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Kettenreaktion: Für einen optimalen Schwung ist die richtige Abfolge von Bewegungen entscheidend. | © golfsupport.nl/Jeff Robinson/ism

Mehr Power durch die richtige Körperdrehung

Viele Hobbygolfer glauben, dass sie im Treffmoment genauso aussehen sollten wie in ihrer Ansprechposition. PGA Golf Professional Christian Neumaier widerspricht in seinem neuen Videotipp entschieden. „Ich muss Ihnen sagen, es verändert sich ganz, ganz viel“, betont er. „Je besser Sie werden als Spieler, umso mehr sind Sie zum Ziel gerichtet und gedreht.“

Kettenreaktion sorgt für Beschleunigung

Die Position im Treffmoment unterscheidet sich deutlich von der statischen Haltung vor dem Schlag. „Im Treffen schaut man, wenn man ehrlich ist, vom Körper her viel weiter nach links gedreht aus“, erklärt Neumaier. „Das Becken ist schon 20 bis 30 Grad zum Ziel geöffnet, und automatisch zeigt auch der Brustkorb weiter in diese Richtung.“ Während Unterkörper und Oberkörper bereits weit aufgedreht sind, hinken Arme und Hände bewusst hinterher. So entsteht eine Kettenreaktion, die für Beschleunigung sorgt. Bei jungen Tourspielern erkennt man häufig, wie extrem diese Bewegung ausfallen kann. „Da stehen manche im Treffmoment schon fast komplett zum Ziel gedreht, während Arme und Hände noch aufholen“, erklärt Neumaier. Ältere Golfer oder Spieler mit eingeschränkter Beweglichkeit schaffen diese extreme Drehung verständlicherweise nicht – dennoch bleibt das Prinzip gleich.

Dynamik im Treffmoment

„Die Ansprechhaltung hat nichts mit der Dynamik im Treffen zu tun“, betont der Coach. Wer versucht, in die Ausgangsposition „zurückzukommen“, mache einen Fehler. Denn: Dadurch, dass sich bestimmte Körperteile früher bewegen, können die anderen schneller werden. Neumaier beschreibt die Bewegung wie eine Abfolge, bei der sich ein Körperteil vor das nächste setzt: „Lassen Sie das Becken und die Beine vorlaufen. Lassen Sie den Brustkorb vorlaufen vor den Armen. Und lassen Sie die Arme vorlaufen vor der Hand.“ Erst ganz zum Schluss komme das Hand-Arm-System in den Ball.“ 

Neumaiers Drill-Tipp

Um das richtige Gefühl zu bekommen, empfiehlt der Coach eine einfache Übung: Imitieren Sie vor dem Schlag jene Position, die Sie im Treffmoment erreichen wollen. Schlagen Sie dann auch paar Bälle mit dem Ziel, die Position im Treffpunkt zu spüren. So lernen Sie mit der Zeit, die Bewegungen bewusst auszuführen. 

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