On Tour: Familie Gögele
Winsen an der Luhe – Nicole Gögele hat als Athletin selbst auf der LET gespielt. Mann Thomas hat früher auch auf der European Tour gespielt und ist nun auf der Legends Tour erfolgreich, sogar siegreich unterwegs, spielt dieser Tage bei der U.S. Senior Open Championship mit und liegt als dritter Deutscher neben Bernhard Langer und Alex Cejka nach der ersten Runde auf Rang 52.
Die Bundestrainerin kennt aus früheren Zeiten als Spielerin die LET von damals und sieht die Turniere nun als Trainerin erneut. Große Unterschiede gibt es nach ihrer Einschätzung kaum. „Die Turniere an sich sind nicht groß unterschiedlich. Wir hatten damals eine sehr gut funktionierende Tour. Der große Unterschied ist, dass unsere Spielerinnen nun Unterstützung haben. Das machen noch nicht so viele Verbände. Ich glaube, wir sind da sehr großer Vorreiter. Als ich damals gespielt habe, war es ja so, dass man als Profi aus dem Verband quasi raus war. Das ist jetzt ganz anders, und das ist eine ganz große Verbesserung, ein ganz toller Mehrwert für die jungen Spieler, die sich jetzt hier viel besser einfinden, weil sie die Unterstützung bekommen, die sie brauchen.“
Nicole Gögele schätzt als Trainerin ihre eigene Tour-Erfahrung hoch ein. „Es ist entscheidend, den Transfer zwischen dem, was einerseits für die Spielerinnen technisch notwendig ist, was die meisten Kollegen sehen, und andererseits, daraus ein Spielgefühl zu machen. Ich glaube, meine Erfahrung hilft mir sehr dabei, diesen Transfer zu machen.“
Vor Turnierbeginn fand in Winsen ein Lehrgang des Golf Team Germany statt, bei dem viele Spielerinnen dabei waren und sich entsprechend auch der Trainerstab traf. „Wir haben diese Woche ein sehr großes Team vor Ort, zumindest am Anfang der Woche in der Vorbereitung. Diese Vorbereitung ist für die Mädels immer sehr wichtig. Sie lassen sich dann auch behandeln. Die Physios sind sehr wichtig, um die Körper wieder fit zu machen. Teils kommen die Spielerinnen aus drei Turnierwochen“, weiß die Bundestrainerin, wie wichtig jeder Handgriff ist, den die Athletinnen des GTG als Support bekommen können. Nur so gelingt es, Spielerinnen die nötige Aufmerksamkeit zu widmen, um Verbesserungen zu erreichen. Besonders in Winsen war, dass ein 3D-System vor Ort war, mit dem der Schwung besonders exakt analysiert werden konnte. „Das war hier eine besondere Vorbereitung. Normalerweise ist die Vorbereitung anders. Wir sind bei anderen Turnieren viel mehr draußen auf dem Platz. Aber diese Woche haben wir besonders intensiv genutzt“, so Gögele.
Platz
Dem Nord Course von Green Eagle geht ein Ruf wie Donnerhall voraus, genährt auch durch die Turniere der DP World Tour, die hier schon stattgefunden haben. Diese Herausforderungen müssen die Frauen beim Turnier der LET annehmen: „Ich denke, es ist für Frauen kein großer Unterschied zu den Herren. Man braucht gute Golfschläge auf diesem Platz, man muss die Grüns treffen. Der Wind wird es diese Woche schwer machen. Der Platz wird sich wohl länger als das spielen, was sonst auf der LET gespielt wird. Gutes Ballstriking ist diese Woche besonders wichtig.“
Dankbarkeit
Für die Chance, mit dem Team hier eine Woche zu verbringen, zunächst vor allem im Training und anschließend auf einem herausragend organisierten Turnier der LET, ist die Bundestrainerin sehr dankbar. Auf die Frage, was als Überschrift für diese Woche gelten könnte, antwortet Gögele spontan: „Vielen Dank an Amundi! Vielen Dank an die VcG!“
Golfeltern und Fußballkinder
Nicole und Thomas Gögele haben zwei Kinder. Einen Sohn und eine Tochter. Wer nun annimmt, dass diese bei Eltern, die ihr Leben im Golfsport haben, selbst auch Golfer sein müssen, irrt gewaltig. Beide Kinder treten mit dem Fuß gegen größere Bälle und sind durchaus erfolgreich im Fußball unterwegs.









