Lowry-Desaster, McIlroys LIV-Verriss und Herz-OP bei Faldo
Chris Gotterup spielt seit 2024 auf der PGA Tour, gewann als Rookie in Myrtle Beach, triumphierte vergangenes Jahr in Schottland und eröffnet nun auch die aktuelle PGA-Tour-Saison mit einem Pokal. Bei der Sony Open kam der 26-Jährige aus Oklahoma mit 16 unter Par ins Ziel – und hatte am Ende zwei Schläge Vorsprung auf Ryan Gerard und Patrick Rodgers. In der Weltrangliste geht es hoch auf Position 17
Auf der DP World Tour ging es in dieser Woche erstmals im Jahr 2026 wieder zur Sache. Und der Finalsonntag des Dubai Invitationals hatte es in sich. Am Ende stemmte Nacho Elvira den Pokal gen Himmel. Zuvor hatte Ryder-Cup-Star Shane Lowry seinen Platz im Playoff mit einem schmerzhaften Doppel-Bogey auf der 18 verspielt. Der Open-Gewinner setzte seine Annäherung in den Grünbunker und verzog in der Folge den Schlag aus dem Sand in den Teich. Dazu der Ire trocken: „Dieses Spiel … Es ist meine 18. Saison und ich werde es nie wirklich verstehen.“ Am Ende teilte er Rang drei mit seinem Freund Rory McIlroy.
Er kommt zurück. Und das bereits im Januar. Es war eine Entscheidung mit Wumms, die die PGA Tour im Fall Brooks Koepka traf, und eine Rückkehr mit Einschränkungen – vor allem finanzieller Natur. Dennoch kam es für viele überraschend, dass die Türen für LIV-Abgänge zurück auf die PGA Tour mit dem etablierten Returning Member Program plötzlich so offen stehen. Zumindest für Spieler vom Kaliber Koepka.
Woods und Clark mit unterschiedlichen Meinungen
Während Tiger Woods die etablierte Ausnahmeregel als „Gewinn für alle“ bezeichnete, hatte Wyndham Clark eine andere Meinung. Er habe nichts gegen seinen einstigen Ryder-Cup-Kollegen, sei aber nicht ganz einverstanden. Der US-Open-Sieger von 2023 hatte selbst kurz über einen mit Sicherheit äußerst lukrativen Wechsel in die Saudi-Liga nachgedacht, wollte dann aber doch auf der PGA Tour bleiben. „Hätte mir damals jemand gesagt, man könne sich für anderthalb Jahre verabschieden, eine unglaubliche Menge Geld einstreichen und dann wieder zurückkehren, dann wären wohl noch viele andere gegangen“, erklärte er.
Koepka selbst erwartet eine nervöse Rückkehr auf die Tour. „Ich habe Arbeit vor mir mit einigen Spielern“, erklärte er bei Golf Channel. „Es gibt definitiv Kollegen, die sich freuen, aber sicher auch andere, die wütend sind.“ Bei Letzteren sei der fünfmalige Major-Gewinner bemüht, die Beziehungen wieder aufzubauen. Clark dürfte einer davon sein.
McIlroy sieht keine großen Neuverpflichtungen bei LIV
Zu jenen Spielern, die einer Rückkehr positiv gegenüberstanden, gehörte auch Rory McIlroy. Und nachdem sich der Nordire nach anfänglicher Offensive lange mit negativen Kommentaren über die LIV Golf League zurückgehalten hatte, legte er jüngst wieder Kritik nach. „Es ist ja nicht so, als hätten sie dieses Jahr irgendwelche großen Neuverpflichtungen getätigt“, so McIlroy im „Telegraph“. „Sie haben niemanden verpflichtet, der etwas bewegen könnte, und ich glaube auch nicht, dass sie das tun werden.“ Die bisherigen Neuverpflichtungen der LIV Golf League: Thomas Detry, Ben An, Elvis Smylie, Laurie Canter und Viktor Perez.
Der Franzose Perez wird dabei neuer Kollege von Cleeks-Kapitän Martin Kaymer, der sich positiv über die Neuverpflichtung äußerte. „Er ist jetzt 48 Stunden hier, und es fühlt sich so an, als wäre er bereits ein Teammitglied“, erklärte der 41-Jährige. Perez, der im vergangenen Jahr auf der PGA Tour aktiv war, seinen vollen Status aber nicht verteidigen konnte, ist froh, das Kapitel auf der US-Tour hinter sich lassen zu können. Vor allem die ständigen Veränderungen in Sachen Punktevergabe und die Reduzierung der Tour-Karten haben dazu geführt, dass Perez sich neu orientierte. Für Perez, Kaymer und den Rest der LIV Golf League wird die Saison Anfang Februar in Saudi-Arabien beginnen.
Watson schätzt die Kurzdistanz
Dabei wird es bei den LIV-Turnieren in diesem Jahr über die volle Distanz gehen. Statt der bisherigen 54 Löcher – der Name LIV leitet sich aus den römischen Zahlen für 54 ab – stehen nun 72 Löcher auf dem Programm. Wohl auch, um endlich Punkte für die Weltrangliste zu erhalten. Kein Fan der Entscheidung ist Bubba Watson. Der zweimalige Masters-Gewinner schätzte das Chaos des bisherigen Formats mit vielen engen Titelrennen und ist sich sicher, dass es vielen Golffans ähnlich geht.
Er schwingt wieder. Justin Thomas, der sich im vergangenen November am Rücken operieren ließ, darf wieder volle Schwünge ausführen. Auf Instagram postete er ein Video, das ihn bei einem Schlag mit dem kurzen Eisen zeigt. Wann der zweimalige Major-Sieger wieder auf der Tour antreten wird, steht noch nicht fest.
Eine schwere Operation am offenen Herzen hat Nick Faldo hinter sich. Der sechsmalige Major-Gewinner unterzog sich in Cleveland einem präventiven Eingriff an einer vergrößerten Aorta. Nach zwei Wochen im Krankenhaus konnte der 68-Jährige nun wohlauf wieder nach Hause.








