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Jim Furyk ist seit knapp 30 Jahren eine Institution im US-Ryder-Cup-Team. | © 2023 Getty Images

Furyk statt Woods

Die Entscheidung ist gefallen: Jim Furyk ist der neue Kapitän des US-Teams beim Ryder Cup 2027 im irischen Adare Manor. Seine Rückkehr wurde vor allem durch den Rückzug von Tiger Woods möglich, der nach persönlichen Problemen und gesundheitlichen Themen auf die Rolle verzichtete. Für Furyk ist es die zweite Amtszeit als Kapitän. Bereits 2018 führte er die USA beim Ryder Cup in Paris an, doch damals kassierte er eine deutliche 10,5:17,5-Niederlage gegen das von Thomas Bjørn geführte europäische Team. Diese Pleite auf dem anspruchsvollen Kurs von Le Golf National bleibt ein Makel in seiner Vita.

 

Dennoch genießt Furyk innerhalb der US-Strukturen großes Vertrauen. Seit seinem Debüt beim Ryder Cup im Jahr 1997 war er nahezu durchgehend Teil des Teams – als Spieler, Vizekapitän und Kapitän. Auch beim Presidents Cup 2024 bewies er seine Führungsqualitäten und führte die USA zum Sieg. Zuletzt unterstützte er Kapitän Keegan Bradley als Assistent. „Die Möglichkeit, dieses Team erneut anzuführen, ist eine enorme Ehre“, erklärte Furyk. „Ich werde alles daransetzen, die Spieler optimal vorzubereiten, um den Pokal auf europäischem Boden zurückzuholen.“

Woods sagt ab – Komitee reagiert

Die PGA of America hatte lange auf eine Entscheidung von Tiger Woods gewartet. Der 15-fache Major-Sieger galt als Wunschlösung für den Kapitänsposten. Nach einem Zwischenfall Ende März und der anschließenden Ankündigung, sich vorerst aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen, sagte Woods jedoch ab. Daraufhin griff das Auswahlkomitee auf einen vorbereiteten Kandidatenpool zurück – mit Furyk als bevorzugter Option.

 

Die Aufgabe für Furyk könnte kaum größer sein. Europa dominiert den Ryder Cup seit Jahrzehnten. Elf der letzten 15 Duelle gingen an das Team von der anderen Seite des Atlantiks. Zuletzt gewannen die Europäer zweimal in Folge, angeführt von Luke Donald, der 2027 erneut Kapitän sein wird. Besonders brisant: Die USA warten seit 1993 auf einen Sieg beim Ryder Cup in Europa. Genau diese Serie soll Furyk nun beenden.

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Mit seiner zweiten Berufung reiht sich Furyk in eine exklusive Liste ein. Seit Beginn der modernen Ryder-Cup-Ära im Jahr 1979 hatten nur Jack Nicklaus, Tom Watson und Davis Love III das US-Team zweimal als Kapitän geführt. Anders als seine Vorgänger steht Furyk jedoch vor einer besonderen Herausforderung: Während Nicklaus und Love ihre Heimspiele betreuten, muss Furyk auswärts bestehen – auf einem Kontinent, auf dem die USA traditionell große Probleme haben.

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