LIV Golf verliert nächsten Major-Sieger
LIV Golf muss den nächsten namhaften Abgang verkraften. Patrick Reed, Masters-Sieger von 2018 und neunfacher Gewinner auf der PGA Tour, verlässt die von Saudi-Arabien unterstützte Liga und strebt eine Rückkehr auf die PGA Tour an. Der 35-jährige US-Amerikaner bestätigte seine Entscheidung am Mittwoch in den sozialen Medien.
„Nach reiflicher Überlegung haben meine Familie und ich entschieden, dass ich nicht länger auf der LIV Golf Tour antreten werde”, schrieb Reed. Zugleich kündigte er an, ab der Saison 2027 als ehemaliger Champion wieder vollwertiges Mitglied der PGA Tour sein zu wollen.
Ein sofortiges Comeback ist für Reed jedoch nicht möglich. Da er die PGA Tour 2022 freiwillig verlassen hatte, greift für ihn nicht das neue Rückkehrerprogramm, das zuletzt unter anderem Brooks Koepka eine schnelle Rückkehr ermöglichte. Laut den Regularien der PGA Tour ist Reed frühestens ab dem 25. August 2026 wieder spielberechtigt – zunächst als Nichtmitglied. In dieser Phase könnte er über Sponsoreneinladungen oder Qualifikationsturniere bei den FedExCup-Fall-Events antreten, bevor er seine Mitgliedschaft für 2027 offiziell reaktiviert.
Parallel dazu möchte Reed in diesem Jahr vorwiegend auf der DP World Tour spielen. Erst am vergangenen Wochenende hat er mit dem Sieg bei der Dubai Desert Classic ein starkes Ausrufezeichen gesetzt. Als Ehrenmitglied der Tour plant er weitere Starts in Europa und dürfte dank seiner Weltranglistenposition auch bei allen vier Majors startberechtigt sein.
Erst Koepka, jetzt Reed
Reed war seit 2022 Teil von LIV Golf und spielte dort unter anderem im 4Aces-Team an der Seite von Dustin Johnson. Die Liga erklärte, man habe sich mit Reed nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen können, dankte ihm aber für seinen Beitrag. Reeds Abgang folgt auf den von Brooks Koepka, der bereits im Dezember seinen Wechsel zurück zur PGA Tour angekündigt hatte.
Damit verliert LIV Golf kurz vor dem Start in die fünfte Saison Anfang Februar in Riad innerhalb kurzer Zeit einen weiteren Major-Sieger. Reed selbst betonte zum Abschied seine Verbundenheit mit der PGA Tour: Er sei „Traditionalist” und freue sich darauf, seine Karriere dort fortzusetzen, wo sie begonnen habe.








