Jäger unter Par, Hisatsune nippt am Wasser
Wer Vertrauen in seinen Putter hat, kann sehr tief scoren. Ryo Hisatsune scheint sein Set-Up im kurzen Spiel gefunden zu haben. Zuletzt war er zweimal in den Top Ten gelandet und auch beim ersten Signature Event der PGA Tour brachte sich der 23-Jährige in eine hervorragende Position. Durchgang eins des Pebble Beach Pro-Am an der US-Westküste beendet er ohne Schlagverlust mit einer 62 (-10) und stellte damit einen neuen persönlichen Bestwert auf.
Mit Stephan Jäger und Matti Schmid sind auch zwei Akteure aus dem Elite Team Germany beim mit 20 Millionen US-Dollar dotierten Event am Start. Jäger eröffnete mit einer 69 (-3), bei der er sehr stark begann und erst auf der 18. Bahn ein Bogey kassierte. Damit liegt er in Lauerstellung und teilt seinen Mittelfeldplatz unter anderen mit Tokio-Olympiasieger Justin Rose sowie den beiden US-Stars Xander Schauffele und Collin Morikawa. Ganz vorne führt Hisatsune mit einem Schlag Vorsprung auf das US-Duo Sam Burns und Keegan Bradley. Der Japaner erklärte hinterher im Interview, wie ihm ein Schluck Wasser vor jedem Putt etwas Nervosität nimmt.
Auch für Matti Schmid lief das Finish auf weichen Grüns nicht nach Wunsch. Nach 17 Löchern hatte er noch unter Par gelegen, musste dann aber ein Doppelbogey auf dem letzten Loch schlucken. Damit teilt der Bayer bei Even Par Rang 62 unter anderen mit dem Weltranglistenersten Scottie Scheffler, der alles andere als zufrieden war: „Es fühlt sich eigentlich ganz gut an hier, aber vom Scoring her lief es in die falsche Richtung. Es ist erst ein Tag vorbei; mit einer tiefen Runde kann es schnell wieder nach oben gehen.“
Gespielt wird erneut im bewährten Zwei-Platz-Modus. In den ersten beiden Runden wechseln sich die Spieler auf den Plätzen Pebble Beach Golf Links und Spyglass Hill Golf Course ab, jeweils an der Seite eines Amateurs. Ab der dritten Runde findet das Geschehen ausschließlich auf Pebble Beach statt. Es gibt keinen Cut, alle Teilnehmer sind über vier Runden dabei. Genug Zeit, um im Klassement noch einige Plätze gut zu machen, wertvolle Punkte in der Rangliste zu holen - und das Vertrauen in den Putter zu gewinnen.








