Neuer Scoring-Rekord und ein neues Auto
Die dritte Runde der Ford Championship in Arizona hatte alles zu bieten. Rekordgolf auf höchstem Niveau und einen ganz besonderen Glücksmoment inklusive Sachpreis. Im Mittelpunkt stand einmal mehr Hyo Joo Kim, die mit einer weiteren Traumrunde von 61 Schlägen (elf unter Par) LPGA-Geschichte schrieb. Die 30-jährige Südkoreanerin stellte mit insgesamt 191 Schlägen (25 unter Par) nach drei Runden im Whirlwind Golf Club einen neuen 54-Loch-Rekord auf und geht mit einem Vorsprung von vier Schlägen in den Finaltag.
Besonders beeindruckend: Kim verzeichnete zwischenzeitlich sieben Ein-Putts in Folge und startete furios auf den Back Nine mit Birdie, Birdie, Eagle, Birdie. Selbst vermeintliche Fehler wurden belohnt, etwa auf der 16, als ein verzogener Schlag perfekt zur Fahne zurücksprang. „Alles hat funktioniert – Putter, Eisen, Driver. Genau so stellt man sich eine Runde vor”, sagte Kim nach ihrer Galavorstellung.
Titelverteidigerin Nelly Korda spielte zwar eine fehlerfreie 67 (-5), konnte aber dennoch nicht Schritt halten. „Es fühlte sich gar nicht so gut an, obwohl es eine bogeyfreie Runde war. Hyo Joo hat einfach unglaubliches Golf gespielt“, so die Amerikanerin, die am Sonntag erneut gemeinsam mit Kim in der Finalgruppe spielen wird.
Während sich an der Spitze alles auf ein Duell zwischen zwei Saisonsiegerinnen zuspitzt, sorgte eine andere Spielerin für den spektakulärsten Moment des Tages. Die Japanerin Nasa Hataoka gelang auf der 15. Bahn ein Hole-in-One – mit weitreichenden Folgen. Für ihren perfekten Schlag aus 122 Metern gewann die siebenmalige LPGA-Siegerin einen Ford Bronco Badlands (Baujahr 2026).
Nach kurzer Diskussion mit ihrem Caddie entschied sie sich für ein Pitching Wedge – die richtige Wahl. „Gute Entscheidung“, sagte Hataoka lachend. Besonders kurios: Bereits in der Proberunde hatte sie mit ihrem Team über ein neues Auto gesprochen – direkt neben dem Abschlag, wo das Siegerfahrzeug ausgestellt war. Neben dem neuen Wagen hat das Ass auch einen wohltätigen Effekt: Im Rahmen der „CME Group Cares Challenge“ werden 20.000 US-Dollar an ein Kinderkrankenhaus gespendet.
Elite-Team-Germany-Spielerin Esther Henseleit bleibt als geteilte 28. beste Deutsche im Feld. Nach einer 70 (-2) inklusive eines Eagles verbesserte sich die Silbermedaillengewinnerin von Paris auf ein Gesamtergebnis von zehn unter Par. Polly Mack folgt auf T69 (-3) und Isi Gabsa auf T74 (PAR).







