Millionenregen für Thitikul, zehn Turniere Sperre und eine finnische Premiere
Jeeno Thitikul hat die CME Group Tour Championship in Naples souverän gewonnen und damit eine herausragende LPGA-Saison abgeschlossen. Mit einer Finalrunde von 68 Schlägen und insgesamt 26 unter Par verteidigte die Thailänderin ihren Titel erfolgreich und sicherte sich erneut das Rekordpreisgeld von vier Millionen Dollar. Ihre Landsfrau Pajaree Anannarukarn konnte Thitikul zwischenzeitlich zwar unter Druck setzen, doch die Führende behauptete ihren Vorsprung souverän. Elite-Team-Germany-Spielerin Esther Henseleit beendete ihre starke Saison mit einem 47. Rang im Feld der besten 60 Spielerinnen der Saison.
Die 22-Jährige hat nach Abschluss der Spielzeit sowohl den 2025 Rolex Player of the Year Award als auch die Vare Trophy für die niedrigsten Rundenschnitt während der Saison erhalten. Sie setzte sich im Punkte-Rennen gegen Miyu Yamashita durch und gewann die Auszeichnung als erst zweite Spielerin ihres Landes. Mit einem Saison-Durchschnitt von 68,681 Schlägen stellte Thitikul zudem einen neuen LPGA-Rekord auf und sicherte sich die Trophäe zum zweiten Mal nach 2023. Ihre konstante Saison mit 14 Top-10-Platzierungen in 20 Starts, drei Siegen und der Rückkehr an die Spitze der Weltrangliste unterstreicht ihre Dominanz im LPGA-Jahr 2025.
Korda titellos trotz besserem Schnitt
Nelly Korda kam in Florida als Dritte ins Ziel kam. Nach sieben Siegen im vergangenen Jahr blieb die Solheim-Cup-Spielerin damit 2025 ohne einen Titel. Statistisch gesehen ist die Spielzeit ohne Pokal eine mittelgroße Überraschung. Denn Korda ist nach Thitikul laut Rundenschnitt die zweitbeste Spielerin der LPGA Tour – und konnte ihr Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr sogar noch verbessern (69,44 im Vergleich zu 69,56 im Vorjahr). Die 27-Jährige verpasste bei 19 Starts nicht einen Cut und landete neun Mal unter den besten Zehn.
Auf der PGA Tour sicherte sich Sami Välimäki den finalen Sieg der regulären Saison. Der Finne, der vor zwei Jahren von der DP World Tour aufgestiegen war, krönte seine formidable Herbstsaison mit dem Titel bei der RSM Classic und ist der erste Spieler seines Landes, der auf der PGA Tour triumphieren kann. Durch seinen Sieg sichert sich Välimäki, zuvor zweimaliger Sieger auf der DP World Tour, eine zweijährige PGA-Tour-Exemption und Startplätze bei den ersten Signature Events der kommenden Saison.
Rosenmüller und Paul verlieren Tour-Karte
Für Thomas Rosenmüller (T64) und Jeremy Paul (Cut) endete in Georgia vorerst das Abenteuer PGA Tour. Das deutsche Duo aus dem National Team Germany schaffte es während der Premierensaison auf der großen Bühne nicht, sich unter den Top 100 (volle Tour-Karte) beziehungsweise Top 125 (eingeschränkte Tour-Karte) zu platzieren. Weitere prominente Spieler, die ihren vollen Status nicht halten konnten, sind unter anderem Matt Wallace, Matt Kuchar, Joel Dahmen, Brandt Snedeker, Camilo Villegas und Zach Johnson.
In Saudi-Arabien sicherte sich der frühere US-Amateur-Champion Josele Ballester beim Saudi International seinen ersten Profititel. Das Turnier bildete den Abschluss der International Series der Asian Tour, aus der Scott Vincent und Yosuki Asaji als Spitzenreiter hervorgingen und sich damit Startplätze für die kommende LIV-Golf-Saison sicherten. Ballester, der am Arizona State College gespielt hat und im vergangenen Sommer zum LIV-Team Fireballs stieß, beendete das Event mit insgesamt 22 unter Par, drei Schläge vor Caleb Surratt. Anthony Kim erreichte mit einem geteilten fünften Platz sein bislang bestes Ergebnis seit seinem Comeback im vergangenen Jahr. Aus deutscher Sicht dabei waren Max Rottluff (T42), Martin Kaymer (57) und Dominic Foos (Cut).
Lange Sperre für Schweizer
Apropos Martin Kaymer: Sein Cleeks-Team verstärkt sich für die LIV-Golf-Saison 2026 Victor Perez, der als erster Franzose in der Saudi-Liga antritt und künftig an der Seite von Kapitän Kaymer sowie Richard Bland und Adrian Meronk spielt. Der 33-Jährige, mehrfacher Sieger auf der DP World Tour und Olympiateilnehmer 2024, soll nach dem enttäuschenden zwölften Platz der Cleeks in der Vorsaison neuen Schwung bringen.
Henrik Stenson will in der kommenden Saison hingegen wieder auf der DP World Tour abschlagen. Nach seinem enttäuschenden Abschneiden bei LIV Golf hat der Schwede dafür finanzielle Sanktionen in Höhe von nahezu einer Million Pfund beglichen. Der 49-Jährige, der 2025 auf Rang 49 der LIV-Gesamtwertung landete und damit in die Abstiegszone rutschte, akzeptierte die von der DPWT verhängten Strafen für seine früheren LIV-Starts ohne Genehmigung. Damit schafft er die Voraussetzung, ab der kommenden Saison wieder in Europa antreten zu können.
Der Schweizer Profi Cedric Gugler ist von der HotelPlanner Tour für zehn Turniere gesperrt worden, nachdem er während der Raiffeisenbank Golf Challenge in Tschechien mehrfach seinen Ball vom falschen Ort auf dem Grün gespielt hatte. Seine Spielpartner meldeten die Verstöße nach der Runde, worauf ein unabhängiges Gremium das Verhalten als „reckless infringement“ und damit als schweren Verstoß gegen den Verhaltenskodex einstufte. Gugler zeigte sich in einer Stellungnahme betroffen, räumte den Fehler ein und betonte, keinen Vorteil angestrebt zu haben. Eine ausführliche Einschätzung können Sie hier nachlesen.









