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Letzter Major-Sieg: Phil Mickelson siegte bei der PGA Championship 2021. | © Keyur Khamar/PGA TOUR via Getty Images

Von Morris bis Mickelson: Fünf unvergessene Rekorde – für die Ewigkeit?

Tiger Woods gewann 2000 die US Open mit 15 Schlägen Vorsprung – bis heute der höchste Vorsprung nach vier Runden bei einem Major-Turnier. Annika Sörenstam spielte 2001 als erste Frau eine Runde mit 59 Schlägen auf der LPGA Tour. Und Sam Snead feierte 82 PGA-Tour-Siege – ein Rekord, der jahrzehntelang unantastbar schien, bis Woods nachzog. Es gibt viele Rekorde auf den internationalen Golftouren. Manche spektakulär, andere beinahe absurd, viele über Jahrzehnte gewachsen. Einige werden irgendwann gebrochen, andere dürften für die Ewigkeit stehen. Zum Beispiel die folgenden Fünf: 

1. Young Tom Morris – vier Open-Siege in Folge

Bereits mit 13 Jahren gewann Young Tom Morris im Jahr 1864 sein erstes Turnier in Perth – und kassierte 15 Pfund Preisgeld. Vier Jahre später, 1868, triumphierte er in Prestwick bei der Open Championship – mit zwei Platzrekorden. Im Jahr darauf verteidigte er seinen Titel. 1870 vollendete er das Triple. Da das Turnier 1871 ausfiel, war sein Triumph im Jahr darauf der vierte in Serie. Sein Name wurde als erster überhaupt in die neue Trophäe, die Claret Jug, eingraviert. Bis heute ist er der einzige Spieler, der vier Open-Titel in Folge gewonnen hat. 

2. Der Grand-Slam von Bobby Jones

Kein Zweifel: Bobby Jones war der erfolgreichste Amateurgolfer in der Geschichte – und er erscheint nahezu unmöglich, dass ihm jemand diesen Titel wird streitig machen können. 1930 gewann Jones alle vier bedeutenden Turniere der damaligen Zeit: die US Amateur, die British Amateur, die US Open und die Open Championship. Heute wäre das undenkbar. 

3. Byron Nelson – elf Turniersiege in Folge

Eine der beeindruckendsten Siegesserien im Golf: 1945 gewinnt der Amerikaner Byron Nelson elf PGA-Turniere in Serie. Am Ende des Jahres hatte er 18 Turniere gewonnen, wurde siebenmal Zweiter und einen durchschnittlichen Rundenscore von 68,3 Schlägen erzielt. Dieser Schnit wurde erst im Jahr 2000 von Tiger Woods unterboten. Die elf Siege in Serie schaffte aber nicht einmal er... 

4. Jack Nicklaus – Major-Dominanz der 1970er Jahre

Keiner hat mehr Major-Turniere gewonnen als Jack Nicklaus. Selbst Tiger Woods scheiterte an der magischen 18 – und wird diese Bestmarke aller Voraussicht nach auch nicht mehr einholen können. Ob das jemals einem Spieler gelingen wird? Fraglich. Aber Nicklaus steht nicht nur für die meisten Major-Siege, sondern auch für 19 zweite Plätze bei den großen Events. Sogar 73-mal landete er unter den besten Zehn. Unvergessen ist seine Dominanz in den 70er-Jahren: Damals spielte er alle 40 Majors und beendete davon 35 in den Top Ten, achtmal gewann er. 

5. Phil Mickelsons 26 Jahre in den Top 50 der Weltrangliste

Erinnern Sie sich? Im November 1993 wurde Phil Mickelson zum ersten Mal Zweiter bei der Casio World Open auf der Japan Golf Tour. Damals war er 23 Jahre alt und katapultierte sich mit dem Erfolg in der Weltrangliste unter die besten 50 Profis. Dort sollte er sich für 1.353 Wochen halten – ohne Unterbrechung! Die Serie endete erst im November 2019, als er bei den WGC-HSBC Champions in China den geteilten 28. Platz belegte. 2021 kehrte er durch seinen Triumph bei der PGA Championship noch einmal zurück unter die Top 50. Insgesamt dürfte er dort mehr als 1.400 Wochen verbracht haben – also knapp 27 Jahre. Kaum vorstellbar, dass ihm das einer nachmachen wird. 

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