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Feierte bei der Amundi Evian Championship 2024 ihren ersten Major-Sieg: Ayaka Furue aus Japan. | © 2024 Getty Images

Major-Sommer: Alle blicken nach Europa

Major: The Amundi Evian Championship

Evian Resort Golf Club, Frankreich, 10. bis 13. Juli

Es ist Zeit für das vierte LPGA-Major des Jahres. Die Amundi Evian Championship, die gemeinsam mit der Ladies European Tour sanktioniert ist, geht in ihre 31. Ausgabe, seit sie 1994 ihre Premiere feierte. Damals war es noch ein reines LET-Turnier. Erst seit dem Jahr 2000 ist das Highlight des europäischen Damengolfs Teil der LPGA Tour. 13 Jahre später erhielt es Major-Status und zählt seitdem zu den größten Damen-Turnieren der Welt. Es werden acht Millionen US-Dollar ausgeschüttet, wovon 1,2 Millionen an die Gewinnerin gehen. Die vergangene Ausgabe wurde von der Japanerin Ayaka Furue gewonnen. Sie sicherte sich ihren ersten Major-Titel dank eines Eagles auf der 18.

 

Wie für ein Major üblich, sind die besten Spielerinnen der Welt vertreten. 47 der Top 50 des Rolex Rankings haben gemeldet und wollen sich im berühmten Evian Resort Golf Club mit einem Major-Titel schmücken. Neben Furue sind acht weitere ehemalige Turniersiegerinnen im Feld. Darunter ist die bislang einzige Heimsiegerin Céline Boutier, die 2023 französische Golfgeschichte schrieb. 2015 schrieb Lydia Ko ihre eigene Geschichte, als sie im Alter von 18 Jahren die jüngste Major-Siegerin aller Zeiten wurde. Anwärterinnen für eine der begehrtesten Trophäen auf der Damentour gibt es wie jedes Jahr etliche.

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So peilt unter anderem die derzeitige Weltranglistenerste Nelly Korda ihren ersten Sieg des Jahres an. Die Weltranglistenzweite Jeeno Thitikul wiederum jagt weiter den ersten Major-Sieg ihrer Karriere. Die bisherigen drei Major-Siegerinnen des Jahres waren Mao Saigo (Chevron Championship), Maja Stark (US Womens Open) und Minjee Lee (Womens PGA Championship). Die Amundi Evian Championship ist das vorletzte Major der Saison. Vom 31. Juli bis zum 3. August findet die AIG Womens Open in Royal Porthcawl statt.

 

Unter die internationale Weltspitze mischen sich diese Woche auch vier Spielerinnen aus dem Golf Team Germany. Esther Henseleit ist als 21. der Weltrangliste ohnehin für alle Majors qualifiziert, während Sophia Popov als ehemalige Major-Siegerin einen Platz erhielt. Zudem spielte sich Helen Briem über die Order of Merit der Ladies European Tour in ihr erstes Major-Feld und Aline Krauter sammelte auf der LPGA ausreichend Punkte, um in dem malerischen Evian-les-Bains dabei zu sein. Im vergangenen Jahr waren fünf Deutsche bei der Amundi Evian Championship dabei. Henseleit war die einzige Deutsche, die den Cut erreichte, und wurde starke Siebte.

DP World & PGA Tour: Genesis Scottish Open

The Renaissance Club, Schottland, 10. bis 13. Juli

Bei den Damen steht die Major-Woche bevor. Bei den Herren wirft ein Major seine Schatten voraus. In Schottland findet mit den Scottish Open so etwas wie die Mini-Open statt – eine Woche bevor es bei der Open in Royal Portrush um die Claret Jug geht. Die schottische Meisterschaft hat sich ihren Status als ideale Major-Generalprobe längst verdient – spätestens seit Phil Mickelsons Doppelschlag im Jahr 2013, als er zunächst die Scottish Open und wenige Tage später die Open gewann. 2022 erfolgte der logische Schritt, das Turnier gemeinsam mit der PGA Tour auszutragen. Seitdem hat die Leistungsdichte der Teilnehmerfelder weiter zugenommen.

 

So sind auch diese Woche wieder etliche Topstars beim zweiten Rolex-Series-Event der DP-World-Tour-Saison am Start. Mit Scottie Scheffler, Rory McIlroy, Xander Schauffele, Justin Thomas und Collin Morikawa sind die Top Fünf der Weltrangliste vereint. Hinzu kommen der amtierende US-Open-Champion J.J. Spaun sowie Europas Ryder-Cup-Stars wie Ludvig Aberg, Sepp Straka, Viktor Hovland und Tommy Fleetwood. Egal, welcher dieser Stars die Scottish Open gewinnt, die Geschichte aus dem vergangenen Jahr wird nur schwer zu toppen sein. Vor zwölf Monaten triumphierte Robert MacIntyre in seinem Heimatland und sorgte für einen der emotionalsten Momente der Saison. Für den Schotten fühlte sich dieser Sieg wie ein Major-Erfolg an. Und das, obwohl die Scottish Open eigentlich nur ein Vorgeschmack auf die Open Championship ist.

