Henseleit Vierte in Schottland
Die Womens Scottish Open in Dundonald Links gehört gemessen an ihren bisherigen Auftritten zu jenen Stationen im Turnierkalender, bei denen Esther Henseleit besonders gerne antritt. In den vergangenen fünf Jahren sprangen ein zweiter, ein siebter Platz sowie zwei weitere Top-20-Ergebnisse für die Athletin aus dem Golf Team Germany heraus. Die Cut-Quote der 27-Jährigen liegt bei 100 Prozent, seitdem das Turnier in Dundonald Links an der schottischen Westküste ausgetragen wird.
Auch die Austragung 2026 bildet keine Ausnahme in der besonderen Beziehung zwischen dem Links-Turnier und Deutschlands bester Golferin. Henseleit war von Platz drei in die Finalrunde gestartet und mischte am Sonntag trotz eines Rückstands von sieben Schlägen zwischenzeitlich sogar im Titelrennen mit. Während Jenny Shin aus Südkorea bei erneut windigen Bedingungen ihre Probleme hatte, fand Henseleit zu jener soliden Verfassung, die sie bereits über weite Strecken des bisherigen Turnierverlaufs gezeigt hatte.
Zu Beginn der zweiten Neun schmolz Shins Vorsprung auf die Deutsche kurzzeitig auf drei Schläge, ehe zwei Bogeys in Folge auf den Löchern 12 und 13 Henseleit zurückwarfen. Die Runde endete schließlich mit einem weiteren Bogey sowie einem abschließenden Birdie auf dem 18. Loch (Par 5). Am Ende stand wie bereits am Samstag eine unter den schwierigen Bedingungen solide 73 (+1) auf der Karte. Auf dem abschließenden Leaderboard belegte Henseleit den vierten Rang – hinter Turniersiegerin Shin, der am Ende eine 75 (+3) reichte, um ihren Vorsprung mit einem Gesamtergebnis von -9 ins Ziel zu bringen. Auf Rang zwei folgte A Lim Kim (-7), Dritte wurde Pajaree Anannarukarn (-6).
Briem wird 44.
Für Henseleit bedeutet das Top-Ergebnis nicht nur wertvolle Punkte und Preisgeld, sondern auch einen möglicherweise bereits entscheidenden Schritt in Richtung einer erneuten Nominierung für Europas Solheim-Cup-Team. Mit der AIG Womens Open in der kommenden Woche steht nur noch ein Turnier vor Ablauf des Qualifikationszeitraums an. Stand jetzt wäre Henseleit über die Weltrangliste qualifiziert.
Auch für Helen Briem bleibt die Teilnahme am Solheim Cup ein realistisches Ziel. Die Athletin aus dem Elite Team Germany kam in Schottland auf den geteilten 44. Rang (+4) und machte damit in der LET-Rangliste Punkte auf ihre Hauptkonkurrentin Chiara Tamburlini gut, die den Cut verpasste. Während sechs der acht direkt qualifizierten Spielerinnen für Team Europe über die Weltrangliste nominiert werden, gehen zwei Plätze an die besten Spielerinnen der Ladies European Tour, die im Qualifikationszeitraum die meisten Punkte gesammelt haben.
Olivia Cowan beendete das Turnier auf dem geteilten 64. Rang (+20).







