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Blick nach vorn: Verena Gimmy spielte 2025 ihr erstes, volles Jahr auf der LET, wird ihre Karte allerdings in der Final Stage der Q-School bestätigen müssen. | © LET/Tristan Jones

Gimmys letzter Akt im Jahr der Schlange

Es war mein erstes volles Jahr auf der LET. Natürlich hätte ich es mir sportlich vielleicht etwas anders vorgestellt, aber ich habe mich als Sportlerin und als Mensch definitiv weiterentwickelt“, erzählt Verena Gimmy. Das Jahr ist noch nicht ganz vorbei. Die 31-jährige Münchnerin konnte ihre Karte nicht halten und wird einmal mehr den Umweg über die Final Stage der Q-School (16. bis 20. Dezember) gehen müssen. Am 10. Dezember hebt der Flieger ab – vom kalten München ins wärmere Marokko.

 

Ich freue mich drauf und weiß, dass mir die Anlage liegt“, sagt Verena Gimmy. Sie mag Plätze, auf denen man nicht nur ballern kann, sondern denken und strategisch Golf spielen muss. Apropos Gedanken. Da ist in diesem Jahr viel passiert. Gimmy hat gelernt, sich auf sich selbst zu konzentrieren, sich weniger mit anderen zu vergleichen. „Da geht es viel ums Loslassen und darum, meinen Weg zu gehen. Ich mache jetzt mehr das, was mir gut tut.“ Klar stehe sie als Tour-Spielerin unter Erfolgs- und Leistungsdruck, aber es gibt ein Leben neben Golf, eine Familie, Freunde und so vieles mehr. Golf sei vieles, aber eben nicht alles.

Insofern hat Gimmy nach eigener Aussage auch sehr davon profitiert, ihr erstes Jahr als Athletin des Golf Teams Germany überall auf der Welt unterwegs zu sein. „Ich habe viele Fragen gestellt und von den richtigen Leuten auch gute Antworten bekommen.“ Das habe sie als Golferin und als Mensch reifen lassen. Neben ihrem Coach Lars Thiele habe sie auch bei Damen-Bundestrainerin Nicole Gögele und GTG-Mentaltrainerin Shirin Hornecker wertvolle Unterstützung gefunden. So fühle sie sich jetzt stärker als je zuvor. Als Athletin und als Mensch. Nach eher durchwachsenen Ergebnissen kommen die Zweifel nicht mehr so schnell.

 

Dass sie vorne mitspielen kann, hat Verena Gimmy Mitte Oktober in Indien bewiesen. Auf dem sehr anspruchsvollen Kurs des DLF Golf & Country Clubs hatte sie lange in der Spitzengruppe gelegen. Dass sie in Runde drei in der letzten Gruppe aufteen durfte, sei ebenso eine sehr wertvolle Erfahrung gewesen. „Das habe ich sehr genossen.“ Am Ende wurde sie starke Zehnte. „Vielleicht hätte ich dieses Topergebnis etwas früher in der Saison gebraucht, aber es hat mir gezeigt, dass ich vorne mitspielen kann.“ Ihr kurzer Ausflug auf die LET Access Series war ebenfalls von Erfolg geprägt gewesen, denn bei der Irish Challenge Ende August war sie Zweite geworden.

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2025 ist im chinesischen Kalender das Jahr der Schlange. Es steht für Transformation und Erneuerung. Das passt zu Verena Gimmy. Sie hat sehr viel gesehen, ist viel gereist, hat viel gelernt in ihrer ersten vollen Saison auf der LET. Ihre neue Stärke will sie nun mitnehmen in die Final Stage der Q-School – und ins neue Jahr. In Marokko möchte sie Spaß haben, ihr Bestes geben und dann schauen, was drin ist für sie. Gimmy definiert ihren Wert inzwischen weniger über reine Scores, zumal es immer mal sein kann, dass eine kurze Phase dabei ist, in der es eben nicht passt. Da spielen – gerade beim Golf – so viele Faktoren eine Rolle. Wind, Grüns, Tagesform, Glück. Erfolge lassen sich nicht erzwingen. Sie kommen irgendwann von allein, wenn man fleißig ist, Spaß am Spielen hat, willensstark ist und nie aufgibt.

 

Fleißig ist sie sowieso, pendelt zwischen Indoor- und Outdoor-Training im aktuell kalten München sowie Gym. Verena Gimmy hat auch und vor allem ihr Putting stark verbessert, an ihrem Schwung gefeilt und ihre Resilienz verbessert. Rückschläge tun nicht mehr so weh. Manchmal sind sie vielleicht auch nur ein Zeichen, ein Signal, was es zu tun gibt. Die Familie unterstützt ihren Weg. Nach der Final Stage gönnt sie sich freie Feiertage zum Jahreswechsel – entweder mit Familie in München oder mit ihrem Bruder in Südafrika. Da heißt es Kraft tanken für die neue Saison, wohin auch immer diese die Nationalspielerin führen wird. 2026 wird das Jahr des Pferdes. Das steht für Bewegung, Erfolg und schnelle Fortschritte. Auch das passt ganz gut in die Planung von Verena Gimmy.

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