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Die Scottish Open ist jedoch nicht nur ein Vorgeschmack, sondern auch die letzte Chance. Denn im Renaissance Club werden diese Woche drei Tickets für die Open Championship vergeben. Eine Chance, die auch fünf deutsche Golfer gerne wahrnehmen würden. Mit Marcel Schneider, Nicolai von Dellingshausen, Marcel Siem, Yannik Paul und Matti Schmid ist ein deutsches Quintett am Start, das sich berechtigte Hoffnungen auf einen Platz bei dem Major-Turnier machen darf. Vor allem Schmid, der am Sonntag bei der BMW International Open geteilter Siebter wurde, hat gute Chancen. Ein Blick in die jüngere Geschichte der Scottish Open zeigt jedoch, dass es deutschen Spielern im Renaissance Club bislang schwerfiel, Erfolge zu erzielen.

DP World & PGA Tour: Isco Championship

Hurstbourne CC, Kentucky, 10. bis 13. Juli

Seit die PGA Tour ihre Finger im Spiel bei der Scottish Open hat, findet parallel zum schottischen Major-Test ein US-Event statt, bei dem einige Spieler der DP World Tour in den Genuss kommen, an einem Turnier in den USA teilzunehmen. Die Isco Championship begrüßt 50 Mitglieder der DP World Tour, die sich nicht für die Scottish Open qualifizieren konnten und die willkommene Abwechslung auf der anderen Seite des Atlantiks gerne mitnehmen. Dazu zählen mit Alexander Knappe, Jannik de Bruyn und Maximilian Kieffer auch drei Deutsche, die vergangene Woche noch in München vor heimischem Publikum abschlugen. Hinzu kommen mit Jeremy Paul und Thomas Rosenmüller zwei PGA-Tour-Mitglieder, die noch Punkte für den FedExCup benötigen, um ihre Tourkarte zu verlängern.

 

Obwohl das Alternativevent mit fünf Millionen Dollar weniger dotiert ist als die Scottish Open – neun Millionen zu vier Millionen – ist die Isco Championship für die teilnehmenden Spieler nicht weniger bedeutend. Immerhin werden für beide relevanten Ranglisten wichtige Punkte vergeben, und die reguläre Saison neigt sich sowohl in den USA als auch in Europa langsam dem Ende zu. Ein Top-Ergebnis, wie es beispielsweise dem Deutschen Hurly Long vor drei Jahren gelang, kann die Saison in eine neue Richtung lenken. Schließlich sind die großen Namen entweder in Schottland zugegen oder legen in der Woche vor dem Major eine Pause ein. Aus den Top 100 der Weltrangliste ist nur der Argentinier Emiliano Grillo dabei.

LIV Golf: Andalucía

Real Club Valderrama, Spanien, 11. bis 13. Juli

Die einen Major-Stars bereiten sich in Schottland, die anderen in Andalusien vor. Genauer gesagt in Valderrama, wo die LIV Golf League in der dritten Saison in Folge Station macht. Das 54-Mann-starke Teilnehmerfeld ist mit 19 Open-Startern besetzt, darunter der Titelverteidiger des Valderrama-Events, Sergio Garcia, der im vergangenen Jahr auch mit seinem Team den Titel holte. „Es ist etwas ganz Besonderes“, sagte der spanische Masters-Champion damals nach seinem doppelten Heimerfolg. „Nicht nur für mich, sondern für uns alle, weil Valderrama für uns alle, für Europa, so viel bedeutet und weil hier auf diesem Golfplatz so viele großartige Dinge passiert sind.“

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Eine besondere Beziehung zu Valderrama, auch bekannt als Europas Augusta, pflegt auch Martin Kaymer. Der Kapitän der Cleeks lebt inzwischen im Golfparadies Sotogrande und ist somit nur einen Steinwurf vom ehemaligen Ryder-Cup-Austragungsort entfernt. „Das ist einer dieser Orte, an denen ich meinen Namen auf die Trophäe schreiben wollte“, sagte Kaymer, der schon mehrmals um einen Titel in Valderrama spielte. „Ich war nah dran. Ich glaube, ich habe fünf oder sechs Mal unter den Top Fünf abgeschlossen. Es ist also ein Golfplatz, den ich mag, auf dem ich gerne spiele und auf dem ich gut spielen kann. Es ist nur eine Frage der Zeit, hoffentlich.“ Kaymer erreichte bei der BMW International Open in München die Top 20 und befindet sich somit offensichtlich in guter Form. Topfavorit ist jedoch einmal mehr der Chilene Joaquín Niemann, der in dieser Saison vier der neun LIV-Events gewinnen konnte.

Weitere Turniere mit deutscher Beteiligung:

PGA Tour Champions: Dick’s Open

En-Joie GC, New York, 11. bis 13. Juli

 

Alex Cejka und Bernhard Langer

 

Korn Ferry Tour: The Ascendant

TPC Colorado, Colorado, 10. bis 13. Juli

 

Jonas Baumgartner

 

Epson Tour: Hartford HealthCare Womens Championship

Great River Golf Club, Connecticut, 10. bis 13. Juli

 

Sophie Hausmann und Isi Gabsa

 

LET Access Series: Vasteras Open

Skerike Golfklubb, Schweden, 9. bis 11. Juli

 

Leonie Wulfers, Sarina Schmidt, Hannah Karg, Kimberley Sommer, Hanna Tauber und Anna-Maria Diederichs

 

HotelPlanner Tour: D+D Real Czech Challenge

Royal Beroun Golf Club, Tschechien, 10. bis 13. Juli

 

Philipp Macionga, Martin Obtmeier, Philipp Katich, Carl Siemens, Velten Meyer, Hurly Long, Maximilian Schmitt und Tiger Christensen

 

Legends Tour: Swiss Seniors Open

Golf Club Bad Ragaz, Schweiz, 11. bis 13. Juli

 

Thomas Gögele

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