der PGA Tour direkt in die Gespräche zwischen der Tour und dem saudischen Public Investment Fund (PIF), dem Finanzier von LIV Golf, involviert ist. Sogar bei Gesprächen im Weißen Haus, organisiert von US-Präsident Donald Trump, war der Australier zu Beginn des Jahres dabei. 

Scott: „Da passiert im Moment nicht viel."

Am Rande der Wyndham Championship in Greensboro, North Carolina, berichtete Scott zum aktuellen Stand der Verhandlungen: „Da passiert im Moment nicht viel. Ich weiß nicht, ob noch mehr Besuche im Weißen Haus wirklich notwendig sind. Es war auf jeden Fall eine interessante Erfahrung. Aber seitdem haben sich die Gespräche kaum weiterentwickelt.“ 

Kampf um Milliarden-Deal

Rückblick: Zu Beginn des Jahres waren die Hoffnungen auf eine baldige Einigung der beiden Touren groß. Doch das letzte Treffen im Februar, bei dem neben PGA-Tour-Commissioner Jay Monahan und Scott auch Tiger Woods sowie Trump und PIF-Gouverneur Yasir Al-Rumayyan anwesend waren, verlief offenbar nicht wie erhofft. Ziel war eine schnellere Zustimmung der US-Regierung zu einem möglichen Deal. Die Idee: Der PIF würde 1,5 Milliarden Dollar in die neue gewinnorientierte „PGA Tour Enterprises“ investieren. 

 

Hoffnung auf Brian Rolapp

Scott verweist auf Brian Rolapp, den neuen CEO der Tour Enterprises, der seit Montag offiziell im Amt ist. Er solle den Prozess künftig vorantreiben. Monahan hatte zuvor angekündigt, seinen Vertrag bis 2026 erfüllen zu wollen, sich aber zunehmend aus dem Tagesgeschäft zurückzuziehen. „Jetzt, wo Brian übernimmt, wird viel davon auf seinem Schreibtisch landen“, sagt Scott. „Er braucht sicher erst einmal etwas Zeit, um sich einzuarbeiten und wirklich zu verstehen, was da alles läuft.“ Klingt nicht nach einer Beschleunigung der Verhandlungen. Trotzdem lobt Scott den neuen Mann – einen ehemaligen NFL-Manager mit über 20 Jahren Branchenerfahrung – in höchsten Tönen. 

 

„Seine Qualifikationen sind hervorragend, aber es gibt ein paar Dinge, die mir an Brian besonders gefallen. Er hat eine sehr ruhige Art, und für mich als Beteiligten war das ein wichtiger Aspekt. Er kommt in einer sehr spannenden Phase des Profigolfs ins Amt und ich denke, diese Gelassenheit wird ihm zugutekommen.“ Vielleicht nicht nur ihm.   

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