McIlroy wieder vorne, DeChambeau erlebt Bunker-Debakel
Traumstart für Rory McIlroy, bitterer Auftakt für Bryson DeChambeau: Die erste Runde des Masters 2026 liefert gleich am Donnerstag große Geschichten. Der Titelverteidiger McIlroy knüpfte nahtlos an seinen Triumph im Vorjahr an und eröffnete mit einer starken 67 (-5). Damit setzte sich der Nordire gemeinsam mit Sam Burns früh an die Spitze. Bemerkenswert dabei ist, dass McIlroy nur fünf Fairways traf und dennoch eine nahezu fehlerfreie Runde mit sechs Birdies und nur einem Bogey spielte. Vor allem in der Amen Corner zeigte er seine Klasse. An der 13 rettete er sich nach einem verzogenen Abschlag mit einem spektakulären Schlag von den Piniennadeln zurück ins Spiel und leitete damit eine Serie von drei Birdies in Folge bis zur 15 ein.
„Ich hätte aus der Runde kaum mehr herausholen können”, sagte McIlroy, der sich nach seinem emotionalen Masters-Sieg im Vorjahr deutlich entspannter präsentierte. Selbst Legende Jack Nicklaus hatte ihm bereits vor der Runde beste Chancen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung eingeräumt. McIlroy ist bereit für den nächsten Angriff auf das Green Jacket und könnte sich in eine exklusive Liste einreihen: Bislang konnten nur Jack Nicklaus, Nick Faldo und Tiger Woods zwei Masters-Titel in Folge gewinnen.
Namhafte Konkurrenz
Auch Burns präsentierte sich in hervorragender Verfassung und legte in der neunten Gruppe des Tages mit einer 67 vor. Der Amerikaner überzeugte insbesondere auf den entscheidenden Bahnen rund um die Amen Corner. Dort brachte er sich mit starken Birdies in Position und übernahm zwischenzeitlich sogar allein die Führung. Seine Leistung unterstreicht einmal mehr, wie wichtig die Par-5-Bahnen in Augusta sind. Burns spielte sie mit fünf unter Par nahezu perfekt aus.
Hinter dem Führungsduo lauert ein hochkarätiges Verfolgerfeld. Patrick Reed sorgte mit einem spektakulären Start inklusive Birdie und Eagle für Aufsehen und blieb mit einer 69 (-3) in Schlagdistanz. Jason Day kam ebenfalls mit drei unter Par ins Clubhaus. Das Major-Sieger-Duo teilt sich Rang drei mit dem US-Amerikaner Kurt Kitayama. Xander Schauffele spielte eine unauffällige, aber solide 70 (-2) und teilt sich den sechsten Platz mit den Ryder-Cup-Stars Scottie Scheffler, Shane Lowry und Justin Rose.
DeChambeau unter Druck
Für DeChambeau hingegen wurde der Donnerstag zum Albtraum. Der US-Amerikaner erlebte an der berühmten Amen Corner ein Debakel, als er an Loch elf gleich drei Versuche benötigte, um den Ball aus dem Bunker zu befreien, und sich damit ein Triple-Bogey einhandelte. „Der Bunker war weicher als erwartet“, erklärte DeChambeau später.
Die 76 (+4) bedeutet einen klar misslungenen Start für den Mitfavoriten, der zuletzt mit starken Leistungen auf der LIV Tour überzeugt hatte. Vor allem seine Eisenschläge bereiteten ihm große Probleme, hinzu kamen zahlreiche ungenaue Abschläge, die ihn immer wieder in schwierige Lagen brachten. Anders als im Vorjahr, als er bis zum Sonntag um den Sieg spielte, steht DeChambeau nun bereits früh unter Druck.
Gleiches gilt aber auch für Hochkaräter wie Robert MacIntyre (+8), Jon Rahm (+6) oder Min Woo Lee (+6), die ebenfalls um den Cut kämpfen.









