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Dirk Glittenberg, Geschäftsführer der U.COM und Turnierdirektor der Amundi German Masters powered by VcG. | © DGV

Glittenberg: „Unsere Vision ist ein LET- und LPGA-Turnier“

Wenn sich diese Woche die Elite des europäischen Damengolfs vor den Toren Hamburgs trifft, steht nicht nur ein Turnier im Fokus, sondern auch eine klare Vision für die Zukunft. Beim Amundi German Masters powered by VcG auf den Green Eagle Golf Courses will der Veranstalter Dirk Glittenberg den nächsten Schritt gehen. „Wir sind guter Dinge, dass das zweite Jahr wieder erfolgreich wird“, sagt der Managing Director von U.COM im Podcast „Lange Rede, kurzes Spiel“. Die Voraussetzungen stimmen: ein etablierter Austragungsort, steigendes Interesse und ein starkes Teilnehmerfeld um Deutschlands Topspielerin Esther Henseleit.

 

Nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr mit über 12.000 Zuschauern blickt Glittenberg optimistisch nach vorne. Die Hansestadt habe sich als idealer Standort erwiesen – nicht zuletzt aufgrund der Nähe zu zahlreichen Golfclubs und der Begeisterung der Fans. Mit Aktionen wie freiem Eintritt für Familien am Vatertag oder speziellen Jugendprogrammen soll das Event noch zugänglicher gemacht werden. Denn genau darum geht es: Golf aus der vermeintlichen „Elite-Ecke“ zu holen. „Es ist ein Breitensport, ein wunderschöner Sport“, betont Glittenberg. Events wie das German Masters sollen dazu beitragen, den Sport greifbarer zu machen.

Topspielerinnen und internationale Konkurrenz

Das Turnier ist sportlich hochkarätig besetzt. Neben Esther Henseleit werden zahlreiche deutsche und internationale Spielerinnen erwartet. Ein wichtiger Faktor ist das Solheim-Cup-Jahr. Viele Profis nutzen Turniere wie dieses, um wichtige Punkte für die Teamqualifikation zu sammeln. Gleichzeitig zeigt sich, wie komplex die Planung eines solchen Events ist. Turnierkalender, Reisewege und Zeitzonen beeinflussen maßgeblich, ob Topspielerinnen teilnehmen können. Besonders für LPGA-Spielerinnen ist die Abstimmung eine Herausforderung.

 

Trotz sportlicher und organisatorischer Fortschritte sieht sich der Golfsport – wie viele andere Sportarten auch – mit wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert. Unsichere Märkte, zurückhaltende Sponsoren und globale Krisen machen die Planung schwierig. „Die Stimmung im Sportsponsoring ist aktuell schwierig“, sagt Glittenberg. Dabei sind die medialen Reichweiten hoch: Übertragungen in mehr als 100 Ländern und starke Zielgruppen sprechen eigentlich für das Produkt. Umso wichtiger sind langfristige Partnerschaften, wie sie mit dem Hauptsponsor Amundi bestehen.

Der große Plan: LET trifft LPGA

Der Blick richtet sich klar nach vorne. Schritt für Schritt soll das Turnier wachsen – sowohl sportlich als auch wirtschaftlich. Höheres Preisgeld, mehr Zuschauer, größere internationale Strahlkraft. Und dann ist da noch die große Vision: ein gemeinsames Event der Ladies European Tour und der LPGA Tour. „Das wäre mein Wunschtraum“, sagt Glittenberg. Ein solches Turnier würde nicht nur die besten Spielerinnen der Welt nach Deutschland bringen, sondern auch die Position des Damengolfs nachhaltig stärken. Voraussetzung dafür sind steigende Preisgelder und starke Partner.

 

Bei aller strategischen Planung bleibt eine Botschaft zentral: Golf soll offener werden. Glittenberg wünscht sich eine ähnliche Entwicklung wie in Ländern wie Schottland oder Skandinavien, wo Golf bereits seit Langem Volkssport ist. Sein Fazit ist eindeutig: „Wir müssen unbedingt aus der Elite-Ecke raus.“ Das Amundi German Masters powered by VcG könnte dabei ein entscheidender Baustein sein.

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