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Einer der Top-Favoriten auf den Sieg bei der PGA Championship: Rory McIlroy. | © golfsupport.nl/Brian Spurlock/ism

McIlroys Erfolgsgeheimnis: Mit Nicklaus-Tipp zum nächsten Major-Coup?

Während viele Spieler die Tage zwischen zwei Major-Turnieren vor allem zur Regeneration nutzen, verfolgt Rory McIlroy einen anderen Plan. Der Nordire reist inzwischen bewusst frühzeitig zu wichtigen Turnierplätzen – eine Vorbereitungsmethode, die ihm zuletzt bereits beim Masters den Weg zum Titel ebnete. 

Kurztrip nach Pennsylvania

Auch vor der PGA Championship an diesem Wochenende (14. – 17. Mai) absolvierte McIlroy einen kurzen Erkundungstrip zum Aronimink Golf Club in Pennsylvania. Der Aufwand war enorm: Frühflug, fünf Stunden Platzbesichtigung, Rückflug am selben Tag. Ähnlich war er vor seiner Titelverteidigung in Augusta vorgegangen. „Ich wollte mir den Platz früh anschauen, weil ich wusste, dass das meine einzige Möglichkeit dazu sein würde“, erklärt McIlroy. „Außerdem kann ich so am Sonntagabend nach Hause fliegen, Erica und Poppy sehen und dann entspannt hierherkommen, ohne Stress zu haben.“

Tipp von Jack Nicklaus

Die Idee zu dieser Erfolgsstrategie stammt von Golf-Legende Jack Nicklaus. Der Rekord-Major-Sieger empfahl McIlroy schon früh, Plätze für große Turniere möglichst vorher kennenzulernen, um sich körperlich und mental besser vorzubereiten. Nicklaus selbst praktizierte das jahrzehntelang konsequent. Vor Augusta spielte er oft bereits eine Woche vorher mehrere komplette Runden und führte sogar Scorekarten mit. „Im Jahr meines Masters-Rekords 1965 habe ich in der Woche davor 276 Schläge gespielt und dann im Turnier 271“, erinnerte sich Nicklaus einmal.

Zwei Wochen Wettkampfpause

McIlroy schwört inzwischen ebenfalls auf diese Methode. „Gerade bei Plätzen, die man nicht oft spielt, hat mir das über die Jahre definitiv geholfen“, sagt der 37-Jährige, der auf dem Kurs von Aronimink bislang erst einmal bei der BMW Championship 2018 gespielt hat. Die vergangenen Wochen verliefen für McIlroy ohnehin ungewöhnlich. Nach seinem Masters-Sieg pausierte er drei Wochen vom Wettkampfgolf, besuchte gemeinsam mit seiner Frau Erica ein Staatsdinner im Weißen Haus auf Einladung von Donald Trump und verriet nebenbei, dass beide einen kurzen Auftritt im Film „Der Teufel trägt Prada 2“ haben werden.

Probleme im Durchschwung

Sportlich lief beim Comeback zuletzt nicht alles perfekt. Bei der Truist Championship kämpfte McIlroy erneut mit einem technischen Problem im Durchschwung – demselben Fehler, der ihn bereits beim Masters fast den Sieg gekostet hätte. „Das ist im Moment meine schlechte Angewohnheit“, sagt McIlroy. „Ich muss mir dessen einfach bewusst sein.“ Trotzdem wirkt der Nordire aktuell so gefestigt wie selten zuvor – sportlich, mental und auch abseits des Platzes. „Ich weiß, wie glücklich ich mich schätzen kann“, sagt McIlroy. „Irgendwann wird der Tag kommen, an dem ich nicht mehr um Majors spiele und nicht mehr das tue, was ich gerade tue.“

Das Ende seiner Major-Karriere erscheint derzeit noch in weiter Ferne. Die Gegenwart heißt PGA Championship – die Chance auf den zweiten großen Triumph in diesem Jahr. 

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