Paul liegt zur Halbzeit weiter vorne
Jeremy Paul hat bei der UNC Health Championship seine starke Form eindrucksvoll bestätigt und geht als Führender ins Wochenende. Der 32-jährige Deutsche liegt nach 36 Löchern bei 13 unter Par und hat sich damit nicht nur die alleinige Spitze gesichert, sondern auch mehrere persönliche Bestmarken übertroffen.
Nach einer fehlerfreien Auftaktrunde mit 63 Schlägen legte er am zweiten Tag eine 64 nach. Besonders spektakulär war, dass er auf dem 18. Loch einen rund 13 Meter langen Birdie-Putt versenkte, wodurch seine zweite Runde mit insgesamt neun Birdies gekrönt wurde. Mit einem Gesamtscore von 127 Schlägen egalisierte er nicht nur seine persönliche Bestleistung über zwei Runden, sondern auch den Turnierrekord.
Für Paul ist es die erste 36-Loch-Führung seiner Karriere auf der Korn Ferry Tour – und das ausgerechnet bei seinem 96. Start. Zwar hatte er sich in der Vergangenheit mehrfach in aussichtsreiche Positionen gespielt, diese jedoch bislang nicht in Top-Ergebnisse ummünzen können.
Der Deutsche, der sich 2024 über die Korn Ferry Tour erstmals die PGA-Tour-Karte sicherte, war in dieser Saison bislang noch nicht in Erscheinung getreten. Sein bisher bestes Resultat war ein geteilter 25. Platz bei der Astara Golf Championship. Umso bemerkenswerter ist sein dominanter Auftritt in Raleigh, bei dem er bislang kaum Schwächen zeigt.
Der Mexikaner Alvaro Ortiz liegt mit elf unter Par auf dem zweiten Platz. Mit einer 62 spielte er die beste Runde seiner bisherigen Korn-Ferry-Tour-Karriere und notierte dabei neun Birdies. Auf Rang drei folgt Theo Humphrey mit acht unter Par, der sich weiterhin in konstanter Form präsentiert. Ebenfalls in den Top Fünf liegen Tyler Wilkes und Ross Steelman (beide −7). Wilkes gelang mit einer bogeyfreien 64 ein großer Sprung im Klassement, während Steelman erstmals seit längerer Zeit wieder zur erweiterten Spitzengruppe zählt.
Thomas Rosenmüller, der zweite deutsche Spieler im Feld, verpasste den Sprung ins Wochenende um einen Schlag. Trotz einer 66 am zweiten Tag reichte es nach zwei Runden knapp nicht.
Mit einem komfortablen Vorsprung und viel Selbstvertrauen hat Jeremy Paul nun beste Chancen, am Wochenende um seinen zweiten Titel auf der Korn Ferry Tour zu spielen und damit einen wichtigen Schritt zurück in Richtung PGA Tour zu machen.






