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Macher und Spieler in einer Person: Rory McIlroy entwickelte die Idee zur TGL mit – schied aber mit seinem Team frühzeitig aus. | © Megan Briggs/TGL/TGL via Getty Images

McIlroys Fazit nach der ersten Saison – und was sich 2026 ändern soll

Die erste Saison von der Indoor-Simulator-Liga TGL ist beendet. Die Champions heißen Justin Thomas, Patrick Cantlay, Billy Horschel und Lucas Glover, die mit ihrem Atlanta Drive Golf Club im Best-of-three-Finale mit zwei Siegen über den New York Golf Club, angeführt von Xander Schauffele, triumphierten. Es war ein spannendes Ende der Eröffnungssaison, in der wochenlang über gelungene und verbesserungswürdige Innovationen diskutiert wurde. Vor allem mit den beiden Gründern, Tiger Woods und Rory McIlroy, die selbst auch antraten und mit ihren Teams frühzeitig ausschieden.

Texas statt Florida

Der Nordire war am letzten Spieltag gar nicht mehr vor Ort im SoFi Center von Palm Beach Gardens, Florida. Er hat sich in diesen Tagen wichtigeren Aufgaben zu widmen – der Texas Children's Houston Open 2025, die für ihn deshalb so bedeutend ist, weil er sich dort optimal einschlagen will für das ultimative Ziel in dieser Saison: das Masters in Augusta, wo er ab dem 10. April wieder einmal versuchen wird, das letzte Major-Turnier zu gewinnen, das ihm in seiner Sammlung noch fehlt. 
 

Auf dem Laufenden geblieben ist McIlroy über Ereignisse beim Finale der TGL-Premiere dennoch. „Ich glaube, jeder, der gespielt hat, hatte eine tolle Zeit“, sagt er im Gespräch mit dem US-Portal Golfweek. „Sogar die Jungs, die nur ein Match gespielt haben, ob Nick Dunlap oder Tony Finau, haben alle darüber gesprochen, was für eine großartige Erfahrung es war. Ich denke, wenn die Spieler begeistert sind, dann wird sich das auch auf die Zuschauer und die Medien übertragen.“ 

 

Was McIlroy überrascht hat

Überrascht habe es McIlroy, dass es den Machern der neuen Eventserie bereits im ersten Jahr gelungen sei, ein Produkt zu schaffen, das sich bei den Profis, die sonst ganz andere Turnierformate gewohnt sind, so großer Beliebtheit erfreut. Klar ist aber auch: Nicht alles lief rund in Saison eins. Man musste zwischenzeitlich justieren, das Regelwerk ändern, um die Spannung hochzuhalten. „Spontane Änderungen, zum Beispiel die Hammerregel mitten in der Saison, waren sehr wichtig“, erklärt McIlroy. Gemeint ist jene Regel, die es jedem Team pro Duell insgesamt dreimal erlaubte, einen Hammer zu werfen, um den Wert des jeweiligen Lochs um einen Punkt zu steigern. „Zu Beginn gab es ein paar nicht wettbewerbsfähige Matches, aber als wir die Hammerregel änderten, wurde es viel spannender“, sagt McIlroy. 

Ausblick: Was sich 2026 ändern soll

Schon jetzt beginnen die Vorbereitungen auf das zweite Jahr. Die TGL führt bereits Gespräche mit dem übertragenden TV-Sender ESPN über die Erstellung eines Spielplans für 2026. Es wird auch über eine Erweiterung und andere Änderungen gesprochen, um die Liga zu vergrößern. „Ich denke, wir könnten unsere Arbeit verbessern, indem wir ein wenig einfallsreicher mit den Löchern umgehen, indem wir zum Beispiel Bahnen entwerfen, die man im wirklichen Leben nie spielen könnte“, sagt McIlroy. „Das ist etwas, was wir noch besser machen könnten. Auch die Putting-Oberfläche muss überarbeitet werden, es ist viel schwieriger, Putts auf dem TGL-Grün einzulochen als auf einem normalen Grün.“

McIlroy zieht am Ende der ersten Saison ein positives Fazit: „ESPN ist zufrieden, die Sponsoren sind zufrieden. Die Spieler sind begeistert. Ich denke, dass die erste Saison wirklich sehr, sehr gut gelaufen ist.“

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